Die Wii-Version von Overlord glänzt mit der gelungenen Steuerung und einem niedrigeren Schwierigkeitsgrad.
Erfrischende Steuerung
Overlord Dark Legend
Overlord: Dark Legend unterscheidet sich vom ersten Overlord-Spiel eigentlich in kaum einem Punkt. Dafür sorgt die sehr gelungen Steuerung für frischen Wind. Der Protagonist lässt sich bequem per Nunchuk lenken, währen die Schergen mit der Wiimote von einem Brennpunkt zum anderen kommandiert werden. Hält man den B-Knopf gedrückt, kann man die Truppe direkt mit dem Cursor durch die Gegend bewegen. Zwar bleibt der eine oder andere Scherge gerne mal stecken, durch den A-Knopf lässt sich die Truppe jedoch schnell wieder herbei rufen. Mit dem Steuerkreuz wählt man die einzelnen Schergentypen aus, was wunderbar funktioniert und sich taktisch einsetzen lässt. Lediglich die Kamerasteuerung ist ein wenig zu umständlich geraten. Immerhin kann man den Blick auf Knopfdruck wieder zentrieren. Selbst die Menüs, zu denen unter anderem die Weltkarte oder das Auftragsbuch gehören, lassen sich schnell mit der Wiimote bedienen.
Pixelige Fantasy-Welt
Overlord Dark Legend
Technisch hinkt Overlord: Dark Legend sogar dem ersten Teil auf der Xbox 360, der PlayStation 3 und dem PC weit hinterher, was eigentlich nicht anders zu erwarten war. Matschige Texturen, deutlich bemerkbare Pixeltreppen, viele Ruckler bei größeren Kämpfen, Pop-Ups, Clipping-Fehler und eine sehr niedrige Sichtweite machen nicht den aller besten Eindruck. Dennoch wirkt die malerische Fantasy-Welt wie aus einem Guss und lässt die vielen Defizite größtenteils vergessen. Im Laufe des Abenteuers bekommt man aus optischer recht viel Abwechslung. Auch der Sound zieht uns gelungen in die Märchenwelt hinein. Während im Hintergrund die passende Musik dahin plätschert, freuen wir uns über die herrliche, englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln, die allerlei schräge Akzente zu bieten hat. Dafür muss auf deutsche Stimmen verzichtet werden.
