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Sacred 2: Fallen AngelPC-Review von Markus Ridder (14.11.2008)Mit weltweit mehr als zwei Millionen verkauften Exemplaren gehören „Sacred“ (2004) und das dazugehörige Addon „Underworld“ (2005) zu den erfolgreichsten Produktionen aus hiesigen Landen und gleichzeitig zu den erfolgreichsten Action-Rollenspielen überhaupt. Teil 1 – ein Gemeinschaftsprojekt der deutschen Entwicklerhäuser Ascaron und Studio II Software GmbH – erntete bei seiner Erstveröffentlichung vor mehr als vier Jahren gute Kritiken und erhielt darüber hinaus zahlreiche Auszeichnungen, so u.a. den Award des PC-Magazins GameStar, den Titel „Rollenspiel des Jahres 2004“ (PC Gamer) und den „Deutschen Entwicklerpreis“. Grafisch schlug „Sacred“ sein Quasi-Vorbild „Diablo 2“ um Längen. Spielerisch gelang dies jedoch nicht. Vor wenigen Wochen erschien nun der von vielen Genre-Fans lang erwartete Nachfolger mit der mythischen Bezeichnung „Sacred 2: Fallen Angel“, der sich erneut anschickt, den Genre-Thron zu besteigen. Get the Flash Player to see this player. ![]() Sacred 2: Fallen AngelFür welche Seite und welchen Charakter sich der Spieler entscheidet, hängt im Wesentlichen von seinen persönlichen Vorstellungen und Vorlieben ab. Wer eine Schwäche für Pfeil und Bogen, Pusterohre, Natur-Magie und ähnlichen Hokuspokus hat, für den ist die Dryade wahrscheinlich erste Wahl. Wer es etwas Technologie-lastiger mag, dürfte mit dem Tempelwächter gut beraten sein. Unser Blick fällt unweigerlich auf die Hochelfe. Aber mit Dolly-Buster-Brüsten und lackierten Fingernägeln möchte man(n) dann doch nicht für die gesamte Dauer der Kampagne durch die Landschaft stiefeln, drum entscheiden wir uns für einen weniger subtilen Charakter, der unserem Naturell eher entspricht: dem Schattenkrieger. Mit Knüppeln, schweren Äxten und Schwertern ausgestattet, gibt er den idealen Hau-Drauf-Typen ab. Außerdem kann der untote Soldat verstorbene Kameraden zu seiner Unterstützung anfordern und ist auch sonst ein extrem starker Kämpfer, mit dem man sich besser nicht anlegen sollte. Steht ein Blümelein am Waldesrand… ![]() Sacred 2: Fallen AngelJe nach gewähltem Charakter und im Anschluss an eine Sequenz, die dessen Vorgeschichte kurz erläutert, starten wir die Kampagne an unterschiedlichen Ausgangspunkten. Um in der gefährlichen Welt von Ancaria bestehen zu können, benötigen wir Kraft und Fertigkeiten. Die individuellen Besonderheiten (z.B. die Zauberkünste der Hochelfe oder die Zielgenauigkeit der Dryade) sind der betreffenden Spielfigur schon automatisch mit auf den Weg gegeben. Dabei handelt es sich natürlich nur um grundlegende, individuelle Stärken und spezielle Eigenschaften, welche es genretypisch im Verlauf der Kampagne zu steigern und zu erweitern gilt. Die hierfür erforderlichen Erfahrungspunkte erwirbt man wie gehabt durch die Erledigung von Haupt- und Nebenquests. Davon gibt`s etliche im Spiel: bekannte und weniger bekannte, originelle und weniger originelle. Nach Herstellerangaben sollen es über 500 sein. Wir haben sie nicht gezählt. Aber die Zahl könnte locker stimmen. ![]() Sacred 2: Fallen AngelNach wenigen Minuten, nicht weit vom Startpunkt entfernt, erwartet uns bereits der erste Auftrag: Eine junge Bäuerin steht am Waldesrand. Sie möchte drei bestimmte Blumen von uns gepflückt haben. Soll das ein Scherz sein? Als ob man als Schattenkrieger nix Besseres zu tun hätte! Also teilen wir der Dorf-Schönheit auch gleich mit, dass es uns zu höheren Taten drängt und erhalten auch schon bald Gelegenheit dazu. Ein Soldat bietet uns 75 Goldstücke an, wenn wir dafür fünf Wegelagerer finden und erschlagen. Den Job machen wir doch gern – und sind wenig später im Besitz der Prämie. Anfangs, während der ersten Spielstunden, sind die Quests noch recht abwechselungsreich. Mal töten wir – gegen bare Münze, versteht sich - einen Wolf, der die Kuh des ortsansässigen Bauern gerissen hat, dann wieder besorgt unser Charakter auf Anfrage zehn Wildschweinfälle, sammelt Gelbfuß-Kräuter ein oder beschützt ein frisch verliebtes Paar auf dessen Heimreise vor missgünstigen Widersachern. Leider wiederholen sich auf Dauer viele der Aufträge, was zweifellos mit deren Menge bzw. der Anzahl der NPCs zu tun hat, die an (fast) jeder Ecke der großflächigen Spielwelt vorzufinden sind. Und spätestens nach dem ersten Dutzend aufgesammelter Trollfüße und der neunten erlegten Wildsau gerät die Motivation ins Wanken. Dass sie dennoch nie völlig erlahmt, hat mehrere Ursachen, wozu nicht zuletzt das süchtigmachende Spielprinzip, vor allem das Sammeln von Geld und Objekten und das Auf-Leveln der eigenen Spielfigur beiträgt. Darüber hinaus besteht jederzeit die Möglichkeit, Aufträge abzulehnen bzw. sich die interessantesten auszusuchen. Praktisch: Nach jeder absolvierten Quest wird automatisch schnellgespeichert. So soll`s sein. 1 | 2 | 3 | Nächste Seite >> |
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