Graphics:
Grafisch gibt sich "X-Squad" solide, jedoch nicht besonders spektakulär. Während die Charaktere sehr schön mittels vieler Polygone "gebaut" wurden, kommt das Charakterdesign als solches aus dem Bodensatz der Actionfilm-Klischees. Etwas seltsam mutet dabei der Kontrast zwischen Ashs Erscheinung, die mit der blonden Bürstenfrisur nebst engem Lackleibchen eher an ein Jean Paul Gaultier-Model als an einen toughen Söldner erinnert, und der Umgebung an, in der sich die kleine Gruppe bewegt. Ansonsten ist sowohl die schlaue Rothaarige genauso dabei wie der muskelbepackte Schwarze nebst der unvermeidlichen Amazone, mit, nun ja, augenscheinlich üppigen Vorzügen.
Obwohl die Figuren grafisch durchaus überzeugen, bleiben sie letztlich ziemlich leblos. Gleiches gilt für die Umgebungsgrafik, die zwar mitunter durch gelungene Architektur, schöne Raucheffekte und netten Texturen sowie Bezier-Curves überzeugt, in anderen Locations jedoch mit ödem Layout und verwaschenen Texturen zum Gähnen reizt.
Sound:
Der Sound ist recht gewöhnungsbedürftig aber zur Umgebung passend.Auch die Sprachsamples kommen deutlich durch die Boxen und lassen sofern man Japanisch kann alles verstehen.In der deutschen Fassung hingegen sind alle Sprachsamples in einem klassischen Englisch zu hören und dürften damit die Storyline etwas verständlicher machen.
Endfazit:
Obwohl "X-Squad" das Rad wahrlich nicht neu erfunden hat, macht die kurzweilige Ballerei doch unvermutet viel Spaß. Zwar hat s weder die Raffinesse eines "Syphon Filter 2" oder die geniale Story und Inszenierung von "Metal Gear Solid" , aber so schlecht wie "Fighting Force 2" auf DC ist es aber trotz den ziemlich nutzlosen Sidekicks nun auch wieder nicht. Wer keine grafische Revolution erwartet und dem coolen Infiltrationsszenario was abgewinnen kann, wird trotzdem seinen Spaß haben; große Spieltiefe sollte man allerdings nicht erwarten.
