Heile-Welt-Simulation: Lebt in einem Dorf voller Tiere, pflanzt Blumen und quatscht mit Nachbarn.
Verschiedene Locations
"Animal Crossing Wild World" hat jede Menge Locations zu bieten, welche euch stundenlang in Anspruch nehmen und euch immer wieder aufs Neue in ihren Bann ziehen und nicht mehr so schnell loslassen. Im Folgenden wollen wir euch die wichtigsten davon einmal genauer vorstellen.
Die Schneiderei
Animal Crossing: Wild World
Besucht die beiden Modeexpertinnen Tina und Sina und schaut euch in ihrem Laden nach einem hippen Outfit um. Findet ihr nichts was euch zusagt, dann kommt einfach später wieder, denn die beiden Schwestern sind Tag für Tag bemüht neue Klamotten zu kreieren. Falls ihr euch jedoch nicht mit ihrem Stil anfreunden könnt, dürft ihr euch auch selbst ein Stück auf den Leib schneidern und Designer spielen. In einem kleinen Malprogramm schwingt ihr den Stylus wie einen Pinsel und mischt nach Herzenslust Farben zusammen oder zeichnet Muster oder andere Dinge, die ihr gerne auf dem Outfit bewundern möchtet. Wenn das künstlerische Meisterwerk vollendet ist, könnt ihr es im Inventar speichern. Der Platz ist allerdings begrenzt, denn mehr als acht verschiedene Designs sind nicht möglich. Das ist auch genau die Anzahl an Kleidung, welche ihr im Laden der beiden Damen ausstellen dürft. Auf diese Weise bekommen die Kunden eure Kollektion zu Gesicht und finden möglicherweise daran Gefallen, sodass sie ein von euch erschaffenes Kleidungsstück kaufen. Es ist unheimlich cool, wenn ihr nichts ahnend durch die Gegend spaziert und plötzlich jemand mit einem Outfit daher kommt, das ihr entworfen habt. Damit sich die Mühe lohnt, darf das eigene Gekritzel auch auf Mützen und Schirme gedruckt werden, welche ergänzend zur normalen Kleidung getragen werden können.
Das Museum
Animal Crossing: Wild World
Im Museum gibt es gleich mehrere Dinge zu erledigen. Die Hauptattraktion sind aber zweifelsohne die verschiedenen Ausstellungen, welche sich mit dem Thema Fossilien, Fische, Insekten und Kunst befassen. Leider mangelt es aber an Ausstellungsstücken, sodass der Museumsführer Eugen auf eure Hilfe angewiesen ist. Doch wie macht man sich denn bitte auf die Suche nach Fossilien? Solche wertvollen Raritäten lassen sich einfacher finden als man denkt: Achtet auf merkwürdige Ritzen im Boden, packt die Schaufel aus und buddelt an diesen Stellen - schwupp, schon habt ihr ein Fossil gefunden. Es gibt zwar auch andere Dinge, die man unter der Erde finden kann, aber meist handelt es sich um Fossilien. Eugen untersucht diese dann und stellt sie im Museum aus. Er benötigt allerdings eine ganze Menge davon, bis ein komplettes Dinosaurier-Skelett vollständig ist, also immer schön die Augen offen halten! Wie die Fischsammlung erweitert werden kann, dürfte nicht schwer zu erraten sein: Ihr stellt euch an den Strand oder an den Fluss, packt eure Angel aus, schmeißt den Köder in der Nähe eines Fisches ins Wasser und hofft dass er anbeißt. Dann kräftig ziehen und schon habt ihr einen schuppigen Zeitgenossen in der Hand. Eugen nimmt jedoch von jedem Exemplar immer nur eines in die Sammlung auf, wenn also dauernd nur ein Seebarsch an der Leine hängt, bringt das nicht sehr viel für die Ausstellung. Insekten sind weitaus komplizierter zu beschaffen. Meist findet ihr diese in der Nähe von bunten Blumen. Packt den Kescher aus und achtet auf einen Summton. Schmetterlinge geben hingegen keinen Laut von sich, fallen dafür aber stärker auf. Das wohl seltenste Gut sind die Gemälde: Diese könnt ihr natürlich weder in der Wildnis fangen, noch mit einem Köder anlocken. Was muss man wohl tun, um an ein hübsches Bild zu gelangen? Findet es heraus und spendet es dem Museum, damit ihr es schließlich in der Ausstellung bewundern könnt.
