Hack and Slay RPGs gibt es noch nicht viele für WII, aber Alien Syndrome hilft dem mageren Angebot auch nicht weiter.
Minispiele des Grauens
Alien Syndrome
Die obligatorischen Minispiele dürfen ebenfalls nicht fehlen. An einigen Stellen finden sich Geräte, mit denen man Abseits des Levelaufstiegs seine Werte verbessern kann. Dafür müssen aber äußerst nervige Minispiele absolviert werden, die ihr wahrscheinlich erst nach dem 10 mal einigermaßen drauf haben werdet, weil ihr trotz Erklärung schlicht nicht wisst, was genau zu tun ist. Auch Kisten mit wertvollem Inhalt lassen sich nur per Minispiel mit der Wii-Remote öffnen. Das dumme ist, dass das jeweilige Minispielchen jeweils nur einmal in Angriff genommen werden darf. Oft kommt es sogar vor, dass sich dadurch auch noch eure Charakterwerte verschlechtern können. Absolut überflüssiges Feature, bei dem man scheinbar auf Alien komm raus irgendwie die Wii-Steuerung besser einbauen wollte. Wenn ein Minispiel schon unbedingt sein muss, dann doch bitte etwas intuitiver.
Während des Test kam erschwerend hinzu, dass die Kamera, vor allem in engeren Gängen, komplett verrückt spielte und sich unkontrolliert im Kreis drehte, obwohl wir die Wii-Fernbedienung mittig gehalten haben. Abhilfe schaffte da nur der kurzeitige Aufruf des Menüs. Allerdings trat dieser Bug sehr häufig auf und machte das Spiel zwischenzeitlich unspielbar. Auch ist die Kamera trotz dreier Zoomstufen viel zu nah am Geschehen positioniert, weswegen die Übersicht sehr darunter leidet und Gegner relativ spät auf dem Bildschirm zu sehen sind.
The PSP strikes back
Was hat denn die PSP in der Überschrift verloren? Eigentlich wird ja so einigen Wii-Spielen nachgesagt, sie wären doch nur PS2-Ports mit einer anderen Steuerung. Dementsprechend würden sie auch wie ein PS2-Spiel aussehen. Bei Alien Syndrome tun sich ganz andere Dimensionen auf, weswegen man fast schon verführt sein könnte die gebotene Grafik mit der Leistung des Sony Handhelds zu vergleichen. Zufällig ist Alien Syndrome ja auch für die PSP erschienen. Die Auflösung erhöht, das Kantenflimmern minimiert und etwas an den Texturen geschraubt? Sollte in etwa hinkommen. Ansonsten sind die einzelnen Level furchtbar monoton und detailarm erstellt worden. Ein Geübter Leveldesigner dürfte mit einem Editor für jeden Abschnitt schätzungsweise 30 Minuten gebraucht haben, zumindest sieht es danach aus. Dunkle, grau/braune, rechteckige Umgebungen dominieren das triste Bild von Alien Syndrome. Ab und an finden sich willkürlich irgendwelche Computerterminals in der Umgebung verteilt, die eigentlich auch nichts anderes als Rechtecke mit einer undetaillierten Texturtapete darstellen. Lieblos und langweilig, was auch die polygonarmen Gegner betrifft.
Nur das bunte Lichtblitzgezuckel der Waffen kann sich zunächst sehen lassen. Zugute halten kann man dem Titel auch noch, dass er trotz der Gegnermassen stets flüssig läuft. Kantenflimmern ist ebenfalls kaum zu vernehmen. Sound? Ja den gibt es auch. Die englische Sprachausgabe mit deutschen Untertitel ist ordentlich. Die belanglose Sci-Fi Musik geht schnell im Schlachtenlärm verloren, und das ist auch gut so.
