Auf DoW2 freuen sich Warhammer Kenner seit Monaten. Doch lohnt es sich auch für Neulinge der Serie? Wir haben es getestet.
Warhammer 40.000: Dawn of War 2
Der Kernpunkt des Spieles ist aber wohl der Multiplayer-Modus. Erst in diesem steht einem die Möglichkeit offen, sich auch auf die Seiten der "Bösen" zu schlagen und als Space Marine, Tyranid, Ork oder Eldar zu Felde zu ziehen. Insgesamt zu sechst kann man in DoWII online oder übers Internet oder LAN spielen, jeweils 1vs1, 2vs2 oder 3vs3. Online steht einem zudem die Möglichkeit zwischen gewerteten Ranglistenspielen über Windows LIVE oder normalen Duellen offen. Zwar verzichtet man im Onlinemodus wie im Singleplayer auf einen ausufernden Basisbau, während die Kampagne wegen der Held-Ausrichtung kaum Einheitenproduktion zulässt, ist dies im Multiplayer sehr wohl möglich. Jeder Spieler hat darin eine Basis, in der je nach Entwicklungsstand die unterschiedlichen Einheiten geordert werden können. Wichtig ist in der Hinsicht nun auch die Ressourcen, die man automatisch sammelt, je mehr Ressourcenpunkte man einnimmt. Eine Partie bleibt dadurch immer in Bewegung, Ressourcen- und Gewinnpunkte sind ein Dreh- und Angelpunkt, an denen Feindberührungen an der Tagesordnung stehen.
Technisch auf der Höhe
Warhammer 40.000: Dawn of War 2
Technisch ist Dawn of War II leider kein Überflieger, vor allem im Echtzeitstrategiegenre hat man schon hübschere Umsetzungen gesehen. Dennoch hat die Grafik einen ganz eigenen Stil, der einen immer wieder in den Bann zieht und es durchaus versteht, das Warhammer-Feeling zu vermitteln. Ob man nun als Taktiker lieber von ganz weit oben auf das Schlachtfeld herabblickt oder hautnah am geschehen teilnehmen möchte, beides erlaubt DoWII durch ein tolles Zoom-Feature. Zwar ist die höchste Zoomstufe nur wenig praktikabel, dennoch sind die butterweichen Animationen der Figuren und hübschen Effekte wirklich erstaunlich. Allgemein wirkt die Grafik zwar ein wenig altbacken, dafür aber umso stimmiger und frei von Fehlern und Rucklern. Ein wenig Physik kommt letztlich auch zum Einsatz, dem Einsturz von Gebäuden und Granaten liegt die allseits beliebte Havok Engine zugrunde.
Warhammer 40.000: Dawn of War 2
Wahrlich brillant ist Relic die Sound-Umsetzung und vor allem die Vertonung der unterschiedlichen Rassen und Helden gelungen. Ein riesiger Haufen Humor floss so beispielsweise bei den Orks ein während Eldar ein wenig hochnäsig klingen. Auch weil die Kampagne größtenteils per Audiostücken erzählt wird, lag den Machern viel an einer guten Umsetzung. Neben der stimmlichen Leistung stimmt aber auch die melodische, passend zur Situation dudelt im Hintergrund meist eine eingängige und nicht weiter auffällige Hintergrundmusik. Durch die Anbindung an das Windows Live Netzwerk bietet DoWII Achievment-Jägern insgesamt 1000 Gamerscorepunkte zum sammeln.
