Eine kunterbunte Comicwelt und niedliche Charaktere bedeuten noch lange kein leichtes Spiel.
Ordentlicher Umfang und Technik
Zack & Wiki: Der Schatz von Barbaros
Sieht man von der Zeichentrickverpackung mal ab, offeriert uns "Zack & Wiki" ein ausladendes Abenteuer, dass sich über 24 zwar oftmals sehr kleine, dafür aber trickreiche Levels erstreckt. Nicht selten verliert man sich in einem fast nur bildschirmgroßen Abschnitt mehrere Stunden, bis man völlig ungläubig ein absolut logisches Rätsel geknackt hat. Hinterher ist man halt doch schlauer und langt sich sprichwörtlich an den Kopf. Trotz der geringen Anzahl an Welten ist der Titel mit Sicherheit nicht an einem Wochenende durchgespielt. Allein der recht hohe Schwierigkeitsgrad der Knobelaufgaben, der zudem im weiteren Verlauf ordentlich ansteigt, verhindert ein flinkes Durchleben der Geschichte. Darüber hinaus bieten Rekordtabellen, umfangreiche Bibliotheken und zahlreiche Sammlerextras zusätzlichen Spielspaß.
Zack & Wiki: Der Schatz von Barbaros
Ein kleiner Plot um Captain Barabaros sowie einer geheimnisvollen, konkurrierenden Piratenbraut hält den Spielverlauf zusammen. Dieser führt Zack durch zahlreiche Themengebiete wie den pflanzenbewucherten Dschungel, von Lava durchzogene Landschaften sowie einige frostige Gebirge. Stets hat man aber das erstrebenswerte Ziel der Schatztruhen vor Augen und arbeitet sich kontinuierlich durch die abwechslungsreichen Welten. Einige kleinere, teils witzige Dialoge lockern das Geschehen jedoch auf und geben dem glühenden Gehirn eine verdiente Verschnaufpausen. Leider umsäuselt eine eher als Fantasiegebrabbel zu bezeichnende Sprachausgabe unsere Ohren, aus dessen Kauderwelsch selten mal ein "Hey" oder "Allright" herauszuhören ist. Eine ordentliche Sprachausgabe hätte den unterschiedlichen Charakteren sicherlich deutlich mehr Charme verliehen.
Zack & Wiki: Der Schatz von Barbaros
Der schon oft angesprochene Zeichentrickstil ist letztendlich eine Geschmacksfrage. Optisch richtet sich der Titel an ein jüngeres Publikum, daher wird das Kind im Manne gefragt sein. Denn spielerisch hat man ein recht hohes Niveau erricht, das mitunter auch recht herausfordernd, ja gar frustrierend werden kann. Doch auch wenn die Comicgrafik eine Frage der persönlichen Vorlieben ist, so kann man durchaus nicht abstreiten, dass die Geschichte, die Charaktere und auch die Level sehr stimmig umgesetzt wurden: Abwechslungsreich, mit viel Charme und vor allem auch zahlreichen Details. Pflanzen umsäumen die Gebirge, einige Vögel kreisen am Horizont und nette Effekte wie zum Beispiel Hitzeflimmern sorgen für einen durchaus attraktiven Schmaus. Die Wii ist sicherlich zu mehr imstande, doch letztendlich schafft "Zack & Wiki" ein sehr gelungenes Ambienten für das putzige Piratenabenteuer.
