Die genialen Ideen in Sachen Inventar und Physik-Spielereien stehen dem komplett fehlenden Gruselfaktor gegenüber.
Alone in the Dark
Weiterer (negativer) Punkt: Die cineastische Kameraführung. Wild wechselnde Kamerasichten sind zwar zur Zeit total In und begehrt, geklappt hat es ja auch schon in einigen Games, doch wenn sich kurz nach dem Sprung über ein großes Loch plötzlich die Perspektive um 180° dreht und der Protagonist rückwärts zurück ins Loch fällt ist das nicht gerade das Gelbe vom Ei. Solche Patzer passieren jedoch ständig, entweder man fällt zurück ins Hindernis oder aber kehrt einem Zombie plötzlich den Rücken zu, der einem daraufhin den Garaus macht. Hier hätte man weiter feilen müssen, um wenigstens einen guten Action-Titel hinzulegen. Auch mit Mängeln behaftet: Die durchwachsene Steuerung. Die Idee, Schwerter und Schlagwaffen durch die realen Bewegungsabläufe mit dem rechten Stick auf den Schirm zu bringen, ist zwar schön und gut, nur leider funktioniert das nicht immer so, wie man das gerade will. Vor allem im Getümmel mit mehreren seelenlosen Fleischklöpsen passieren da einige Fehler, die schon mal das vorzeitige Ableben hervorrufen.
Abschließend bleibt noch zu sagen, dass Alone in the Dark keinerlei Xbox-Live Elemente aufweist und somit nicht onlinefähig ist. Erfreulich ist dahingegen die Länge des Spieles: Mit insgesamt acht Episoden, die wiederum in mehrere Szenen unterteilt sind, sticht das Spiel mit einer für derzeitige Verhältnisse fast überdurchschnittlichen Spiellänge heraus. Allzuviel Langzeitspaß kommt dabei nicht auf, Wiederspielwert sucht man auch vergebens, dennoch kann man damit ein gemütliches Wochenende ausfüllen.
