Trotz der Knuddeloptik bietet uns der Titel komplexes Gameplay, leidet aber auch unter technischen Problemen.
Aufmotzen und Tunen
Viva Pinata
Was wäre ein Garten ohne Blumen und Pflanzen? Richtig, kein richtiger Garten, auch daran haben die findigen Entwickler von Rare gedacht. So könnt ihr euch nun fleißig daran machen, euren Garten mit allerlei Blumen und Bäumen zu verschönern. Dies hat aber nicht nur einen optischen Nutzen, sondern dient auch dazu, Pinata's anzulocken und diese zu zähmen. So könnt ihr aber auch einfach eine Reihe von Apfelbäumen pflanzen und den Ertrag verkaufen, um eure Haushaltskasse aufzustocken! Aber es gibt auch Gegenstände, die wirklich nur einen optischen Nutzen haben. Wie zum Beispiel, kleine Lampen oder Pflastersteine, die aber keinen weiteren Spielerischen Wert besitzen.
Stress auf Pinata Island
Viva Pinata
Auch wenn man es nicht glauben mag, dass Spiel kann in Stress ausarten. Denn einige Pinata Arten wollen sich einfach nicht miteinander vertragen und fangen immer wieder Streit miteinander an, so müsst ihr als Streitschlichter fungieren und die beiden Parteien am besten erst einmal kalt mit der Gießkanne duschen. Aber nicht nur die kleinen Streits sind es, die euch an die Nerven gehen, auch wird hin und wieder ein Pinata krank und droht mit dem baldigen Ableben. Dann ist Schnelligkeit gefragt, ihr müsst nun den Arzt rufen und dann auch noch, je nach Wert des Pinata's, eine saftige Rechnung bezahlen. Aber hier können unvorhergesehene Probleme auftreten, da der Arzt in VP ein klein wenig exzentrisch ist, wie so ziemlich alle Charaktere, kommt er mit einen kleinen Spielzeugauto angefahren. Das Problem ist, wenn ihr eure Pinata Behausungen zu nah aneinander gebaut habt, um möglichst viel Platz zu nutzen, kann es passieren, dass der Doktor einfach zwischen den Häusern hängen bleibt. Das trägt nicht gerade dazu bei, ruhig Blut zu bewahren. Meist hilft dann nur ein Haus abzureißen oder das arme Pinata sterben zu lassen.
Viva Pinata
Wo wir auch, bei den Negativ-Punkten angekommen wären. Die Steuerung ist, wie nicht anders zu erwarten, sehr gut gelungen. Die drei wichtigsten Dinge, wie Schaufel, Gießkanne und Grassamen, sind bequem und schnell über Hotkeys zu erreichen. Alle anderen Funktionen, wie der Spielerfortschritt oder das Dorf, kann man über ein blumenartig angeordnetes Menü erreichen. Nur auf einer Seite gibt die Steuerung Anlass zur Kritik und zwar bei dem Anwählen der Pinata's. Manchmal reagiert das Spiel nicht auf die Mauseingabe und ihr klickt vergeblich auf ein Pinata. Genau andersherum verhält es sich bei Einrichtungen, auch wenn ihr diese nur einmal kurz anklickt, meist ungewollt, kommt auch schon der Ladebalken und das Innere der Behausung wird sichtbar.
Vogelgezwitscher und Sinneseindrücke
Viva Pinata
Auf der grafischen Seite lässt sich VP nichts zu Schulden kommen. Alle Pinata's sind wunderschön modelliert und haben ihre Individuellen Bewegungsmuster und Animationen. Ihr werdet euch mehr als einmal dabei erwischen, wie ihr einfach nur eure putzigen Tierchen beobachtet, wie sie umhertollen und Schabernack treiben. Der Grafikstil, ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, da alle Tiere ja aus Pappmaschee bestehen und jedes Tier ist kunterbunt gestaltet ist. Der Sound ist auch recht gelungen, nervt euch aber ab und an mit Dauergedudel, welches sich aber immer ändert je nach Tageszeit. Das 'quicken' und 'oinken' eurer Pinata's ist stets zu hören, wirkt aber nie übertrieben. Ein Multiplayermodus bietet das Spiel nicht, einzig und allein die Möglichkeit, Pinata's mit anderen zu tauschen, wird euch angeboten.