Neben den Ausstellungen befindet sich außerdem ein Observatorium im Museum. Hier kann durch ein großes Teleskop in den Sternenhimmel geschaut werden. Verbindet die hellen Punkte so, dass eine bestimmte Form entsteht (Männchen, Bär, Zeichen usw.), um ein ganz individuelles Sternenbild zu erschaffen. Seid ihr damit zufrieden, dürft ihr ihm noch einen Namen verpassen und ab sofort ist es nun immer nachts zu sehen. Zu bestimmten Uhrzeiten mal besser und mal schlechter. Ihr könnt jedoch nachfragen wann man es denn am Besten zu Gesicht bekommt. Als letzte Anlaufstelle hat das Museum außerdem noch ein kleines Café zu bieten. Setzt euch an die Bar und genießt einen frisch aufgebrühten Kaffee. An bestimmten Tagen wird das Café außerdem von einem sympathischen Musiker besucht. Er sorgt für Stimmung, da er mit seiner kleinen Gitarre fröhliche Melodien erklingen lässt. Bei den Bewohnern ist er sehr beliebt, denn in so manchem Haus läuft ausschließlich seine Musik.
Tom Nooks Laden
Animal Crossing: Wild World
Wie bereits erwähnt, hat der Waschbär Tom Nook einen kleinen Laden, in dem man einkaufen kann. Er offeriert jeden Tag ein paar ganz spezielle Besonderheiten, wie etwa ein Mondfahrzeug oder eine Parkbank - das ändert sich ständig. Wer sein Haus ein wenig verschönern möchte, der ist hier also genau an der richtigen Adresse. Doch nicht nur Möbel und ausgefallene Accessoires befinden sich in seinem Sortiment, ihr könnt nahezu alles kaufen: Praktische Gegenstände wie etwa eine Angel, eine Schaufel oder eine Gießkanne, stehen ebenso zur Verfügung wie verschiedenste Pflanzen, Tapeten und Teppiche. Sogar Medizin darf für ein paar Sternis erworben werden. Mit jedem Einkauf erhält man Bonuspunkte und irgendwann bekommt man dafür kleine Geschenke. Außerdem wird der Laden durch eure Unterstützung immer größer, bietet somit mehr Waren und später sogar einen Schönheitssalon. Ein Besuch bei Nook ist aber nicht nur dann fällig, wenn ihr mal wieder etwas kaufen wollt. Er dient nämlich auch zur Sterni-Beschaffung. Habt ihr beispielsweise einen seltenen Fisch gefangen, den das Museum bereits in der Ausstellung führt, eine besondere Muschel gefunden oder ein Outfit zuviel, dann können diese Dinge für Sternis verkauft werden.
Das Rathaus
Ein Besuch im Rathaus steht immer wieder an, denn hier muss beispielsweise der Kredit für euer Haus abbezahlt werden. Ihr könnt euch außerdem erkundigen, ob die Bewohner sich im Dorf wohl fühlen, dürft Sternis auf euer Konto einbezahlen, euren Müll in einer Tonne hinterlassen, welche jeweils zweimal wöchentlich geleert wird und vieles mehr. Da sich auch ein Postschalter im Rathaus befindet könnt ihr Briefe schreiben und diese an die Nachbarschaft verschicken lassen.
