20 Topspieler, eine große Anzahl an Plätzen und 10 unterschiedliche Spielvarianten sorgen mit der guten Grafik für eine Top-Wertung.
"Tiger Woods PGA" zeigt wie Grafik aussehen sollte
Tiger Woods PGA Tour 07
Ohne Frage "Tiger Woods PGA Tour 07" auf der Xbox360 sieht wirklich klasse aus. Wenn man die einzelnen Kurse, samt Randbegrünung, Bunker und Greens sieht, ist man begeistert. Eigentlich könnte man sich sogar noch weiter aus dem Fenster lehnen und behaupten: "Tiger Woods PGA" ist grafisch und technisch derzeit wohl der beste EA-Sports-Titel auf dem deutschen Markt. Nicht nur das die bereits bekannten Plätze nochmals überarbeitet wurden, nein auch die neuen sind der Serie entsprechend detailliert integriert worden. Und Detailtreue war den Entwicklern wirklich wichtig. Da sieht man wechselnde Wetterbedingungen bzw. -stimmungen, sich im Wind bewegende Blätter oder voll animierten Zuschauerreihen. Es geht sogar soweit, dass man einzelne Grashalme betrachten kann. Überhaupt ist besonders die Spielfläche, also der Rasen, toll implementiert. Ob das nun der kurzgeschorene Fairway, das längere Rough oder das abschließende Green ist, alles kommt nicht nur optisch schön, sondern vor allem auch absolut realistisch rüber. In die selbe Kerbe schlagen die diversen Animationen der einzelnen Spieler, welche eigentlich durchwegs begeistern können. Sowohl die Schläge selbst, als auch die Jubel- bzw. Frustszenen nach der erfolgreichen oder weniger erfolgreichen Durchführung derselben sind richtig sehenswert. In punkto Präsentation gibt sich "Tiger Woods PGA Tour 07" für die Xbox360 bei weitem nicht so zurückhalten, wie man das bisher von der Serie gewohnt war. Da werden alle Turniere mit Intros vorgestellt und EA Sports-typisch gibt es diverse Zwischensequenzen bzw. Statistikeinblendungen. Deutlich dynamischer zeigt sich auch das Menü, in welchem man als Zeitvertreib immer die Möglichkeit hat, seine Schläge auf einen Übungsparcour zu verbessern. Insgesamt ist die allgemeine Spielgestaltung aber trotzdem nicht überladen, sonder sehr zweckmäßig - auch wenn man eine gewisse Zeit braucht, hinter den einzelnen, nicht unbedingt aussagekräftigen Punkten, das zu finden, was man wirklich sucht. Insgesamt kann sowohl die grafische, aber vor allem auch die technische Seite des Titels begeistern. Keine Performanceprobleme, Framerate-Einbrüche oder gar auffallende Ruckler - alles läuft "butterweich" und genau so, wie man sich das bei einem Next-Gen-Produkt auch vorstellt.
Solider Sound und keine Lokalisierung
Tiger Woods PGA Tour 07
Sehr solide geben sich auch die integrierten Golf-Kommentatoren. David Feherty und Gary McCord analysieren aufs genaueste im glasklaren Englisch jeden Schlag und seine Auswirkung. Auf Dauer bemerkt man aber auch bei diesem Duo den nervigen Wiederholungseffekt. Auf dem selben Level bewegt sich auch die Geräuschkulisse der meist zahlreich anwesenden Fans. Da hört man lauten Jubel, wenn ein direkter Schlag aufs Green oder gar ein langer Putt gelingt, enttäuschtes Raunen, wenn mal wieder der Ball im Wasserhindernis untergeht, oder einfach nur Vogelgezwitscher. Einzig die etwas schwache Koordination zwischen Sound und dem eigentlichen Spielgeschehen kann man hier negativ anmerken. Des öfteren setzt der Jubel / das Raunen viel zu spät ein und manche Aktionen sind schon längst beendet, bevor es die Soundengine endlich mitbekommt. Ein klassischer Fall für die Todo-Liste zu "Tiger Woods PGA Tour 08". Auf diese gehört auch die fehlende Lokalisierung. Obwohl man es von der Serie seit Jahren gewohnt war, dass das Spiel komplett in Deutsch abläuft, ist dies heuer unverständlicherweise nicht mehr so. Warum auch immer, Electronic Arts hat sich sämtliche Kosten in diese Richtung gespart. Für euch Spieler bedeutet dies, dass bei fehlenden Englischkenntnissen die etwas textlastigeren Modi, wie etwa die Karriere, schwerer zu beherrschen sind.
