Eine riesige und offene Spielwelt gepaart mit einem modernen Kampfsystem zeichnen dieses RPG für die Wii aus.
Xenoblade Chronicles
Einen extra Kampfbildschirm gibt es also nicht - toll für die Atmosphäre. Oft lauern auch Gegner in der Landschaft, um die man zu Beginn des Spieles tunlichst herumschleichen sollte, weil sie schlicht zu stark für Anfänger sind - hier gilt es, später nochmal mit einer gut ausgestatteten Raidgruppe zurückzukommen. Entscheidend sind nämlich neben den Charakterstatistiken auch die Auswahl der Waffen und Rüstungen, die wir übrigens im Spiel auch auf den Heldenmodellen unserer Partymitglieder bewundern dürfen. Eine weitere Anlehnung an moderne Onlinerollenspiele gibt's beim Thema Spieltod - statt klassischem Gameover-Bildschirm werden wir zu Beginn des letzten Spielabschnitts wieder in die Landschaft gesetzt und dürfen versuchen, diesmal schlauer zu agieren als vorher.
Xenoblade Chronicles
Wer gerade mal keine Lust hat, der Hauptgeschichte zu folgen, sollte sich in den liebevoll gestalteten Städten und Dörfern umsehen: An jeder Ecke warten kleinere und größere Aufträge auf Euch, die Ruhm und Reichtum versprechen. Der Ruhm ist auch nicht ganz unwichtig, steigt Euer Ruf bei bestimmten Fraktionen, winken Euch verschiedene Vorteile. Helft ihr Euren eigenen Partymitgliedern, könnt ihr sogenannte Harmoniegespräche führen, die tieferen Einblick in das Seelenleben Eurer Freunde erlauben und sich nicht zuletzt sogar positiv auf die Kampfmoral Eurer Truppe auswirken. Wer nicht mal Lust auf Nebenquests hat, der kann sich dem sammeln, grinden und craften widmen, oder seine Waffen und Ausrüstung verbessern.
Quelle: Nintendo
Xenoblade Chronicles
Das klingt danach, als könne man viel Zeit im Spiel verbringen - genau so ist es. Wir würden sagen, es gab in dieser Konsolengeneration tatsächlich nur eine handvoll RPGs, die sich in Bezug auf Spielumfang mit Xenoblade Cronicles messen können. Für die Hauptquest würden wir locker 60-70 Stunden veranschlagen, wer sich auch abseits der Hauptpfade mit dem Spiel amüsieren möchte, sollte schon mal Urlaub einreichen - leicht über 100 Stunden sollten drinnen sein, ohne das die Beschäftigung mit dem Game langweilig werden würde.
Quelle: Nintendo
Xenoblade Chronicles
Auch der Soundtrack zählt zum besten, was man die letzten Jahre aus dem Japano-RPG-Genre lauschen durfte - zwischen Klassik und Rock ist alles geboten, und wirkt doch wie aus einem Guss. Die Bildschirmtexte sind allesamt auf deutsch übersetzt, die englische Sprachausgabe ist synchron und stimmig, allerdings ungewohnt in altenglischem Stil vorgetragen: Geschmackssache, originell allemal. Noch ein letzter Punkt zum Abschluss: Man darf frei speichern - keine Speicherpunkte weit und breit. Und das in einem JRPG, und auf der Wii. Ich habe eine klitzekleine Träne der Rührung im Auge.
