Ein forderndes Gameplay, etwas angestaubte Grafik und ein geringer Umfang zeichnen diesen günstigen Titel aus.
Optisch bietet der Titel Hausmannskost
And 1 Streetball
Grafisch kann "AND 1 Streetball" auf der Playstation 2 weder begeistern, noch enttäuschen. Zwar wird euch eine flimmerfreie Grafik, samt absolut konstanter Framerate geboten, trotzdem kommt der Titel bei weitem nicht mehr so farbenfroh, wie noch auf der Xbox, daher. Ganz im Gegensatz dazu, konnte der etwas abgefahrene Flair auf der Sony-Konsole beibehalten werden, was sich vor allem im zum Genre passen optischen Style zeigt. Ebenfalls gut gelungen sind die Animationen der einzelnen Basketballspieler, die zwar nicht besonders realistisch sind, dafür aber annähernd Clippingfrei über den Bildschirm flimmern. Das Ziel den "Fun" dieser Sportart optisch gut in Szene zu setzen, ist Ubisoft und seinen Entwicklern auf ganzer Linie gelungen So werden besonders spektakuläre Aktionen in mit Grafikeffekten aufgepeppten Wiederholungen gezeigt oder durch eingestreute Zwischensequenzen von jubelnden Fans noch deutlich hervorgehoben. Auch die Darstellung der einzelnen Charaktere ist bis ins kleinste Detail absolut passend getroffen und die integrierten Courts könnten kaum unterschiedlicher designt sein. Nicht zuletzt trägt gerade auch dies dazu bei, dass sich nicht wirklich schnell der sogenannten "Hab' ich doch schon gesehen"-Effekt einstellt. Weniger gut, sind dagegen die Hintergründe gelungen. Was schon auf der Xbox bemängelt wurde, ist auf der PS2 erwartungsgemäß nicht besser geworden. Immer noch bekommt man texturarm dargestellte "Skylines" und eine "Zuschauer-Tapete" in 2D geboten. Manchmal ist man richtig froh, dass durch die gebotene "Action" auf den Courts von diesen optischen Unzulänglichkeiten abgelenkt wird.
Basketball und Rap - das gehört auch auf der PS2 zusammen
And 1 Streetball
Schon mit der Xbox-Version hat Ubisoft klar gemacht, dass es in "AND 1 Streetball" um mehr als nur Basketball gehen soll. Der Sport soll direkt mit Musik verbunden werden und damit dem untermalenden Soundtrack ein besonderer Stellenwert zukommen. Selten wurde in einem Titel dieses Genres - natürlich hier auch bedingt durch die Lizenz - so intensiv auf die musikalischen Inhalte hingewiesen. Der Sound ist, wie wohl zu erwarten war, sehr Rap-lastig und wurde von dem in der Szene ziemlich bekannten DJ Green Lantern zusammengestellt. Aber was ist nun wirklich das Besondere? Die Identifikation der einzelnen Courts mit der Musik, d. h. jedem Platz ist sein eigener Sound zugeordnet und jeder Platz kann somit schon anhand der gespielten Titel erkannt werden. Grundlage bieten hierbei exklusive Songs aus den verschiedensten Regionen der Vereinigten Staaten. Im Endeffekt ist dieses Feature reine Geschmacksache und während der eine hell auf begeistert ist, wird es manch anderer eher als unnützes Gimmick abtun. Weniger zweigeteilt werden hingegen die Meinungen in punkto Lokalisierung sein. Hier wurden die sechs Monate Verspätung wirklich sinnvoll genutzt und alles bis auf den eh zu vernachlässigenden Kommentar ins Deutsche übersetzt. Ebenfalls positiv zu erwähnen ist die Stimmung. Auch wenn die Fans optisch kaum auffallen, akustisch tun sie es auf jeden Fall. Der Geräuschpegel auf den einzelnen Courts ist auffallend hoch angesetzt - So hoch, dass man hier wirklich von der "nötigen Fanunterstützung" sprechen kann.
