Deadly Premonition im Gamezone-Test

Test Goreminister

Definitiv der beste Trash"Top"-Titel dieser Generation. Alan Wake und Silent Hill treffen auf Onechanbara in Twin Peaks!

Die Schöne und das Biest

Deadly Premonition Quelle: Rising Star Games Deadly Premonition Eine Analogie die durchaus zutrifft, denn obwohl Deadly Premonition technisch unterirdisch miserabel ist, muss man es doch irgendwie lieb gewinnen, wenn man nur ein wenig für Horror-Survival und Open World Spiele übrig hat. Schlechtere und grobkörnigere Texturen die zudem noch gnadenlos verwaschen sind, habt ihr sicherlich lange nicht gesehen und auch die Animationen der einzelnen Figuren wirken starr und wenig ansehnlich. Der Aufbau der Umgebungen geht zudem äußerst langsam vonstatten. Hier und da poppen Gegenstände aus dem Nichts auf und die generelle Umsetzung der Umgebungen ist mehr als trist und leblos. Selbst auf den Straßen von Greenvale trifft man nur selten Passanten oder andere Fahrzeuge an, doch dafür ist das Gebiet recht groß, wenn auch nicht komplett frei begehbar, da uns unsichtbare Wände immer wieder hindern weitere Erkundungstouren zu unternehmen. Abgerundet wird die Symphonie des Trashs durch manch unglückliche Kameraeinstellung, einer eher kantigen und hakigen Steuerung, sowohl der ein oder anderen schrecklich inszenierten Zwischensequenz, während andere wiederum für die nötige Stimmung sorgen und den schizophrenen Charakter des Spiel zu unterstreichen wissen. Dennoch kann man sagen dass Deadly Premonition so hundsmiserabel ausfällt, dadurch aber fast schon wieder gut ist, gerade weil das Balancing äußerst gut ist und uns das Spiel eine Menge Variation bietet. Ein Prädikat dass sicherlich nicht wirklich viele Spiele erhalten.

Deadly Premonition Quelle: Rising Star Games Deadly Premonition In Bezug auf die Dialoge legt das Spiel einen ebenso großen Spagat zwischen gut und schlecht hin wie der Rest des ganzen Schauspiels. Hört man sich zum Beispiel die Synchronisation an so wird man feststellen, dass diese für einen Budget-Titel recht gut ausgefallen ist, auch wenn wir bei der deutschen Version nur eine englische Sprachausgabe samt Untertiteln geboten bekommen. Yorks Selbstgespräche sind mitunter sehr spaßig inszeniert und die Dialoge zwischen ihm und den Bewohnern von Greenvale oftmals ebenso ernsthaft, wie schreiend komisch. Muss man in der einen Sekunde über manchen Spruch von York schmunzeln, so wird man im anderen Moment von seinen akribisch klingenden Profilanalysen und Bemerkungen während den Tatortbegehungen überrascht. Die Soundeffekte hingegen kann man durchgehend als nervig und mittelalterlich bezeichnen. Die Schussgeräusche der Waffen klingen zum Beispiel ebenso grausam wie die Motorengeräusche der Wagen die man mit seinem Mund hätte besser imitieren können. Musikalisch hingegen erwarten uns melancholische und herrlich schöne Musikstücke, die immer wieder von verzerrten Jazz-Pop Klängen, samt nervigen Saxophon-und Pfeifeinlagen unterbrochen werden und das wirsche Bild weiter komplettieren. Irgendwie passt das alles nicht zusammen, aber dann irgendwie doch. Euch erwarten eher slapstickartige Einlagen und todtraurige Melodien, die aber verwunderlicher Weise nebeneinander bestehen können.

Meinung

Wertung zu Deadly Premonition (X360)

Wertung:

4.9 /10
Pro & Contra
Abgedrehte, aber spannende StoryÜberzogene aber mehr als passende CharaktereYork Morgans Selbstgespräche mit ZachVielschichtiges Gameplay zwischen Open World, Survival Horror und AdventureStreckenweise herrlich melancholischer SoundtrackUngeheurer Umfang der euch Stundenlang beschäftigtTonnen an NebenmissionenÜberraschende Gameplay-Twists(Fast) frei begehbare Stadt GreenvaleUrkomisch, Sarkastisch, Ernst und Nervig zugleichFür einen schmalen Kurs erhältlich
Grottenschlechte GrafikDie wohl übelsten Texturen dieser GenerationStockende AnimationenTeils unfassbar miese SoundeffekteVerkopfte Jazz-Pop Klänge, die nerven könnenDiverse unnötige Längen
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