Die Flut der Hirnspiele reißt nicht ab. Auch dieses Mal nur ein Klon oder ernsthafte Konkurrenz für Kawashima?
Zahlen
Nahezu jedes Hirnspiel beinhaltet auch mathematische Aufgaben. Diese werden in "Visual Logic Training" im Bereich "Zahlen" behandelt. So werden Rechenaufgaben, im Stil von: 12 * 3 - 14 = ? gestellt.
Auch Formelaufgaben sind enthalten. Diese können folgendermaßen aussehen: 3 ? 4 = 12 oder 19 - ? = 10. Man muss entweder eine Zahl oder das Rechenzeichen einfügen.
Bei der Zahlenkette gilt es eine bestimmte Regelmäßigkeit zu entdecken: 12, 10, 15, 13, 18, 16, 21... Wie würde es weitergehen? Genau, mit 19, denn die Regelmäßigkeit lautet zunächst 2 abziehen, dann 5 addieren, dann wieder 2 abziehen...
Geometrie
Als Schulfach von einigen geliebt, von anderen gehasst. Geometrie behandelt Formen und Figuren. Bei der Objektsuche gilt es beispielsweise identische Objekte zu finden, die sich aus verschiedenfarbigen Würfeln zusammensetzen.
Bei der Aufgabe "Figurenreihe" ist genau das Gegenteil gefragt. Aus einigen Figuren, die auf den ersten Blick identisch wirken, muss eine herausgefunden werden, die sich unterscheidet, weil sie beispielsweise gespiegelt ist.
Der Zahlenwürfel ist weitaus komplizierter. An sämtlichen Ecken eines dreidimensionalen Würfels werden Zahlen dargestellt. Der gleiche Würfel wird von einer anderen Seite gezeigt und eine der Zahlen fehlt. Man muss nun anhand des vorgegebenen Würfels herausfinden welche Zahl das ist.
Muster
Obwohl diese Kategorie ganz ähnlich ist wie "Geometrie" geht es dabei mehr um die Muster an sich und nicht um Spiegelungen und dergleichen. Das Additionsbild verlangt Kombinationsgabe. Was ergibt wohl ein linker Halbkreis + ein rechter Halbkreis? Natürlich einen gesamten Kreis. Und zwei Dreiecke ergeben zusammen ein Viereck.
Im Pfeilrätsel geht es darum, eine logische Reihenfolge aus verschiedenfarbigen Pfeilen fortzuführen. Was dabei genau der Unterschied zum Logikrätsel in der ersten Kategorie ist (außer dass es sich eben um Pfeile handelt) hat sich mir nicht so ganz erschlossen.
Dafür ist das Fehlerbild wieder interessant. Auf dem oberen Bildschirm wird ein Feld aus vielen einzelnen und verschiedenfarbigen Quadraten dargestellt. Das gleiche Feld ist auf dem Touchscreen zu sehen, mit dem Unterschied, dass einige Quadrate sich farblich unterscheiden. Man muss das obere Feld nun dem unteren Feld anpassen, indem man die entsprechenden Quadrate antippt und dadurch ersetzt.
Die Technik
Eigentlich könnte man die Punkte "Grafik & Sound" bei Spielen dieses Genres gänzlich weglassen. Tolle Effekte oder dergleichen sind hier meistens vergeblich zu suchen, schöne Kompositionen und eingängige Melodien ebenfalls. Allerdings würde das auch ablenken und es geht ja darum die volle Konzentration auf die Aufgaben zu richten. Man kann den Entwicklern also noch nicht einmal Vorwürfe machen. "Visual Logic Training" ist optisch zwar nicht so steril wie Herr Kawashima, aber auch nicht so bunt und skurril wie die "Big Brain Academy". Technisch also eher zweckmäßig.
Visual Logic Training
Zur Steuerung gibt es aber einiges zu sagen. Die meisten Aufgaben funktionieren so, dass man die richtige Lösung in Form eines kleinen Vierecks (auf dem eine Zahl oder ein Symbol abgebildet ist) antippt und in ein Feld zieht. Beim Antippen rauscht das Viereck allerdings vom Touchscreen auf den oberen Bildschirm, sodass man zwar per Touchscreen bedient, aber das Viereck in gewisser Weise "fernsteuert". Es ist umständlich, dass man es nicht direkt auf dem Touchscreen in den Lösungskasten ziehen kann, sondern diesen Umweg nehmen muss. Was war der Sinn dahinter? Eine zusätzliche Herausforderung? Vielleicht - wir empfinden das jedoch eher als unnötig und nervig, da man auf diese Weise wertvolle Sekunden verlieren kann.
