Virtua Fighter 5 im Gamezone-Test

Test Alexander Schneider

Jetzt darf sich auch online geprügelt werden, ohne auf das bekannt erstklassige Kampfsystem verzichten zu müssen.

Virtua Fighter 5 Virtua Fighter 5 Neben dem klassischen Arcade-Modus hat man der Konsolen-Variante des Titels allerdings auch noch einen Quest-Modus spendiert, welcher im Vergleich zum PS3-Gegenstück noch einmal etwas an Umfang zulegen konnte. Dieser Modus sollte allerdings nicht mit dem Quest-Modus eines Soul Calibur verwechselt werden, in dem man die Story eines bestimmten Charakters verfolgt, sondern dabei handelt es sich um eine Stadtkarte mit verschiedenen Spielhallen darauf, in welchen sich virtuelle Cracks aller Fertigkeitsstufen versammelt haben um ihr Können aneinander zu erproben. Mittendrin ist man selbst und will nun den Anderen zeigen was Perfektion in Aktion wirklich ist. Im Quest-Modus gilt es also so viele Widersacher wie möglich das Fürchten zu lehren und seinen Rang zu verbessern. Angefangen vom Rang des 10th kyu muss man sich dabei bist zum 1st dan nach Oben spielen. Dabei kommt es natürlich zu freien Begegnungen, allerdings gibt es auch in unregelmäßigen Abständen immer wieder offizielle Turniere, in denen man Preisgeld oder bestimmte Objekte gewinnen kann. Wenn ein solches Turnier startet, wird man stets vom Spiel informiert um sofort daran teilzunehmen. Zwar ist der Quest-Modus nicht besonders tiefgründig, kann aufgrund der vielen freispielbaren Goodies für die Kämpfer aber lange vor den Bildschirm fesseln. Denn für jeden Charakter kann man über 100 verschiedene Objekte freischalten wie Sonnenbrillen, neue Kleidungsstücke oder andere Frisuren. Denn wie in jedem Kampfspiel verfügt jeder Charakter über verschiedene Outfits, die Zahl dieser beschränkt sich bei der Auswahl zwar auf vier Stück, allerdings kann man diese im Anpassungsmodus komplett nach belieben verändern. Hier tut sich ein vielleicht nicht notwendiges aber sehr spaßiges Feature des Spiels auf. Der Anpassungs-Modus nämlich ermöglicht es wie erwähnt die Optik des eigenen Charakters zu verändern und zwar sehr Extrem. Ein Feature in dem man sich, so unnötig es sein mag, doch verlieren kann.

Virtua Fighter 5 Virtua Fighter 5 Größte und für Spieler mit einer Xbox-Live-Anbindung wohl interessanteste Neuerung des Spiels ist der Xbox-Live-Modus, der zusätzlich zum lokalen Versus-Modus spendiert wurde. Online tritt man dabei wie Lokal auch gegen einen weiteren Widersacher an. Dabei hat man die Möglichkeit der freien Mitspielersuche oder aber die Option auf einen Ranglisten-Kampf. Dabei greift das selbe Rangsystem wie schon im Quest-Modus. Man fängt dabei ebenfalls wieder auf der Stufe des 10th kyu an und arbeitet sich bis zum 1st dan hoch. Bei den gespielten Online-Partien kam es zudem zu keinerlei Slow-Downs oder Laggs, dieser wurde ebenfalls einwandfrei umgesetzt. Wer lokal gegeneinander antritt kann zudem seine Partien abspeichern und diese später im VT.TV noch einmal begutachten.

Die Technik

Virtua Fighter 5 Virtua Fighter 5 Während sich spielerisch kaum etwas geändert hat, kann man das von der Technik des Spiels keinesfalls behaupten. Denn Virtua Fighter 5 zeigt gekonnt was mittlerweile möglich ist und stellt derzeit die gesamte Genre-Konkurrenz in den Schatten. Die Charakter-Modelle strotzen dabei nur so vor Detailreichtum und wirken ausgereifter denn je. Die Gesichter wurden äußerst detailliert ausgearbeitet um den Kämpfern um Akira, Sarah und Co. das nötige Leben einzuhauchen. Die Kleidung der Protagonisten wirkt äußerst Plastisch, manchmal allerdings einen Tick zu sehr, denn alle kommen mit einem starken Glanz-Effekt daher. Ganz anders aber sieht es bei den Animationen aus, denn diese sind wirklich über jeden Zweifel erhaben. Geschmeidige, flüssige und zu keiner Zeit unnatürlich wirkende Animationen verwöhnen das Auge des Spielers. Allerdings fällt auch auf, das die Kämpfer zwischen den einzelnen Kombinationen oft eine Pause einlegen und der Übergang zu anderen Attacken somit nicht immer ganz flüssig verläuft. Dies hängt aber auch mit dem Kampfsystem des Spiels zusammen und der optischen Pracht tut dies ebenfalls keinen Abbruch. Auch Clipping-Fehler sucht man hier vergebens. Die Kampfarenen selbst hinterlassen wie bereits erwähnt einen eher gemischten Eindruck, denn so schön berstende Bodenplatten und brechende Zäune auch sein mögen, zu Trist wirken oft die Hintergründe um wirklich zu begeistern, natürlich gibt es auch hier einige Ausnahmen, das Gesamtbild hinterlässt jedoch einen eher schwächlichen Eindruck. Der Gesamteindruck überzeugt jedoch und sowohl auf dem klassischen Röhren-TV als auch auf dem HD-Fernseher - das Spiel ermöglicht eine Darstellung in bis zu 1080p - und lässt das Spiel trotz dezenter Macken wirklich atemberaubend aussehen.

Der erstklassige Eindruck setzt sich auch gekonnt bei der gebotenen Soundkulisse fort. Stimmungsvolle Musik begleitet die stets taktischen und packenden Kämpfe und auch die Charaktere wurden überzeugend wie eh und je vertont und protzen vor Kampfbeginn mit ihren Drohungen dem Kontrahenten gegenüber. Auch was die Ladezeiten angeht, kann das Spiel deutlich Punkten, denn diese beschränken sich lediglich auf wenige Sekunden zwischen den zahlreichen Kämpfen und fallen in keiner Weise negativ ins Gewicht.

Meinung

Wertung zu Virtua Fighter 5 (X360)

Wertung:

8.9 /10
Pro & Contra
Genial ausbalanciertes Kampfsystemrecht logische Steuerung ohne zu viel Daumenakrobatik17 markante Charakterez.T. beeindruckende Grafik mit schönen Effekten und anspruchsvollem Ambienteflüssige Animationen mit größtenteils realistischen Kampfbewegungen VFTV erlaubt die Aufnahme schöner KampfszenenXbox-Live-Mehrspieler exklusiv auf Xbox 360
übertrieben starke Reflektionen auf der Kleidung erzeugen einen Plastikpuppen Looknicht besonders tiefreichende Spielmodisehr klassisches Gameplayz.T. etwas einfallslose Begrenzung der Arenen durch Käfigemanchmal etwas leblose HintergründeZeitlimit für eine Runde nicht abschaltbar
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