Mit Battlefield 4 kommt die Serie auf Next-Gen-Konsolen endlich da an, wo der PC schon seit Jahren schlummert: Im Multiplayer-Himmel. Auf Xbox One und Playstation 4 gibt es 64 Spieler, den Commander-Modus und tolle Grafik. Wir haben bei DICE die PS4-Version testen können und mit dem PC verglichen. Wie nah kommt das Konsolen-Erlebnis an das Original ran? Erfahrt es in unserem Test!
Auf dieser Seite
Der Abstand zum PC sinkt
Quelle: Gamezone
Battlefield 4 im Test: Screenshot vom PC
Egal ob Playstation 4 oder Xbox One, beide Next Gen Konsolen sehen in etwa gleich aus. Ob die Grafik wirklich native 1080p ausgibt, ist nicht klar. Auf Basis unserer Beobachtungen vor Ort mutmaßen wir eher nein. Die Next-Gen-Konsolen skalieren anscheinend ein Signal zwischen 800p und 900p auf FullHD hoch. Dafür läuft Battlefield 4 jedoch mit flüssigen 60 Frames. Das lohnt sich im schnellen Multiplayer.
Optisch machen alle Versionen was her. Egal ob es nun wunderschöne Lichtsettings sind, wie etwa Sonnenstrahlen, die sich in der ekligen Plörre in einem überschwemmten Haus spiegeln, oder Regenkarten, die Wisch- und Blureffekte erzeugen. Der Abstand zum PC sinkt deutlich. Es wäre aber auch übertrieben zu behaupten, man erkenne gar keinen Unterschied. Auflösung, Detailgenauigkeit, Bildschärfe, Farben und Kontraste... Am PC allesamt besser! Manche, vor allem dunkle Szenen in der Kampagne sehen auf Konsolen richtig verwaschen aus, während der PC ein kristallklares Farbfeuerwerk abbrennt. Und wer sich Gestrüpp und Vegetation ansieht, erkennt die deutlich niedriger aufgelösten Texturen auf Konsole. Die übertüncht diese ressourcensparenden Details durch Unschärfefilter. Von weitem fällt einem dann nicht auf, dass Gräser ein einziger Texturmatsch sind. Wer jedoch nah rankommt, erkennt unscharfe Kanten.
Überraschend: Selbst auf den Current-Gen-Konsolen Xbox 360 und Playstation 3 sieht Battlefield 4 noch relativ hübsch aus. Die Effekte haben die Macher natürlich runtergeschraubt. In Baku sind beispielsweise auf Xbox 360 keine tausend Vögel in der Luft. Aber durch hübsche Beleuchtung entsteht zumindest ein hochwertiger Gesamteindruck. Richtig schade ist hingegen, dass wieder nur maximal 24 Spieler auf einem Server zusammen spielen dürfen. Das ist der auffallendste Unterschied zur Next-Gen-Version und ein richtiger Downer. Wer trotzdem den einen Monat Wartezeit mehr nicht aushält, kann seine Current-Gen-Version für 9,99€ auf eine Next-Gen-Version upgraden und sein Spielprofil mitnehmen. Immerhin!
Welche Next-Gen-Version soll's nun sein?
Quelle: Gamezone
Battlefield 4 im Test (16)
Große Unterschiede habe ich beim Vergleich zwischen Playstation 4 und Xbox One nicht feststellen können. Wenig überraschend spricht für mich jedoch das hochwertigere Gamepad der Playstation 4 für die Sony-Konsole. Viele haben in Stockholm über seichte Druckpunkte bei den Schultertasten gemeckert. Der rechte Button ist einfach nicht dafür ausgelegt, permanent gedrückt zu werden. Genau dort hat DICE aber die wichtige Markieren-Funktion gelegt. Eine Möglichkeit, die Tastenbelegung zu verändern gibt es nicht. Auf der Playstation 4 klappt daher das Teamplay grundsätzlich besser. Hier zählt aber auch persönliches Gusto zu den entscheidenden Faktoren.
Wer trotz allem auf Grafikpracht nicht verzichten will, wählt die PC-Version. Die sieht bekanntlich am besten aus, lässt sich am individuellsten anpassen und bietet Chatfunktionen, von denen Konsolen-Games nur träumen können.
Ein Manko ist allen Versionen gemein: Der Server-Browser im Battlelog ist vor Launch noch vollkommen unbrauchbar. Wer Server nach freien Plätzen sortiert, bekommt oft leere Server angezeigt, das Filtersystem will auch noch nicht so, wie es sollte. Dieser Fehler könnte aber auch noch an den frühen Testversionen liegen. Der Start könnte also durchaus problemlos verlaufen.
Und auch die Sound-Bugs des Vorgängers sind nach drei Jahren nicht beseitigt. Immer wieder fällt uns im Test der Sound aus, entweder komplett oder nur teilweise. Dass DICE das Problem nach so langer Zeit nicht in den Griff bekommt, ist ein kleiner Skandal für sich. Davon abgesehen liefert die Frostbite Engine eine der bassigsten und geilsten Soundkulissen aller Zeiten ab. Ein Tipp: Wer die Kampagne auf Englisch spielt, erspart sich die furchtbar deplatzierte deutsche Synchronisation.
