Dank der Touchscreen-Möglichkeiten das wohl kreativste Abenteuer des Comichelden.
Kurz und knackig
Viewtiful Joe: Double Trouble
Immer wieder wird während der Dreharbeiten eine kurze Verschnaufpause eingelegt, wo ihr das Spiel abspeichern und Joe mit den neuesten Fähigkeiten und Items ausstatten könnt - ganz dem Prinzip der Vorgänger folgend. Leider ist das Drehbuch selbst recht kurz ausgefallen, der Abspann des humorvollen Abenteuers wird viel zu schnell über die beiden DS-Bildschirme flimmern. Mitunter ist hier aber auch der deutlich entschärfte Schwierigkeitsgrad daran schuld. Während bei der Geburt der Serie auf dem Gamecube selbst auf dem niedrigsten Level jeder Endgegner eine hart zu knackende Nuss darstellte, könnt ihr diese bei "Double Trouble" meist ohne Probleme vom Bildschirm kicken. Einzig allein diverse Rätsel wie auch Denkaufgaben werden euren Tatendrang ordentlich bremsen. An vielen Stellen kommt ihr ganz schön ins Grübeln, mit welchen Heldenkräften ihr nun das Problem bezwingen könnt. Meist liegt des Rätsels Lösung auf der Hand, die simpelste Aufgabe wird aber durch Querdenken oftmals zu einer schier unlösbaren Mission! Das Spiel ist dennoch recht kurz, dafür sehr knackig und spaßig ausgefallen. Und wer nach dem überraschenden Ende am Schluss immer noch Lust auf Heldentaten hat, darf sich gerne auch an dem höheren Schwierigkeitsgrad versuchen!
Die Welt ist viewtiful!
Viewtiful Joe: Double Trouble
Um es mit den Worten von Joe zu sagen: Das Spiel sieht einfach "viewtiful" aus! Nach wie vor überzeugt Capcom mit einer extravaganten optischen Gestaltung des Geschehens und präsentiert das Abenteuer in einer knallbunten Cell-Shading-Grafik. Diese ist abermals perfekt umgesetzt und gibt das Ambiente eines Comichelden perfekt wieder - so stellt man sich die guten Zeichentrickfilme mit den Superhelden schlichtweg vor. Die wundervoll und vor allem detailreich gezeichneten Hintergrundtexturen sind sowohl abwechslungsreich wie auch einfallsreich, gepaart mit Joes unverwechselbaren Animationen sieht der Titel auch auf dem Nintendo DS "viewtiful" aus! Ganz ohne Tadel sollte unser Test aber nicht abgeschlossen werden, denn irgendwie - für diesen Handheld üblich - schlichen sich vor allem in der Zoom-Perspektive sehr grobe Pixel mit ein, welche das Spielgeschehen doch etwas zu kantig aussehen lassen und den restlichen Augenschmaus trüben können. Über solche technischen Schwächen der Konsole sollte man aber hinweg sehen können, zumindest sollte man in diesem Moment ein Auge zudrücken können. Die Musik passt ebenfalls zur flotten Bildschirmaction, auf eine umfangreiche Sprachausgabe muss man aber leider verzichten.
