Im ersten Standalone-Addon zu Dawn of War 2 zeigt Relic, dass man auch aus alten Engines noch Topgames kitzeln kann.
Warhammer 40.000: Dawn of War 2 - Chaos Rising
Trotz einiger Neuerungen hat sich am Missionsdesign leider mal wieder wenig getan. Meist landet man im Feindgebiet und muss sich dann durch ein bestimmtes Gebiet durchschlagen um am Schluss entweder ein bestimmtes Gebäude oder aber einen Bossgegner zu Fall zu bringen. Die zweite Option ist häufig, bestimmte Städte oder Gebiete zu besetzen und die Kontrolle darüber zu erlangen. Im dritten Missionsmodus letztendlich gilt es, eigene Stellungen vor den anrauschenden Gegnern zu bewahren und zu beschützen. Prinzipiell reichen diese Modi zwar aus, um einein gewissen Abwechslungsfaktor halbwegs aufrecht zu erhalten, dennoch wäre ein wenig mehr einfach hübsch gewesen. Durch die abwechslungsreiche Story relativiert sich dieser Kritikpunkt jedoch weitestgehend, erzählt doch die Kampagne eine umfassende und hintergründige Geschichte. Vor allem Warhammer 40.000-Fans werden daran natürlich ihren Spaß haben. Gut: Auch wer keine Ahnung vom geschichtlichen Background hat, kommt dank vielen Rendervideos und relativ lebendigen Charakteren einigermaßen leicht in die Materie.
Technisch muss sich was tun
Warhammer 40.000: Dawn of War 2 - Chaos Rising
Technisch ist Dawn of War 2: Chaos Rising leider kein Überflieger, vor allem im Echtzeitstrategiegenre hat man schon hübschere Umsetzungen gesehen. Während der Vorgänger letztes Jahr aber noch mit seinem ganz eigenen Stil verzaubern konnte, flacht auch dieses typische Warhammer-Feeling langsam ab. Die Grafik wirkt so langsam einfach zu altbacken und dafür, dass sich die Hardwareanforderungen nicht verändert haben, lief der Titel auf unserem Mittelklasse-Testsystem (gängige Geforce 8800 GTX, Dual Core, 4GB RAM, Windows 7) häufig ruckelnd und stockend hinterher. Erst der Umstieg auf den Highend-Rechner brachte Abhilfe, wie es zu den Rucklern kam ist uns aber immer noch ein Rätsel: Der Vorgänger lief auf der selben Maschine zuletzt noch einwandfrei. Auch von Bugs waren wir nicht gänzlich befreit: Häufiger trat etwa der Fehler auf, dass eine Einheit nach einem Gefecht nicht mehr das Schießen beenden konnte. Zwar ging davon kein spielerischer Mangel aus, auf die Dauer einer Mission hinweg kann es aber durchaus nervig sein, die ganze Zeit das Rattern eines Maschinengewehres zu hören... Ein wenig Physik kommt letztendlich auch zum Einsatz, dem Einsturz von Gebäuden und Granaten liegt die allseits beliebte Havok Engine zugrunde.
Durch die Anbindung an das Windows Live Netzwerk bietet DoW2:CR Achievment-Jägern insgesamt 1000 Gamerscorepunkte zum Sammeln.
