CPUs: Alles zu den neuen AMD Ryzen 5000 und allgemeine Prozessor-Kaufberatung
Special
AMD die ersten vier Prozessoren mit der neuen Zen 3-Architektur angekündigt: den Ryzen 5 5600X, Ryzen 7 5800X, Ryzen 9 5900X und Ryzen 9 5950X. In unserem Special erfahrt ihr alles Wichtige zu den neuen Prozessoren, zudem bieten wir auch eine Kaufberatung zu aktuellen CPUs für die Sockel AMD AM4 und Intel 1200 von 95 bis 390 Euro.
AMD Keynote vom 8.Oktober
AMD hat am Donnerstag in einer etwas mehr als 20 Minuten dauerndem Keynote Details zu den neuen Ryzen 5000er-CPUs bekanntgegeben. Wir zeigen euch die wichtigsten Informationen du den neuen CPUs und erklären euch auch, was man zu den Ryzen 5000-CPUs sonst noch wissen sollte. Zudem bieten wir eine CPU-Kaufberatung zu aktuellen empfehlenswerten Gaming-Prozessoren inklusive Tipps zum Kauf eines passenden Mainboards.
In diesem Artikel
Zen 3 - Ryzen 5000
Die neue Zen 3-Architektur steht also in den Startlöchern. Manch einer, der sich nur mit Desktop-PCs beschäftigt, wundert sich, warum mit den neuen AMD-Ryzen-CPUs nicht die 4000er-Reihe, sondern bereits die 5000er-Serie an den Start geht.
Quelle: AMD Keynote-Video
Übersicht zu den AMD Ryzen-Modellen 5600X, 5800X und 5900X aus dem Keynote-Video.
Denn die aktuell im Handel zu kaufenden Ryzen-CPUs gehören mit Modellen wie dem Ryzen 5 3600 oder Ryzen 7 3700X zur 3000er-Reihe. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass es im Notebookbereich schon seit längerer Zeit zahlreiche Ryzen 4000-CPUs gibt sowie auch für den Sockel AM4 die beiden nur wenig bekannten Desktop-Prozessoren Ryzen 5 Pro 4650G und 4750G. All diese CPUs basieren aber noch auf der Zen 2-Architektur, sie sind also nicht brandneu. AMD möchte die neue Zen 3-Architektur klar von diesen technisch nicht mehr taufrischen 4000er-Modellen abgrenzen und überspringt daher die 4000er-Namen für die Ryzen-Desktop-CPUs.
Doch welche Modelle hat AMD nun angekündigt? Insgesamt sind es vier neue Prozessoren mit Zen 3, die allesamt ab dem 5.November im Handel zu haben sein werden. Die vier Modelle haben sechs bis 16 Kerne und können durch SMT (pro Kern zwei Threads) entsprechend 12 bis 32 Threads verwalten. Preislich geht es ab 299 Dollar mit dem Ryzen 5 5600X los. Doch hier die vier ersten Zen 3-Modelle in einer kurzen Übersicht:
- Ryzen 5 5600X - 6 Kerne (12 Threads) mit 3,7 bis 4,6 GHz, 65 Watt TDP, 299 Dollar
- Ryzen 7 5800X - 8 Kerne (16 Threads) mit 3,8 bis 4,7 GHz, 105 Watt TDP, 449 Dollar
- Ryzen 9 5900X - 12 Kerne (24 Threads) mit 3,7 bis 4,8 GHz, 105 Watt TDP, 549 Dollar
- Ryzen 9 5950X - 16 Kerne (32 Threads) mit bis zu 4,9 GHz, 105 TDP, 799 Dollar
Zum Vergleich: Der vor allem in Sachen Preis-Leistung beliebte Ryzen 5 3600X kostete zu seinem Release 249 Dollar. Kompatibel zu den neuen Prozessoren sind aktuelle Sockel AM4-Mainboards mit 500er-Chipsätzen (A520, B550 und X570) sowie theoretisch auch ältere Mainboards, sofern der Hersteller ein entsprechendes BIOS-Update anbietet -dies ist bei MSI beispielsweise für einige Modelle mit einem 400er-Chipsatz der Fall. Natürlich hat AMD während der Keynote auch erste Informationen zur Leistung genannt. Betont hat AMD-CEO Lisa Su vor allem die Gaming-Eignung - dass AMD hier gut aufgestellt und engagiert sei zeige auch die Tatsache, dass die leistungsrelevante Technik der neuen Spielekonsolen Playstation 5, Xbox Series X und Xbox Series S von AMD kommt und auf Ryzen- sowie Radeon-Entwicklungen basiert.
Quelle: AMD Keynote-Video
Vergleich der Gamingperformance des Topmodells Ryzen 9 5950X mit dem Ryzen 9 3950X
Als Beispiel für die Gaming-Leistung zeigte AMD Vergleiche zwischen dem Ryzen 9 5900X und dem Ryzen 9 3950XT - die neue CPU liegt, wobei AMD mehrere Games als Vergleichswerte zeigte, mehr als 20 Prozent vor dem 3000er-Modell. Der Ryzen 5 5900X liegt zudem auch vor dem Intel-Mainstream-Spitzenmodell Core i9-10900K, obgleich es nur wenige Prozentpunkte sind und die Ryzen-CPU beispielsweise bei Battlefield V auch ein wenig schwächer als Intels CPUs ist, was AMD in der Präsentation anhand von Grafikkarten auch zeigte unter nicht unter den Teppich kehrte. Ein Kniff beim Aufbau der neuen CPUs, durch den die Spieleleistung laut AMD profitieren soll, ist die Tatsche, dass die einzelnen Kerne nun einen kürzeren und direkteren Weg zum Cache haben, was die ein oder andere Millisekunde bei den Frametimes von Spielen einbringen kann. Die IPC (Befehle pro Taktzyklus) liegt laut AMD um 15 Prozent höher als bei Zen 2. Wie die Leistung der neuen Ryzen 5000-CPUs genau aussehen wird, werden wir selbstverständlich in einem weiteren Special klären, das wir nach Release der Prozessoren anbieten werden. Doch wie sieht es aktuell aus? Welcher Prozessor kommt in Frage, wenn ihr aktuell einen neuen PC zusammenstellen oder den alten PC aufrüsten wollt? Das klären wir nun in unserer Kaufberatung zu CPUs, bei der wir zuerst einige allgemeine Tipps zu CPUs und Mainboards geben wollen, bevor wir euch die aktuellen CPU-Kaufempfehlungen geben.
