Wreckfest 2 ist das Zerstörungs-Rennspiel, auf das alle gewartet haben: Da fliegen die Fetzen!
Special
Ein richtig gutes Schadensmodell gibt's in modernen Rennspielen äußerst selten. In Wreckfest 2 werden Autos dagegen wieder in alle Einzelteile zerlegt.
Wenn ich das komplette Starterfeld mit 23 anderen Fahrern auffülle, verkeilen sich die KI-Fahrzeuge allerdings gerne ein wenig in der Startphase. Aber das Problem löst sich auch sehr schnell auf und ist weit weniger schlimm, als es jetzt klingt. Insgesamt macht es ziemlich viel Laune, gegen die NPCs anzutreten.
Seit dem Start in den Early Access steht auch schon der Multiplayer zur Verfügung. Die Wartezeiten sind aber noch sehr lang und auch die Server-Suche funktioniert nicht hundertprozentig.
Richtig ausgiebig konnte ich den Mehrspielerbereich daher leider noch nicht testen. Die wenigen Rennen, in die ich gestartet bin, verliefen aber ohne Schwierigkeiten. Für die Zukunft plant Bugbear im Multiplayer zudem mit Server-Warteschlangen und einem Matchmaking-System.
Nichts ist unmöglich
Das letzte neue Feature, über das ich mit euch sprechen möchte, ist die Fahrzeuganpassung. Einen Vorgeschmack darauf bekomme ich nämlich schon jetzt: Ich kann verschiedene Teile nach Belieben lackieren, um der Karre meinen eigenen Stempel aufzudrücken. Das ging teilweise auch schon im Vorgänger, aber nicht so kleinteilig wie in Wreckfest 2.
Während der Early-Access-Phase sollen diese Anpassungen noch deutlich erweitert werden. Auch Mod-Support für Strecken und Autos kommt in den nächsten Wochen oder Monaten ins Spiel. Die Zusammenarbeit mit der Community steht eindeutig im Fokus bei der Entwicklung.
Packende Rennen kann ich außerdem abspeichern und mir im Nachgang nochmal reinziehen. Mir stehen dabei etliche Kameraeinstellungen zur Verfügung, um das Geschehen perfekt einzufangen. Leider ist es im Hauptmenü aktuell ein wenig leise. Hintergrundmusik gibt's nämlich noch keine, aber auch das wird sich in der Zukunft ändern. Die rockigen Sounds aus dem ersten Teil vermisse ich bisher allerdings schon ein wenig. Die Musikauswahl war damals fantastisch und passend.
Audiovisuelle Spitzenklasse
Dafür ist die Audiokulisse auf der Strecke Musik in meinen Ohren. Der Sound der dicken Motoren röhrt anständig und als Motorsport-Fan geht dabei direkt mein Herz auf. Bei einer Beschädigung am Antrieb hört sich das Aggregat auch anders an und fängt an zu qualmen. Solche Details sind großartig und ich hätte diese Features gerne in allen Rennspielen.
Das Klappern des Kofferraumdeckels, das Schleifen eines Rades an der Karosserie und das Durchschlagen der Stabilisatoren machen sich ebenfalls akustisch bemerkbar. Auf das Audiodesign müssen die Entwickler extrem viel Wert gelegt haben.
Auch optisch muss sich Wreckfest 2 nicht vor anderen Titeln verstecken. Die Pisten sind deutlich detaillierter und lassen sich wie erwähnt gut auseinandernehmen. Gerüste, Paletten und Reifen fliegen in hohem Bogen durch die Gegend, wenn meine Gegner und ich die Strecke unsicher machen. Die Weitsicht hat sich deutlich erhöht und massig Partikeleffekte runden die Action perfekt ab. Auch unsere Kollegen der PC Games Hardware haben bereits einen Blick auf das Rennspiel geworfen. Ihren Ersteindruck lest ihr hier.
Quelle: Bugbear
Bis auf ein paar kleinere Clipping-Fehler sind mir außerdem noch keine Bugs aufgefallen. Als ich das Schadensmodell auf dem Testgelände ausreizen wollte, ist mir allerdings einmal die Anwendung abgeschmiert. Ansonsten läuft Wreckfest 2 ausgesprochen reibungslos.
Bis zum 3. April gibt's den Titel noch für knapp 24 Euro auf Steam, danach zieht der Preis auf knapp 30 Euro an. Ich verstehe die Leute, denen das für eine Early-Access-Erfahrung zu teuer ist, so richtig viel Content und Langzeitmotivation steht ja noch nicht zur Verfügung. Aber Bugbear wird in den nächsten Monaten einen der besten Arcade-Racer überhaupt auf die Beine stellen, da bin ich mir sehr sicher. Bei Wreckfest 1 verlief die Reise schließlich ganz genauso.
Seit dem 20. März gibt's Wreckfest 2 im Early Access auf Steam. Mindestens zwölf Monate soll das Spiel in dieser Phase bleiben, aber regelmäßig erweitert und verbessert werden. Im Anschluss dürfen auch Konsolen-Spieler auf eine Version hoffen. Transparenzhinweis: THQ Nordic stellte und eine Vorschau-Version zur Verfügung.
