Worldshift ist ein gelungener Mix aus Massive Multiplayer Online Game und Echtzeitstrategie, der durch tolle Ideen besticht.
Worldshift
Auch beim Sound gibt es wenig zu meckern: Die Sprechrollen wurden professionell besetzt, was vor allem der Atmosphäre in der Kampagne zuträglich ist. Während die Sound-Effekte teils schwächeln, Laserwaffen lassen grüßen, quittieren die Einheiten jeden Befehl mit einem Spruch, der es in sich hat. Dies ist aber sehr differenziert zu betrachten: Denn in normalen Missionen herrscht so ein durchgehender Fluss von Effekten, Sprüchen und Hintergrundmusik. In den Schleichmissionen nerven diese Sounds jedoch, dies hängt mit der Steuerung und nicht sonderlich akkuraten Wegfindung zusammen. Während diese in normalen Missionen super funktioniert und klug agiert, sodass es zu keinen gegenseitigen Blockaden durch eigene Truppen in engen gebieten kommt, ist das ansteuern eines bestimmten Punktes mit nur einer einzelnen Figur wirklich schwer. Denn aus nicht weiter erkennbaren Gründen laufen die Charaktere plötzlich Bögen oder, statt möglichst weit weg von den Gegnern, eben diesen direkt in die Arme. Verhindern kann man dies nur durch ständige Befehlswiederholung oder indem man immer nur "kleine Schritte" macht, was dazu führt dass man alle paar Sekunden ein bestätigendes "Mach ich!", "Auf geht's!" oder ähnliches aus den Boxen gedonnert bekommt.
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Dass dies nicht nur der Soundkulisse schadet, sondern auch die ansonsten prima gelungene Wegfindung und Steuerung völlig über den Haufen wirft, ist klar. Manche Situationen waren derart zum Haare raufen, dass wir kurz vor der Verzweiflung standen, nur weil einer der Charaktere wieder im letzten Moment einen falschen Schritt getan hat und damit eine unbezwingbare Masse an Gegnern anlockte. Ansonsten ist die Steuerung alt bekannt, mit linker Maustaste werden die Einheiten markiert und mit Rechts durch die Gegend geschickt. Die mittlere Maustaste fungiert dabei als Drehpunkt um die Kameraperspektive zu drehen, zoomen kann man damit in kleinem Maße, nämlich in vier Stufen, ebenso. Speichern kann der Spieler leider nicht selbst, dafür sind auf den Kampagnenkarten Speicherpunkte vorgemerkt. Einmal gestorben wird man dort wiederbelebt und kann die Mission weiter bestreiten. Was hier besonders negativ auffiel, war die teils harsche Verteilung der Punkte und die Tatsache, dass Einheiten beim "Respawn" noch ihre Cooldowns vom vorherigen Kampf mit sich bringen. Nach jedem Neustart muss man sich also gefasst machen, erst mal eine Minute zu verweilen bis auch der letzte Zauber wieder aufgeladen ist und uns zur Verwundung bereit steht.
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