Deadly Premonition im Gamezone-Test

Test Goreminister

Definitiv der beste Trash"Top"-Titel dieser Generation. Alan Wake und Silent Hill treffen auf Onechanbara in Twin Peaks!

Habt ihr schon einmal etwas vom Spiel Rainy Woods gehört? Oder gar von Deadly Premonition? Viele von euch werden sicherlich unwissend den Kopf schütteln doch dies ist nicht weiter verwunderlich, da das Spiel ohne großes Tamtam veröffentlicht wurde und ganz still und leise als Budget-Titel in die Ladenregale wanderte. Nachdem das Spiel auf der Tokyo Game Show 2007 unter dem Titel Rainy Woods und als Multiplattform-Titel angekündigt wurde, teilten die Entwickler im darauf folgenden Jahr mit, dass man weitere Änderungen vornehmen möchte, weswegen wir erst jetzt in den Genuss des Spiels kommen. Aber worum dreht es sich in Deadly Premonition und was für eine Art von Gameplay habt ihr zu erwarten? Tja, das ist eine schwierige Frage doch einleitend können wir euch verraten, dass dieses Open World-3rd Person-Survival-Horror-Adventure-Gemisch eines der besten schlechtesten Spiele dieser Konsolengeneration ist und es nichts vergleichbares gibt oder jemals zuvor gegeben hat.

Nennen sie mich York ... Jeder nennt mich so

Deadly Premonition Deadly Premonition In Deadly Premonition schlüpft ihr in die Rolle des kettenrauchenden und kaffeesüchtigen FBI-Profilers Special Agent Francis York Morgan, den es in das abgeschiedene Städtchen Greenvale verschlägt. Dort soll er den Mord an der jungen Anna Graham untersuchen, der die lokalen Behörden vor einige Rätsel stellt. Da er ein Spezialist auf diesem Gebiet ist, nutzt er den "Landausflug", um seine Mörderstudien zu vertiefen und die Bluttat aufzuklären. Doch als er in der beschaulichen Kleinstadt ankommt stellt er schnell fest, dass es sich hierbei nicht um einen gewöhnlichen Mord handelt und unheimliche Dinge vor sich gehen, welche zu weiteren "Zwischenfällen" führen...

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Deadly Premonition Deadly Premonition Bis hierhin klingt die Story nicht wirklich ungewöhnlich oder herausragend. Aber wenn man mit einbezieht, dass Special Agent York eine gespaltene Persönlichkeit besitzt, die er Zach nennt, wird die Angelegenheit ungleich spannender. Zudem ist Mr. Morgan im Umgang mit der Bevölkerung oftmals überheblich und spricht auch in aller Öffentlichkeit ganz ungeniert mit seinem anderen Ich, weswegen der Charakter als solches mehr als ungewöhnlich in Szene gesetzt wurde. Fühlt er sich unbeobachtet spricht Morgan natürlich ebenfalls mit Zach oder philosophiert während der Autofahrten über trashige B-Movies, denn auch in diesem Sektor kann er hervorragende Fachkenntnisse vorweisen. Manche dieser Selbstgespräche oder Dialoge mit den Dorfbewohnern, bzw. Sheriff George Woodman und seinem weiblichen Deputy Emily Wyatt schwanken hierbei zwischen schreiend komisch, ironisch, verwirrend und sachlich, weswegen der Spieler immer wieder ein Wechselbad der Gefühle durchlebt und sich manchmal nicht sicher ist, ob die Entwickler dies nun ernst meinen oder nicht. Davon abgesehen wirkt jeder der Charaktere, sei er noch so komisch oder mysteriös, durchdacht und ausgearbeitet, was besonders im späteren Verlauf des Spiels auffällt, da die Story als solche immer dichter und packender wird. Da begegnet man irrwitzigen Charakteren wie einem "mysteriösen Kapitalist" mit Gasmaske der nur in Reimen spricht, einem leicht homoerotischen Hilfssheriff oder einer debilen Hotelbesitzerin, welche sich allesamt nicht in die Schemen gängiger Archetypen pressen lassen. Und genau das macht Deadly Premonition in erster Distanz schon einmal irgendwie einzigartig, vor allem weil man unweigerlich an Protagonisten aus David Lynchs Filmen und natürlich aus denen in Twin Peaks erinnert wird. Auch wenn es hier und da längere Strecken zu überbrücken gilt in denen nicht allzu viel passiert, überrascht Deadly Premonition ohne Vorwarnung durch vertrackte Wendungen in Bezug auf die Grundstimmung und wechselt nach Belieben von fröhlich über verrückt bis hin zu melancholisch und ernst.

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