Ascension to the Throne im Gamezone-Test

Test denjuandemarco

Dieses RPG aus dem Hause Frogster Interactive glänzt besonders mit seinem günstigen Verkaufspreis.

Ausgewogenheit ist das Ziel

Ascension to the Throne Ascension to the Throne Natürlich ist es wichtig, über hervorstechende Talente zu verfügen, doch sollten sich im Idealfall die einzelnen Gruppen zu einer insgesamt breitgefächerten Palette an Spezialfähigkeiten zusammenfügen, um so für eine bärenstarke Armee zu sorgen. Zu beachten ist dabei, dass die Einheiten (vom gewöhnlichen Landei bis hin zum edlen Ritter ist quasi alles vertreten!) regelmäßig gegen bare Münze in den entsprechenden Baracken gekauft werden müssen (Gleiches gilt für spezielle Zauber), wobei die Entscheidung dann nicht immer leicht fällt und zumindest mittelfristige Auswirkungen in Betracht gezogen werden müssen. Im Regelfall begeben wir uns zu den umliegenden Trainingsbaracken und sprechen mit dem örtlichen Vorsteher bzw. Aufseher, mit dem wir dann den Handel bzw. den Kauf der Soldaten abschließen. Zwecks Erwerbs der Magiezauber sprechen wir beim örtlichen Zauberer vor bzw. suchen dessen Turm oder auch eine Magierschule auf. Wie eingangs schon erwähnt ist beim Kauf eines Zaubers nicht nur das erforderliche Kleingeld nötig, sondern auch ein gewisser Grad an Intelligenz. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, wird der Magier einem Verkauf "seiner" Sprüche nicht abgeneigt sein.

Abhängig von dem Grad unserer Autorität lässt sich eine entsprechende Anzahl an Soldaten um uns scharen. Die Höhe der Intelligenz hingegen ist ausschließlich wichtig hinsichtlich des Ausübens von Magie, denn im Kampf sinkt mit zunehmendem Gebrauch die Anzahl der Magiepunkte, so dass hier ein hoher Wert naturgemäß wichtig ist. Oft verfügen jene magiebegabten Einheiten (als negativen Ausgleich sozusagen) über eine geringere Anzahl an Lebenspunkten, ersichtlich bei Gesundheit. Weitere Attribute sind enorm wichtig wie zum Beispiel Zauberkraft, Magieresistenz, Schaden in Nah- und Fernkampf, Reichweite des Angriffs und Geschwindigkeit, wobei sämtliche Rubriken allein vom Namen her selbsterklärend sein dürften, so dass ich mir eine nähere Erläuterung an dieser Stelle erspare. Das Strategenherz frohlockt jedenfalls angesichts der vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten und des gewährten Freiraums, hochmotiviert werden die Missionen angegangen, um Feinde zu besiegen, an Erfahrung zu gewinnen, Stufen aufzusteigen, die Statuswerte zu verbessern und schließlich neue Fähigkeiten zu erlernen und im weiteren Verlauf zu perfektionieren. Nicht vergessen möchte ich das umfangreiche Inventar in Bezug auf die Ausrüstungsgegenstände, welches auch kaum Wünsche offen lässt.

Manchmal ein Kinderspiel

Ascension to the Throne Ascension to the Throne Positiv ist zu vermerken, dass die Herausforderungen zuweilen, so wir dies denn anstreben, ab und an hoch sind. Es liegt natürlich an uns, ob wir auch die schwierigeren Missionen in Angriff nehmen wollen, im Erfolgsfall lockt aber eine attraktive Belohnung, so dass dies regelmäßig zu empfehlen ist. Allerdings herrscht hier ein großes Gefälle, auf nicht ganz so hohem Niveau agieren die Feinde ziemlich oft selten dämlich. Der Vorteil daran ist allerdings, dass sich eine vergleichsweise große Zielgruppe an diesem Spiel austoben darf, selbst Neulinge werden nicht abgeschreckt. Insgesamt wirkt das Ganze etwas unausgewogen, tendenziell dominieren die Spaziergänge, unfaire Passagen sind aber zum Glück auch eher rar gesät. Der Motivation tut dies jedoch größtenteils keinen Abbruch, zu sehr überwiegt die Begeisterung über den großen Bewegungsspielraum, doch Rundenstrategiefreaks fühlen sich möglicherweise trotzdem über weite Strecken unterfordert.

