Summer Athletics im Gamezone-Test

Test Sandro Odak

In Summer Athletics warten über 25 sportliche Disziplinen darauf, uns den Schweiß aus den Poren zu treiben.

Olympia steht uns kurz bevor. Das merkt man im Fernsehen, durch entsprechende Vorberichterstattung im Printbereich und natürlich in der Gamer-Szene. So veröffentlichten gleich zwei Publisher passend zu den Spielen im fernen China Spielumsetzungen, in dem die Thematik des athletischen Sommersportes behandelt wird. Während Beijing 2008 dabei das offizielle Spiel zur Olympiade 2008 in Peking ist, kann Summer Athletics eine solche Lizenz leider nicht aufweisen und muss daher auf bekannte Gesichter, Standorte und Namen verzichten. Man könnte meinen, dass das schon Grund genug ist um außer Konkurrenz für das Lizenzspiel zu laufen, doch Vorsicht! Es ist genau anders herum. Denn mit Summer Athletics liefert dtp ein grundsolides Sportspiel ab, dass im Einzel-, vor allem aber Multiplayer, einigen Spaß bietet und Material für jung und alt ist. Nachdem wir euch kürzlich schon etwas von den Xbox360 und PC Versionen erzählen konnten, steht heute die Wii-Variante samt angenehmer Wiimote-Steuerung auf dem Gamezone-Prüfstand

"Mit Summer Athletics geht es wieder sportlich zu in heimischen Wohnzimmern." - So wird zumindest für das Spiel aus dem Hause 49Games geworben. Und der Titel hält was er verspricht, so sind einige Runden Sommersport mit Wii-Remote und Nunchuk sind wahrlich schweißtreibend, zumindest für ansonsten verwöhnte Spielredakteure wie wir es sind.

Summer Athletics Summer Athletics Zur Auswahl stehen uns in Summer Athletics unter anderem Einzelevents, bei denen man zwischen den Sportarten Schwimmen, Turmspringen, Springen, Werfen, laufen, Bogenschiessen und Radrennen wählen kann, welche noch weiter in Unterkategorien unterteilt sind. So steht man beispielsweise in der Kategorie Springen vor der Möglichkeit, ein Stabhochsprung-, Hochsprung-, Dreisprung- oder Weitsprungmatch zu starten. Diese Unterteilung ermöglicht zum einen eine hohe Anzahl an unterschiedlichen Disziplinen, zum anderen aber eine leichte Zugänglichkeit zu den verschiedenen Sportarten, da sich im Prinzip die Spielweise der einzelnen Spiele nicht großartig unterscheidet.

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Summer Athletics Summer Athletics Neben Einzelherausforderungen haben wir jedoch auch die Möglichkeit, Turniere zu bestreiten, in denen es gilt eine bestimmte Anzahl an Disziplinen gegen computergesteuerte Konkurrenten zu bestehen. Diese Turniere sind unterschiedlich zusammengestellt und können teilweise sogar komplett selbst erstellt werden, um beispielsweise den "Samstag-Abend-mit-Freunden-auf-der-Couch"-Cup zu erstellen. Gespielt werden können die Turniere wie auch Einzelmatches entweder alleine oder mit bis zu 3 weiteren Mitspielern im Splitscreen oder Hotseat-Verfahren, bei dem man den Controller nach jeder Runde weitergibt und die Ergebnisse verglichen werden.

Summer Athletics Summer Athletics Der dritte und damit letzte Modus ist schließlich der Karriere-Modus, in dem man seinen eigenen Charakter erstellen und nach seinen Vorstellungen mit einigen Einstellungen modellieren kann. Zudem levelt man den Sportler in den Skills Kraft, Sprungkraft, Ausdauer, Geschwindigkeit und Technik auf und kann nach jeder bestandenen Herausforderung Punkte in die verschiedenen Eigenschaften vergeben, um den Athleten zu verbessern und vor allem wettbewerbsfähiger zu machen. Gefallen hat uns hierbei vor allem die Abwechslung die durch die verschiedenen Disziplinen aufkommt, dadurch wird verhindert dass man seinen Charakter nur in einer Eigenschaft ausbaut und erzwingt förmlich die Auseinandersetzung mit den verschiedensten Disziplinen, was ein ausgewogenes Gameplay ermöglicht.

Na, ne Runde werfen?

Summer Athletics Summer Athletics Doch wie es so oft bei Sportspielen geschieht, artet eine Singleplayer Partie Summer Athletics meist nur in humorlosen Fingerkrämpfen aus, die zu Beginn ansetzende Begeisterung über die gelungene Umsetzung hält sich nicht lange. Wer will schon allein auf der Couch sitzen und wie ein Irrer Wiimote und Nunchuk in die Höhe reißen und herumwirbeln? Richtig... Niemand! So richtig Spaß macht Summer Athletics erst, wenn man mit Freunden vor der Flimmerkiste sitzen kann und gegeneinander antritt. Erst hier entfaltet die schweißtreibende Spielerei ihren wahren Spielspaß, man will schneller, höher, besser sein als der vertraute Kollege, bei dem man seinen Triumph im Gegensatz zu den Pixelgegnern wirklich ausleben kann.

Summer Athletics Summer Athletics Das Spielprinzip ist grundlegend einfach und logisch aufgebaut: Entweder müssen wir in einer Art Quicktime-Event Wiimote und/oder Nunchuk zum richtigen Zeitpunkt hochreißen, um beispielsweise beim Hochsprung Anlauf zu nehmen oder aber erhöhen unsere Geschwindigkeit durch rhythmisches Auf- und Abbewegen von Wiimote und Nunchuk oder durch mehr oder minder kontrolliertes Schwingen der Remote. Auch die realen Bewegungsabläufe werden teilweise nachgeahmt, so beispielweise beim Hammerwurf, dem wir durch kreisförmige Bewegung des Controllers Schwung verleihen. Während die Steuerung auf Xbox360 und PC schon teilweise anstrengend war und wilde Tasten-Kombos fast schon Krämpfe in den Händen auslösten, überzeugt die Wiisteuerung durch leichte Zugänglichkeit und Handhabe. Schnell erlernbar und teilweise intuitiv bringt Nintendos Partykonsole so die Pfunde zum purzeln. Was jedoch sehr negativ auffiel ist die Tatsache, dass die Steuerung manchmal ein wenig unakkurat arbeitet, und Bewegungsabläufe nicht so portieren kann, wie sie ausgeführt wurden. Vor allem beim Schwung holen der Wurf-Disziplinen gab es so manchmal kleine Probleme.

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