Bezüglich Umfang, Gameplay und Technik wird schlicht und ergreifend Spielekost auf höchstem Niveau geboten.
Current-Gen-Technik auf PS2, Next-Gen-Technik auf PS3 - genau so, wie es sein sollte
NBA 2K8
Um es gleich vorweg zu nehmen: PS3- und Xbox360-Umsetzung geben sich grafisch nicht viel. Damit dürfte auch klar sein, dass euch auf Sonys Next-Gen-Konsole eben genau die selbe optische Pracht wie auf der Xbox360 erwarten wird. Eben so klar müsste aber auch sein, dass die Playstation 2-Version damit nicht mithalten kann. Dies soll aber nicht heißen, dass der Current-Gen-Titel deshalb schlecht wäre. Weit gefehlt, denn im Rahmen der mittlerweile stark beschränkten Möglichkeiten haben die Entwickler doch noch einiges aus dieser altersschwachen Hardware herausgeholt. Sicher die Spielermodelle sind nicht so stimmig und realistisch wie auf der PS3, toll anzusehen sind sie trotzdem. Vor allem in der Animation der Spieler selbst merkt man über die Konsolengenerationen kaum einen Unterschied. Jede Bewegungsphase geht stimmig in die nächste über, d. h. die Abläufe sind nicht abgehackt sondern absolut flüssig. Flüssig ist übrigens die Performance im gesamten Spiel, d. h. Ruckler oder Framerate-Einbrüche werdet ihr nur sehr selten beobachten können, um nicht zu sagen, eigentlich nie.
NBA 2K8
Der wirkliche Unterschied zwischen den beiden Sony-Versionen ist - viele werden es schon ahnen - der Hintergrund. Während hier auf der PS2 zwar durchaus schön durchdesignte Hallen mit auch sich bewegenden Zuschauern geboten werden, geht die PS3-Umsetzung deutlich mehr ins Detail. Analog zur Xbox360 wurden hier Zuschauerrängen implementiert, die man so innerhalb des Videospielgenres Sport bisher kaum zu Gesicht bekommen hat. Praktisch jeder Fan wurde mit einem eigenen Programmcode ausgestattet und bewegt sich somit absolut autark. D. h. wenn ihr euch die Zeit nehmt, das Geschehen auf dem Court selbst mal unbeachtet lasst und euch nur auf die Besucher konzentriert, werdet ihr diese Selbständigkeit schnell sehen und wahrscheinlich erstmal gar nicht glauben können. Anzunehmen das dieser Realismus den Entwicklern einiges an Aufwand gekostet hat - wert war er es auf jeden Fall. Etwas solider gibt sich hingegen die Präsentation auf beiden Systemen. Unterstützt durch Statistikeinblendungen, diversen Zwischensequenzen und Wiederholungen wird zwar ein gewisses "wie im Fernsehn"-Gefühl erzeugt, allerdings hinkt die Qualität auch bei den Umsetzungen für die Sony-Plattformen doch deutlich hinter einem "NBA Live 08" her. Wie gehabt, fehlt hierbei einfach der gewisse Pep.
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Dieser Pep fehlt ganz sicher nicht dem ins Spiel integrierten englischen Reporter-Trio. Immer noch berichten sie im glasklaren Englisch über jede Gegebenheit, jede Situation und jede Entscheidung auf dem Court - und sie tun dies sehr dynamisch bzw. mit viel Emotion. Hört sich wirklich gut an, einziges Manko, man muss dem Englischen halt auch mächtig sein. Innerhalb des Spiels ist dies allerdings der einzige Bereich, welcher im Original belassen bzw. nicht ins Deutsche übersetzt wurde. Also keine Angst, der Titel kommt bei uns komplett lokalisiert in die Läden. Aber nochmals zurück zur Akustik. Die Moderation ist das eine, die Stimmung der Fans das andere. Diese sind nämlich nicht nur grafisch herausragend, auch stimmlich können sie einiges bieten. "Defence"-Rufe, wenn die Auswärtsmannschaft im Angriff ist, absolute Stille, wenn das Heimteam gerade an der Freiwurflinie steht. Genau so wie man es auch erwartet, so dringt es aus den Lautsprechern.
