Die genialen Ideen in Sachen Inventar und Physik-Spielereien stehen dem komplett fehlenden Gruselfaktor gegenüber.
Alone in the Dark
Weiterer (negativer) Punkt: Die cineastische Kameraführung. Wild wechselnde Kamerasichten sind zwar zur Zeit total In und begehrt, geklappt hat es ja auch schon in einigen Games, doch wenn sich kurz nach dem Sprung über ein großes Loch plötzlich die Perspektive um 180° dreht und der Protagonist rückwärts zurück ins Loch fällt ist das nicht gerade das Gelbe vom Ei. Solche Patzer passieren jedoch ständig, entweder man fällt zurück ins Hindernis oder aber kehrt einem Zombie plötzlich den Rücken zu, der einem daraufhin den Garaus macht. Hier hätte man weiter feilen müssen, um wenigstens einen guten Action-Titel hinzulegen. Auch mit Mängeln behaftet: Die durchwachsene Steuerung. Während das Xbox-Pad noch mit der Nachahmung der echten Bewegungsabläufen auf dem rechten Stick auftrumpfen kann, versagt die Maus und Tastatursteuerung hier vollkommen. Die vielen Aktionen sind auf der Tastatur einfach zu weiträumig verteilt und zu groß ist der Unterschied zwischen Stick und WASD-Tasten. So reagiert der Charakter noch träger als bereits zuvor. Sobald man ein Xbox360 Controller an den PC anschließt, spielt es sich jedoch exakt wie auf der Box, unterschiede waren kaum zu erkennen.
Abschließend bleibt noch zu sagen, dass Alone in the Dark zum Installieren eine Online-Anbindung benötigt und das Spiel ohne Aktivierung des Schlüssels nicht lauffähig ist. Erfreulich ist dahingegen die Länge des Spieles: Mit insgesamt acht Episoden, die wiederum in mehrere Szenen unterteilt sind, sticht das Spiel mit einer für derzeitige Verhältnisse fast überdurchschnittlichen Spiellänge heraus. Allzuviel Langzeitspaß kommt dabei nicht auf, Wiederspielwert sucht man auch vergebens, dennoch kann man damit ein gemütliches Wochenende ausfüllen.
