Eines der besten Rennspiele geht in die nächste Runde: Da fliegen die Fetzen

Special Michael Grünwald
Eines der besten Rennspiele geht in die nächste Runde: Da fliegen die Fetzen
Quelle: Bugbear | Bildmontage: PC Games

Ein richtig gutes Schadensmodell gibt's in modernen Rennspielen äußerst selten. In Wreckfest 2 werden Autos dagegen wieder in alle Einzelteile zerlegt.

Es gibt Spiele, da rechnet man eigentlich nicht mit einer Fortsetzung. Umso besser ist es, wenn sie dann doch kommt. Mir geht's bei Wreckfest 2 so. Ich liebe den ersten Teil, zocke ihn immer noch regelmäßig und zähle das Crash-Festival zu den unterhaltsamsten Rennspielen aller Zeiten. Autos zerstören war allgemein einmal ein großes Ding: Destruction Derby, Flatout und Burnout sind bis heute äußerst beliebt, aber neue Spiele gibt es davon schon länger nicht mehr.

Da kommt der Start in den Early Access von Wreckfest 2 doch ganz gelegen. Auch der Vorgänger wird im Juni nämlich schon sieben Jahre alt. Es muss also langsam frischer Lack aufgetragen werden und was soll ich sagen: Trotz der noch sehr überschaubaren Anzahl an Strecken, Fahrzeugen und Modi macht das Crashfest bereits zum jetzigen Zeitpunkt unglaublich viel Spaß.

Never change a running system

Die Entwickler von Bugbear kennen sich mit Early Access sehr gut aus. Auch Wreckfest war ganze vier Jahre lang in dieser Phase - damals noch unter dem Arbeitstitel Next Car Game. Mit Wreckfest 2 wird jetzt der gleiche Weg eingeschlagen und ich halte das für einen guten Plan.

Das Spiel soll in den nächsten Monaten um Inhalte erweitert werden und die Macher stellen direkt klar, dass sich insgesamt noch einiges verändern kann. Besonders auf das Feedback der Community achten die Entwickler, schließlich hat die Masse ein gutes Gespür dafür, was gut funktioniert und was nicht. Doch das Grundgerüst steht bereits und kann sich absolut sehen lassen.

Ich habe mit der Fortsetzung keine Revolution erwartet, sondern vielmehr eine Erweiterung der Spielerfahrung mit anderen Strecken, neuen Ideen, einer schickeren Optik und einer noch besseren Physik. Und genau das bekomme ich nun zum Early-Access-Start.

Ein Fahrer rammt ein anderes Auto in Wreckfest 2 Quelle: Bugbear

Crashen und cruisen

Der Content fällt insgesamt aber noch recht schlank aus. Erwartet also keinen Vollpreistitel, sondern mehr eine Art Demo, die zum Testen und zur Entwicklungshilfe einlädt. Bisher stehen mir vier unterschiedliche Fahrzeuge, vier Strecken mit zusätzlich unterschiedlichen Layouts und zwei altbekannte Modi zur Auswahl: das klassische Crash-Derby und die sogenannten Banger-Rennen.

Beim Derby erhalte ich für jedes Rammen, Drehen und Zerstören anderer Autos eine bestimmte Anzahl an Punkten. Wer am Ende die meisten Fahrzeuge auf dem Gewissen und im Falle eines Unentschiedens die meisten Zähler gesammelt hat, gewinnt.

Dabei geht's nicht um Schnelligkeit, sondern um Taktik und Kaltschnäuzigkeit. Wenn der Motor meiner Karre zum Beispiel droht, den Geist aufzugeben, fahre ich eben rückwärts. Meine Gegner kann ich dabei immer noch rammen. Ist mein Auto ein Totalschaden, spawne ich erneut, ein anderer Fahrer bekommt dann aber den Takedown gutgeschrieben. Der Modus steht für Chaos pur und erinnert mich an die guten, alten Tage des Klassikers Destruction Derby.

Die Banger-Rennen sind Wettbewerbe auf Rundkursen, in denen es darum geht, als Erster über die Ziellinie zu brettern. Durchs Crashen meiner Widersacher sammle ich zwar auch Punkte, aber der Sieg steht im Vordergrund. Ich hoffe sehr, dass es in Wreckfest 2 im Gegensatz zum Vorgänger einen Mix aus beiden Modi geben wird, bei dem Platzierung und Unfallpunkte addiert werden und so eine Gesamtwertung entsteht.

Autos crashen in Wreckfest 2 Quelle: Bugbear

Crash Test Dummies

Die Fahrzeuge und Strecken setzen sich aus bekanntem und neuem Content zusammen. Während ich die Wagen Rocket und Roadslayer noch aus Teil eins kenne, feiern American und European ihr Debüt. Reale Marken gibt's auch in Wreckfest 2 nicht, aber angelehnt sind die Karren definitiv an reale Vorbilder. Kann mir keiner erzählen, dass der European kein Golf 1 sein soll.

Zum Early-Access-Start bekommen die Fahrzeuge noch keine Werte wie Geschwindigkeit, Handling sowie Robustheit spendiert und auch Tuning spielt noch keine Rolle; das liefern die Entwickler aber mit Sicherheit noch nach. Bislang ähneln sich die Gefährte eh sehr, da braucht's die Anzeigen und Anpassungen gar nicht.

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