World of Zoo im Gamezone-Test

Test CharLu

Es ist einfach nur schade, dass man eine grundlegend so hübsche Idee dermaßen gnadenlos versemmelt hat.

Tiere waren bzw. sind schon immer gut gewesen um vor allem junge Spieler davon zu überzeugen, dass es sich lohnt ein paar Euro Fünfzig für ein Spiel-Modul und/oder eine CD auf den Tisch zu legen. Wenn schon der Hund, die Katze, das Pferd oder der Kanarienvogel im realen Leben keinen Platz bekommt, so kann der Nachwuchs immerhin virtuell seinen Wunsch nach einem oder gar mehreren Tieren erfüllt bekommen. Mal mehr, mal weniger an durchaus echte Gegebenheiten angepasst, wollen die vier- und manchmal zweibeinigen Pixelfreunde gestreichelt, gefüttert, gehegt und gepflegt werden. Hat der angehende Dompteur, wahlweise bewaffnet mit der Wii-Mote, dem Stylus oder der PC-Maus, obendrein noch ein paar freie Minuten um den tierischen Kumpanen zum Spielen zu animieren, sieht doch alles nach einer richtig glücklichen Viecher-Stube nebst zufriedenem Pfleger aus. Wenn der Eindruck mal nicht täuscht ...

Der Zoo braucht Bewohner

World of Zoo World of Zoo Getreu dem Motto "beginnend bei Adam und Eva" müsst auch ihr beim Bestreben einen Zoo auf die Beine zu stellen am Punkt Null anfangen. Dank vorherrschender Vogelperspektive im Auswahlmenü erkennt ihr sofort, welche Gehege mit welchem Viehzeug besetzt werden sollen. Wie ihr euch sicher denken könnt, sind am Anfang alle Areale leer gefegt, so dass ihr zunächst entscheiden müsst, mit welcher Gattung ihr eure Tierpfleger-Ausbildung starten wollt. So warten zunächst Giraffen, Koala-Bären, Krokodile, Pinguine, Pandas oder Affen - um ein paar der gesamt 60 Arten (bzw. 40 Arten in der PC-Fassung), die zur Wahl stehen, zu nennen - darauf, von euch erwählt zu werden. Habt ihr euch entschieden, trefft ihr noch die Entscheidung, ob ihr den auserkorenen tierischen Kandidaten eine von euch kreierte persönliche Note mit auf den Weg gebt oder ob ihr schlicht die Spiel gebende Variante übernehmt. Wollt ihr eurem neuen tierischen Bewohner eine eigene Note verpassen, könnt ihr Farben, Fell-Extras (zusätzliche Puschel, usw.), Muster und ein paar Dinge mehr nach eigenem Gusto gestalten. Wer also keine Lust hat schwarz-weiße Pinguine zu züchten, der kann die Frackträger gerne in lila und rot durch das Gehege laufen lassen. Diese selbst gestalteten Tiere können bei Bedarf getauscht werden (Online bei der PC-Variante, drahtlose Übertragung beim DS).

Alle Viecher stehen im Mittelpunkt

World of Zoo World of Zoo Anders als in solchen Spielen normal üblich, besteht eure einzige Tätigkeit darin die Tiere glücklich zu machen und euren eigenen Status zu verbessern. Anderweitig durchaus relevante Geschichten wie das finanzielle auf die Beine stellen eines Zoos, die Verwaltung und dergleichen mehr - gern auch als Simulationselemente beschriebene Eigenschaften - finden sich nicht. Vielmehr kümmert ihr euch darum, dass ihr euren Viecherl jeden Wunsch von den Augen ablest bzw. wohl mehr aus der Gedankenblase. Ähnlich wie die Tiere beginnt ihr euren Karrierelauf im Zoo ganz unten. So seid ihr zunächst nur Pfleger-Anfänger und müsst am jeweiligen Tier und ihren Bedürfnissen beweisen, was ihr so drauf habt. Macht ihr eure Sache gut, steigt ihr einen Rang auf und dürft euch dann am Ende vielleicht sogar über die Auszeichnungen 'Flüsterer', die höchste zu erreichende Rangstufe, freuen. Doch bis es soweit ist, müsst ihr alles für die Tierchen tun.

World of Zoo World of Zoo Im Gehege angekommen, machen es euch die Viecherl recht leicht, denn sie kommunizieren - wie erwähnt - über Gedankenblasen, so dass ihr jederzeit sprichwörtlich im Bilde seid, was die Herrschaften wünschen. Egal ob ihr ein Spielzeug organisieren sollt, etwas zu futtern bereit legt oder dem Wunsch nach einer ordentlichen Abreibung mit der Putzbürste sowie ein paar Streicheleinheiten nachkommt, dies alles sind Aktionen, welche wiederum die Herzanzeige des betreffenden Tieres füllen. Gleichzeitig gibt es für sehr gute Ausführungen, hohe Zufriedenheitswerte des Viehs als auch das Erfüllen von Herausforderungen Sternepunkte (Star-Zeichen = eine Art Währung), die es euch ermöglichen mit einer bestimmt gesammelten Anzahl neue Gehege zu öffnen und damit auch neue Rassen in eurem Zoo zu beherbergen.

Aber nicht nur die Sterne bringen euch weiter, auch die gefüllten Herzen öffnen euch neue Türen. Habt ihr einen bestimmten Status in Sachen Wohlfühlen bei den Tieren erreicht, so dass alle ehedem leeren Herzen komplett rot gefüllt sind, schalten sich damit neue Objekte frei. Wii- als auch DS-Version offerieren 600 verschiedene Gegenstände (Futter, Spielzeug, Werkzeug, usw.), welche auf diese Weise gewonnen werden können; Die PC-Fassung bietet 300 Objekte.

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