Actionloop im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Zwar keine revolutionär neue Idee, aber solid umgesetzte Rätselkost die mit ihrer hervorragenden Steuerung punktet.

Bei Actionloop, oder Magnetica, wie es in den USA heisst, handelt es sich im Grunde um einen Zuma-Klon. Wobei auch das nicht ganz stimmt, denn die Idee mit den bunten Kugeln die sich in verschiedensten Schleifen um das Schussgerät des Spielers schlängeln und aufgelöst werden wollen, gab es vorher schon, beispielsweise in Puzz Loop für den PC. Trotzdem hat das Spielprinzip bis heute nichts von seinem Reiz verloren, noch dazu wo uns Actionloop einige neue Gameplay-Elemente bietet sowie eine einzigartige Steuerung per Touchscreen.

Kampf dem Kugelverhau

Actionloop Actionloop Das Grundprinzip hinter Actionloop könnte einfacher nicht mehr sein, was bekanntlich das allgemeingültige Gesetz hinter erfolgreichen Knobel- und Puzzlespielen ist. Eine mehr oder weniger kompliziert geschwungene Schleife ist um das Abschussgerät in der Mitte des Spielfeldes gezogen. Auf ihr rollen Kugeln in den verschiedensten Farben dem Loch in der Mitte zu. Ziel des Spielers ist es, wenigstens drei, besser noch mehr, Kugeln der selben Farbe zusammen zu bringen, worauf sie sich auflösen. Dazu verwenden wir die "Kanone" in der Mitte, mit der wir die ebenfalls vorgegebenen Kugeln möglichst geschickt in die heranrollende Kette hinein schießen. Besondere Punkte gibt es wenn wir Combos auslösen, die Kette also so aufbauen, dass sich nach dem Auflösen der angepeilten Farbkugeln noch weitere gleichfarbige Kugeln treffen, die sich in der Folge ebenfalls auflösen können. Und um die Sache noch etwas abwechslungsreicher zu gestalten, gibt es diverse besondere Kugeln, wie Bomben oder Uhren.

Was Actionloop von seinen Genre-Kollegen unterscheidet ist die Steuerung per Touchscreen und Stift, denn statt die "Kanone" in die richtige Richtung zu drehen und dann auf Feuer zu drücken, lässt sich Actionloop komplett mit dem Stift steuern, nicht eine einzige Taste wird benötigt. Stattdessen schnippen wir die Kugeln mit dem Stift in die gewünschte Richtung, was nicht nur richtig Spaß macht, es funktioniert in der Praxis auch hervorragend. Praktisch nie verfehlt man sein Ziel, die Tochscreen-Steuerung wurde sehr gut umgesetzt.

Actionloop Actionloop Für den Spaß alleine bietet uns Actionloop drei verschiedene Spielvarianten an. Als klassisch darf man den "Marathon" bezeichnen, der langsam und mit nur wenigen Farben beginnt um dann Spiel für Spiel zuzulegen. Immer komplizierter werden die Schleifen und immer mehr Farben tummeln sich auf dem Spielfeld. Ziel ist es so lange als möglich zu überleben, um die maximale Punktzahl zu kassieren. Hinter dem "Denksport" hingegen verstecken sich vorgegebene Aufgaben die erfüllt werden müssen, ganze 60 Stück finden wir davon vor. Sie bieten uns recht unterschiedliche Rätsel die es teilweise ziemlich in sich haben. Zusätzlich gibt es alle 10 Missionen eine spezielle Boss- bzw. Bonusmission. Recht ähnlich geht es beim "Schachmatt" zu, wo uns isgesamt 50 verschiedene Aufgabe gestellt werden. Ziel dabei ist es die vorgegebene Kette in einer ganz bestimmten Reihenfolge aufzulösen. Wir dürfen also auch nicht zu schnell sein sondern müssen erkennen wie sich die Schlange exakt mit der letzten Kugel auflösen lässt. Als besondere Schwierigkeit ist eingebaut, dass man in diesem Modus keine Kugel verlieren darf, schnippt man eine aus dem Feld, gilt die Runde als verloren.

Der Kampf-Modus

Natürlich bietet uns Actionloop auch eine Spielvariation für zwei Spieler, allerdings wird dafür ein zweiter DS benötigt, wohingegen es uns eine spezielle Variation erlaubt mit nur einem einzigen Modul auszukommen. Zwar kann man dann nicht alle Felder spielen und es gibt auch Einschränkungen bei der Punkteanzeige, denn diese werden nur auf dem Gastgeber-System gespeichert, trotzdem kann man auch mit einem einzigen Modul ein vollwertiges Spiel spielen.

Actionloop Actionloop Allen beiden Möglichkeiten ist gleich, dass man sich gegenseitig "fiese Dinge" zuschustern kann. Denn tritt man gegen einen anderen menschlichen Spieler an und löst Combo-Ketten aus, bekommt der Gegenspieler diverse Störkugeln auf sein Spielfeld geschickt, wie im Wege stehende Säulen oder Rauchgranaten die ihm die Sicht versperren. Sehr praktisch dabei, dass im Mehrspieler-Mode der obere Bildschirm des DS benutzt wird um uns das gegnerische Spielfeld zu zeigen, so kann man seine Störkugeln noch besser terminieren und platzieren.

Rumble Pak inklusive

Actionloop Actionloop Als nette Zugabe befindet sich in der Actionloop-Verpackung das optionale Rumble Pak für den DS. Es hat die Form eines GBA-Moduls und ist in schwarzer Farbe gehalten. Ist es neben dem Actionloop-Modul im GBA-Schacht eingesteckt, nimmt es auch schon seine Arbeit auf, ohne dass wir dazu das Options-Menü bemühen müssen. Dabei "spüren" wir dieses nicht nur während des Spiels selbst, auch die Menüoptionen werden mit einem kurzen Ruckler bestätigt.

Da das Rumble-Pak exakt die Form eines GBA-Moduls besitzt, steht es, wie diese, leicht aus dem Gehäuse des NDS hervor. Besonders wenn man ein weißes Gerät besitzt fällt das schwarze Modul stark auf, stört aber nicht bei der Bedienung des Handheld. Trotzdem sollte man sich keine zu starken Kräfte erwarten, das Rumble-Pak verrichtet seine Arbeit eher unauffällig.

Meinung

Wertung zu Actionloop (NDS)

Wertung:

7.5 /10
Pro & Contra
Sehr gut funktionierende Touchscreen-Steuerunggroßer Umfangdurchdachte Aufgabenstellungendas mitgelieferte Rumble Pak
Im Grunde bekannte Kost
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