Muskulöser Frosch, zickiges Kätzchen, archäologische Kuh - die Nachbarschaft
Animal Crossing: Wild World
Neben den bereits erwähnten Einrichtungen gibt es auch noch jede Menge gewöhnlicher Wohnhäuser, welche von den unterschiedlichsten Tieren bevölkert werden. Jedes hat seinen ganz eigenen Charakter: Einige sehen den Sinn des Lebens darin, sich wie verrückt auf Bodybuilding zu konzentrieren und tagtäglich zu joggen, manch einer liebt Blumen, Insekten oder Fossilien und wieder andere sind einfach nur griesgrämig und scheinen das Ziel zu verfolgen, jeden zu vergraulen und dumm anzumachen. Es gibt also immer Tiere, mit welchen ihr in freundschaftlichem Kontakt seid, hin und wieder ein Geschenk bekommt und nette Unterhaltungen führt und andere die froh sind, wenn ihr sie nicht ansprecht. Damit die Sache nicht zu langweilig wird und immer mal wieder ein neues Gesicht auftaucht, ziehen einige Bewohner irgendwann auch wieder weg, während im Gegenzug auch welche neu hinzukommen. An sozialen Kontakten mangelt es also nie.
Ladet Freunde aus der ganzen Welt ein
Animal Crossing: Wild World
Dank Wi-Fi-Unterstützung könnt ihr "Animal Crossing Wild World" mit Leuten aus der ganzen Welt spielen. Ladet sie in euer kleines Dörfchen ein und führt sie herum. Möglicherweise wachsen bei euch andere Früchte, als bei ihnen, sodass sie diese mitnehmen können und schließlich in ihrem eigenen Dorf anpflanzen. Angelt gemeinsam um die Wette, tauscht eure verschiedenen Designs aus, redet mit fremden Nachbarn oder hinterlasst am schwarzen Brett auf dem Rathausplatz eine Nachricht. Es ist äußerst interessant, mal aus dem eigenen kleinen Städtchen zu kommen und auch mal zu sehen wie sich andere eingerichtet haben, wie die Nachbarn dort so sind und wie die Umgebung aussieht. Möglicherweise trifft man sogar alte Bekannte, die eure Tiergemeinde verlassen haben und irgendwann einmal weggezogen und nun bei einem eurer Freunde sesshaft geworden sind. Falls ihr jemanden kennt, der ebenfalls einen DS und "Animal Crossing Wild World" besitzt, dann könnt ihr auch über Wireless DS Multi-Card Play miteinander zocken. Bis zu drei Freunde dürfen sogar in euer Haus einziehen und mit euch in der kleinen virtuellen Ortschaft leben, was das Ganze nochmals eine Ecke interessanter werden lässt. Einzig die Kommunikation hätte ein wenig besser geregelt werden können. Das Tippen geht zwar schnell von der Hand, da man eine kleine Tastatur auf dem Touchscreen nutzen kann, aber für Sonderzeichen und ö, ä, ü muss erst umständlich ein anderes Fenster aufgerufen werden.
Fröhliche Farben und Gute-Laune-Melodien
Animal Crossing: Wild World
Da der DS-Ableger von "Animal Crossing" im Grunde eine Umsetzung des Gamecube-Vorbildes ist, hat man sich natürlich auch an dessen Stil orientiert. Die technischen Möglichkeiten des DS sind zwar sehr viel begrenzter, aber der Charme von "Animal Crossing" ist dennoch perfekt auf Nintendos Handheld übertragen worden. Die komplette Welt ist in 3D gehalten und kann sich wirklich sehen lassen: Egal ob Bäume, Häuser, Schmetterlinge, Blumen oder der Effekt, wie das Wasser langsam an den Strand gespült wird - alles trägt einen Teil zum stimmigen Gesamtbild bei. Sämtliche Charaktere sind liebevoll gestaltet und wirken unheimlich putzig. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen auf dem DS sind grobe Pixel relativ selten. Die Melodien klingen sehr harmonisch und fröhlich. Jeder Dorfbewohner hat seine eigene Art zu reden. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um echte Sprachausgabe sondern um unverständliches Gemurmel.
