Hier ist pure Durchschnittskost angesagt, die aber merklich teurer ist, als die bisherigen Versionen für die Smartphones.
Die Asphalt-Reihe ist auf Smartphones und Handhelds schon allseits bekannt. Zum Launch der PS Vita hat Ubisoft nun Asphalt: Injection veröffentlicht. Da das Spiel rund 30 Euro kostet, während die neueste Smartphone-Variante für Cent-Beträge über den virtuellen Ladentisch geht, kann man gespannt sein, ob sich die Mehrkosten lohnen.
Gib mir Nitro, Baby!
Asphalt Injection
Asphalt: Injection ist ein Arcade-Racer, wie er im Buche steht. Auf 15 verschiedenen Strecken quer über den Globus (Moskau, die Alpen, New Orleans usw.) fährt man mit 47 lizenzierte Karossen von BMW, Audi oder Lamborghini um den Sieg. Neben klassischen Rennen setzen die Entwickler auch auf K.O.-Events, Zeitfahrten, die Flucht vor der Polizei oder Drift-Rennen. Das hört sich zwar nach etwas Abwechslung an, doch nach 1-2 Stunden hat man im Prinzip schon fast alles gesehen. Nur die Wagen werden immer schneller. Immerhin muss man 100 Events durchlaufen, was einen sehr ordentlichen Umfang darstellt. Ein Ridge Racer kann davon nur träumen.
Pro Event kann man fünf Sterne gewinnen. Drei Sterne gibt es für den Sieg, die restlichen beiden verdient man sich, indem man bestimmte Aufgaben erfüllt, zum Beispiel indem man ein bestimmte Anzahl an Driftpunkten erreicht oder möglichst wenige Crashes verursacht. Mit den Sternen werden weitere Wagen und Events freigeschaltet. Spannende Positionskämpfe gibt es während der Rennen kaum, irgendwie will der Funke einfach nicht überspringen. Entweder man fährt ein wenig gelangweilt durch die Gegend oder ärgert sich später über ziemlich frustige und unfaire Rennen. Denn die KI neigt dazu, unrealistisch schnell aufzuholen, was ziemlich nervt.
Mehr Geschwindigkeit
Asphalt Injection
Überall auf den Strecken liegen Nitro-Power-Ups verteilt, die man möglichst einsammeln sollte, da man ansonsten kaum eine Chance hat, zu bestehen. Obwohl man bei einem Rennen zu 50 bis 70 Prozent den Nitro-Boost benutzt, kommt die Geschwindigkeit einfach nicht gut genug herüber. Erst spät werden die richtig schnellen Wagen verfügbar, zu spät. Ansonsten sammelt man noch Geldbeträge ein, die auf der Piste herumliegen. Denn mit Geld, das man auch für gewonnene Events bekommt, werden neue Wagen gekauft, ebenso wie Tuning-Teile. Die Wagen fahren sich wie Bretter, was zwar nicht all zu schlimm für einen Arcade-Racer ist, doch bis auf die Geschwindigkeit und Beschleunigung unterscheiden sich die Wagen dadurch kaum voneinander. Und an dem merkwürdigen Driftverhalten hatte ich einfach keinen Spaß.
Asphalt Injection
Bei Burnout waren die Takedowns der gegnerischen Wagen einfach nur "geil". Asphalt: Injection versucht dies ziemlich schlecht aufzugreifen. Zunächst versucht man auf Teufel komm raus einen Wagen zu erledigen und scheitert, ein anderes Mal zerlegen sich die Kollegen nur bei einer Mini-Berührung fast von selbst. Da fühlt man sich an die Schwalben-Künstler aus der Fußball Bundesliga erinnert. Schade ist dabei, dass so ein Crash durch das fast gar nicht vorhandene Schadensmodell ziemlich mies aussieht. Noch ärgerlicher ist, dass man nach einer Zeitlupeneinblendung plötzlich direkt vor ein Hindernis geschmissen wird und kaum noch reagieren kann. Nicht sonderlich viel sind zudem die fünf Gegner, gegen die man maximal antreten kann.