Eile mit Weile

Ascension to the Throne Ascension to the Throne Zwar erkunden wir das Gelände und sprechen mit den uns freundlich (und manchmal auch feindlich) gesinnten Personen in Echtzeit, kommt es jedoch zur Konfrontation, ist Hektik ein Fremdwort. Stattdessen haben wir die Wahl, ob wir es überhaupt zu einer Auseinandersetzung kommen und somit eskalieren lassen oder ob wir einem Kampf lieber aus dem Weg gehen möchten. Entscheiden wir uns für eine Schlacht, fechten wir die Streitigkeit in rundenbasierten Zügen aus. Dies bedeutet, dass je nach Geschwindigkeit der beteiligten Streithähne jede Einheit brav nacheinander an die Reihe kommt, sozusagen Zug um Zug. Es wird in eine Kampfarena bzw. in ein durch unzählige sechseckige Felder aufgeteiltes Schlachtfeld umgeblendet, das je nach Größe der beteiligten Armeen in ihrer Größe divergiert. Übersichtsprobleme gibt es hier nicht, denn sämtliche Feinde sind von einem blinkenden Kreis umrandet. Sind wir am Zug, bewegen wir eine unserer Gruppen (als ein Bestandteil der Armee) und positionieren diese auf einem anderen Feld, greifen im Nahkampf, Fernkampf oder mit Magie an. Letztere basiert auf den vier Elementarkräften Feuer, Wasser, Erde und Luft. Unter Stress stehen wir bei der Auswahl der jeweiligen Manöver nicht, denn ein Zeitlimit ist nicht existent. Genau das dürfte die Gemeinde der Strategiefans in zwei Lager spalten, doch war im Grunde von vornherein klar, dass es bei einem Rundenstrategiespiel deutlich besinnlicher zugeht als in Echtzeitschlachten.

Nicht immer saubere Handhabung

Ascension to the Throne Ascension to the Throne Wie eingangs erwähnt, überzeugt "Ascension to the Throne" zunächst durch seinen verständlichen Aufbau, zu verdanken ist dies in erster Linie dem nützlichen Logbuch und einem klar strukturierten Menü. In Echtzeit, also außerhalb der Kämpfe, lässt sich bequem eine Übersichtskarte aufrufen, die uns einen Überblick über den Kontinent gibt, auf dem wir uns gerade befinden. Sollte es trotzdem kurzzeitig Orientierungsprobleme geben, schafft ein Kompass sicherlich innerhalb kürzester Zeit Abhilfe. Des Weiteren sind wichtige Schauplätze wie Dörfer, Schlösser, sonstige Gebäude oder auch der Standort wichtiger Schlüsselobjekte auf dieser zu erkennen. Den Faden komplett zu verlieren, ist somit quasi unmöglich. Dies bezieht sich erfreulicherweise auch auf die Aktionen im Kampf, denn auch hier laufen wir keinesfalls orientierungslos durch die Gegend. Auf dem zumeist übersichtlichen Schlachtfeld erkennen wir schnell die feindlichen Truppen und natürlich auch diejenige von uns, die an der Reihe ist. Befindet sich ein Gegner in Reichweite, verändert der Mauszeiger seine Form und es werden umgehend die unterschiedlichen Optionen angeboten. Ärgerlich: die Kamera ist viel zu oft nicht immer voll auf der Höhe und die Steuerung verbesserungsfähig: da wir oft nur abgehackt (per A- und D-Taste) nach links und rechts laufen und dann meistens nicht die genau richtige Blickrichtung haben. Oft befindet sich das Interessante dann halb links oder eben halb rechts, so dass wir gezwungen sind, die Kamera durch die Maus nachzujustieren, die sich eben nur so drehen und wenden lässt. Das ist nicht gerade komfortabel und nervt insbesondere zu Beginn nicht unerheblich.

Freiheit

Ascension to the Throne Ascension to the Throne Ein sehr wichtiges Element, das zum Glück in den letzten Jahren immer mehr Beachtung verdient, ist die Berücksichtigung eines nichtlinearen Spielverlaufes. Einen solchen finden wir hier in "Ascension to the Throne" vor. Dies bedeutet, dass wir nicht eine bestimmte Reihenfolge an Einzelmissionen abklappern müssen, um in der Story voranzukommen. Nicht nur bei der Auswahl und dem Aufbau unserer Truppen genießen wir Freiheiten, sondern auch hinsichtlich des Handlungsstrangs. Viele mehr oder weniger kleine Abstecher links und rechts der Storyline sind nicht nur möglich, sondern machen auch durchaus Sinn. Die gesamte Spielwelt steht uns offen, in welche Richtung wir gehen bzw. wohin wir uns trauen, liegt allein bei uns. Dies empfiehlt sich natürlich, um deutlich mehr an Geld und an Erfahrungspunkten zuzulegen, welche schließlich das A und O in diesem Mix aus Rollenspiel und Rundenstrategie (wobei der strategische Anteil überwiegt) darstellen. Am Ende wartet ein offenes Ende? Lasst Euch überraschen...

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