Gratulation, mit diesem Titel ist Konami ein kleines Meisterwerk gelungen!
Wer hoch hinaus will, fällt oft tief
Wiley's Wire Way: Total verboingt
Im Tutorial als auch in den darauf folgenden Level sind die zu überwindenden Widrigkeiten überschaubar. Wie erwähnt die Bumper als auch die Tatsache, dass man nicht immer genau weiß wo man landet, sind schon eine gewisse Herausforderung. Damit dies nicht zu einfach wird, kommen im späteren Verlauf verschiedene Gegner dazu, die euch daran hindern wollen den Weg nach oben zu schaffen. Ausweichen und auslöschen steht dann für euch auf dem Programm. Am besten hüpft bzw. "boingt" man die unfreundlichen Kollegen zu Tode. Doch Vorsicht ist angesagt, wenn ihr die bösen Burschen nicht trefft, rauben sie euch kostbare Sterne. Sind diese sogar alle aufgebraucht, ist das das Ende eurer Reise. Ihr könnt die Widersacher natürlich auch ins virtuelle Nirwana schnalzen, sofern sie mit euch am gleichen Gummiband hängen. Schnippt sie in die unendlichen Weiten und weg ist das Problem; Achtet nur darauf, dass ihr euch selbst gescheit abfangt und nicht die besagten Sterne verliert.
Sollte euch Wiley mit der Zeit in seiner schwarzen Gestalt nicht mehr gefallen, sucht nach Puzzleteilen in den Level. Je mehr ihr findet, desto größer ist die Chance, dass ihr Wiley ein neues Äußeres verpassen könnt.
Weniger ist manchmal mehr
Wiley's Wire Way: Total verboingt
So einfach und dennoch skurril das Spielgeschehen anmutet, so beweist sich auch die Grafik im gleichen Stil - stetig zu bewundern auf beiden Screens. Beinahe schon grotesk wirkt Wiley wie die zu Papier gebrachte Idee eines Vierjährigen, der sich den Kopf zerbrochen hat, wie vielleicht ein außerirdisches Männchen aussehen könnte. Bunt, schrill aber nicht zu heftig bieten die Welten vielschichtige, farbenfrohe Abschnitte. Egal ob bewaldete Gebiete, Schneebereiche, Lavahöhlen oder Unterwasserwelten, alles leuchtet in verschiedensten Farben ohne zu grell zu wirken. Der gern mal abgewatschte Minimalismus stand Pate und überzeugt dennoch auf ganzer Linie. Gerade diese Einfachheit besticht und gibt den Abenteuern von Wiley und ReFresh den richtigen Touch. Auch die Geräuschkulisse dümpelt im gleichen Fahrwasser daher und plätschert munter vor sich hin. Dass sich die Geräusche mit der Zeit wiederholen bzw. deren Repertoire eher gering ausgefallen ist, vermag den einen oder anderen sicher zu nerven. Dafür ist die Steuerung über jeden Zweifel erhaben. Sämtliche Aktionen ergehen über den Touchpen und bis auf minimale Ausnahmen reagiert Wiley bzw. das Seil an dem er hängt einwandfrei.
Wiley's Wire Way: Total verboingt
Störend und bisweilen auch frustig ist dagegen die Tatsache, dass ihr oft den Sprung des Glaubens wagen müsst, da ihr nicht seht, wohin die Reise geht. Und auch in den weiteren Spielmodi, u.a. eine Art Herausforderung in der ihr gegen die Uhr antreten müsst, können einen ganz schön ärgern. Nicht nur, dass die Uhr unerbittlich ist, die Blindflüge, die sich dann und wann auch mal nicht stoppen lassen, vermiesen den Erfolg. Überdies müsst ihr in diesem Modi auch noch eure eigenen Linien ziehen an denen ihr euren Weg machen könnt. Alternativ spielt ihr im sogenannten Schnalztraining mit Option, dass ihr ein Level absolvieren sollt, in dem nicht mehr als 10 Sprünge möglich sind.
Mehrspieleroptionen sind gleichfalls vorhanden. Bis zu vier Spieler können sich den Herausforderungen stellen. Zwei Level sind spielbar, wenn grundlegend vier DS zu Verfügung stehen und nur eine Spielkarte. Will man allerdings den vollen Umfang nutzen, braucht es nicht nur vier Geräte sondern auch vier Spielkarten.
