Alien: Isolation wird das Game, auf das die Alien-Fans weltweit schon so lange gewartet haben, versprachen uns die Entwickler vor dem Release. Nicht ohne den Hintergedanken, uns damit das unterdurchschnittliche Aliens: Colonial Marines vergessen zu lassen. Ob sie das Versprechen einlösen konnten, erfahrt ihr in unserem Test zum Titel.
Grafik & Sound
Quelle: Computec Media GmbH
Sicher kann man sagen, dass grafisch noch etwas mehr drinnen gewesen wäre. Allerdings muss man dann ebenfalls zugestehen, dass das Design der Sevastopol mehr als gelungen ist und besonders das überbordende Lichtspiel überall, es gibt kaum richtig hell ausgeleuchtete Räume, mächtig zur gruseligen Atmosphäre beiträgt. Das Highlight des Titels aber ist die Soundkulisse, nicht nur weil ausnahmslos original Sounds aus dem Film verwendet wurden, sondern auch weil diese ganz besonders geschickt ins Gameplay eingeflochten wurden. Natürlich erkennt man an vielen Stellen, dass das Getrampel oder das Ächzen des Metalls in dieser Situation nur Kulisse ist, aber schon um die Ecke kann das eben gehörte Knacken ein Unheil ankündigen, weswegen man immer auf der lauer sein und die Ohren spitzen sollte. Sehr gelungen ebenfalls wie die original orchestralen Stücke mit neuen Elementen verwoben wurden. Eben noch erinnert einem die Hintergrundmusik an eine bestimmte Szene im Film, doch schon Augenblicke später treiben uns neue hämmernde Rhythmen durch die Gänge. Dafür bietet die deutsche Synchronisation etwas Grund zum nörgeln. Nicht nur, dass sie nicht unbedingt lippensynchron abläuft, so mancher Satz wird schlicht falsch betont und an manchen Stellen wundert man sich über die Gefühlsschwankungen der Charaktere. Das ist nicht allzu schlimm, fällt aber auf. Ebenfalls schade ist, dass die gar nicht schlecht gemachten Zwischensequenzen so gerne Ruckeln und unter Tearing leiden. Zumindest auf PS4 und Xbox One ist dem so, die PC-Fassung lag mir nicht vor.
Frappierend an Bioshock erinnern die überall herumliegenden Audio-Logs, die irgendwie nicht ins Gesamtbild passen. Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber wo an Bord der Nostromo gab es noch Tonbänder? Diese werden auf alle Fälle dazu benutzt die Story etwas interessanter zu gestalten, was ihnen aber nicht so recht gelingt. Ganz besonders nicht, wenn man die Tonbänder an Stellen findet, wo man eigentlich so leise wie möglich sein möchte. Klar, da schalt ich doch gerne ein Tonband ein und höre mir die Sorgen der Ex-Besatzung an. Ähnliche widersinnig ist der Einsatz des Geräuschgenerators, ein Ding welches eigentlich dazu dienen soll irgendwo Lärm zu machen um andere Besatzungsmitglieder oder das Alien weg zu locken. Der Witz ist, das geht nur an den dafür vorgesehenen Stellen, woanders kann man ihn nicht einsetzen.
