Grafisch enttäuschend entwickelt sich auch das teambasierte Gameplay nur langsam, dafür online dann umso gewaltiger.
Online-Gameplay
Der Befehlshaber mit den auffälligen Antennen
Das Online-Gaming von Chromhounds ist definitiv das Herzstück des Spiels, ganz im Gegensatz zum unbefriedigenden Offline-Part. Denn neben der Möglichkeit diverse und unbewertete Spiele mit bis zu zwölf Spielern gleichzeitig auszutragen, ist es der "immerwährende Onlinekrieg" der aus Chroemhounds das Besondere macht. Ähnlich nämlich wie in "Mechaussault 2" gibt es online eine Weltkarte auf der die augenblicklichen Konflikte der drei Parteien dargestellt sind, bzw. welche Gebiete sie augenblicklich dominieren und wo eben Kämpfe stattfinden. Dazu gibt es ein News-System welches uns über die Vorgänge seit unserem letzten Besuch informiert sowie den wichtigen Teile-Händler, bei dem wir unser in den Schlachten verdientes Geld wieder in neue Teile für unseren Online-HOUND investieren. Und wenn wir eben unsere Spendierhosen anhaben, dann können wir unsere Nation, für die wir uns vor dem Beitritt am Online-Krieg entscheiden mussten, noch mit Geldmitteln helfen ums sie zu stärken.
Die so erforderlichen Schlachten bieten uns dieselben Spielvarianten die auch im freien Spiel verfügbar sind, plus diverser Missionen die man einzeln absolviert, nur mit dem Sinn Geld zu verdienen. Doch sind diese recht langweilig ausgefallen und beschränken sich darauf in der vorgegebenen Zeit möglichst viele Gegner zu Schrott zu schießen. Die richtige Herausforderung steckt natürlich in den "richtigen Schlachten" die man am besten gemeinsam mit seinem Team betritt. Denn menschlichen Gegnern, besonders solchen mit übermächtigen HOUNDS, kommt man am besten im Team bei. Nur wenn der Befehlshaber seine Aufgabe auch richtig erfüllt und die kämpfenden Einheiten an die richtigen Stellens schickt, hat man eine Chance zu gewinnen. Wobei es diverse Spielarten gibt, vom reinen Vernichten des Gegnerteams über die Einnahme des feindlichen Hauptquartiers bis hin zu Capture the Flag und weiteren Variationen der bekannten Prinzipien.
Der Späher markiert Ziele mit einer Leuchtkugel
Der Online-Mode von Chromehounds ist es der den Titel aus der Bedeutungslosigkeit hebt und bei dem die angekündigten taktischen Elemente auch wirklich zum tragen kommen. Nicht umsonst gibt es auch die große Überzahl an XBL-Achievements ausschließlich online zu erringen. Der Online-Mode ist es der einem die durchschnittliche Grafik, die üble Story und die sonstigen Stolpersteine im Spiel vergessen lassen, denn er besitzt tatsächlich das Potenzial uns immer wieder aufs Schlachtfeld zu führen. Besonders im Verbund mit Freunden im Team entfaltet das Spiel sein ganzes Spielspaßpotenzial auf das jeder Mechfreak so sehr gewartet hat. Nur Online kommt das typische Mechfeeling auf von den behäbigen und monströsen Kampfmaschinen die nie im Alleingang agieren, sondern nur im Verbund stark sind. Als Team wird man gezwungen auf die Vor- und Nachteile der spezifischen HOUNDS seiner Teammitglieder Rücksicht zu nehmen, ja sie für den eigenen Vorteil einzusetzen. Denn wenn der erfahrenste Spieler im mobilen COMBAS sitzt und die kämpfenden Spieler je nach Ausstattung ihrer HOUNDS richtig einsetzt, ist der Sieg schon fast sicher. Denn ein starker HOUND alleine ist nichts und lässt sich von einem miteinander agierendem Team leicht in die Falle locken. Aber ein eingearbeitetes Team, möglichst noch mit aufeinander abgestimmten HOUNDS damit jeder seine spezielle Aufgabe erledigen kann, ist praktisch unschlagbar.
