Electronic Arts bringt dieses total verrückte Machwerk japanischer Videospielkunst endlich auch zu uns nach Europa.
Die etwas andere Präsentation
We Love Katamari
Von einem Spiel, bei dem der unförmige Hauptdarsteller letztendlich das Universum mit einem gigantischen Ball aufrollt, erwartet man sich sicherlich keine "normale" Grafik. Und normal ist hier bekanntlich gar nichts, weshalb man die Optik des Spiels als eine Mischung aus Lego, diversen Werken von Picasso und einem psychedelischem Musikvideo bezeichnen könnte. Die teilweise recht klobigen und alles andere als runden Objekte gehen aber auch auf die technischen Limits der PS2 zurück - schließlich tummelt sich in jedem Level eine unüberschaubare Vielzahl verschiedenster Objekte, welche trotz ihrer einfachen Darstellung die Zahl der gleichzeitig dargestellten Polygone sehr schnell nach oben schnellen lässt. Trotzdem ist der detailverliebte und einzigartige Look des Spiels rundum gelungen, es gibt hierbei absolut nichts, was wir gerne anders gesehen hätten. "We ♥ Katamari" ist schräg, die Präsentation ist ebenfalls schräg und das ist auch gut so.
We Love Katamari
Die musikalische Untermalung nimmt bei diesem Spiel einen ganz besonderen Stellwert ein. Ihr ahnt es wohl schon: Sie kann nicht unbedingt als "gewöhnlich" bezeichnet werden, ist jedoch für ein Spiel dieses Kalibers absolut passend. Was Namcos Komponisten für dieses Spiel auf die Beine gestellt haben, ist genauso einzigartig wie das Gameplay selbst und bietet ein breites Spektrum verschiedenster Musikrichtungen. Ganz besonders der Swing scheint es den Mannen um Akitaka Toyama und Shigeru Matsuzaki diesmal angetan zu haben, dennoch haben sie etwas völlig Neues mit diesem Soundtrack geschaffen. Durch fast alle Lieder zieht sich die berühmte Katamari-Melodie, welche gerade durch ihre Einfachheit das Zeug zum unsterblichen Ohrwurm hat. Spätestens wenn ihr das farbgewaltige und völlig durchgeknallte Introvideo des Spiels zum ersten Mal gesehen habt, dürfte euch klar sein, was wir damit meinen. Wer "We ♥ Katamari" durchgespielt hat, läuft auf jeden Fall noch Wochen danach das Titellied summend durch die Gegend und erinnert sich an die schönen Stunden mit diesem wunderbaren Stück Videospielkunst.
