Altair macht auf der PSP eine gute Figur, auch wenn das Abenteuer recht kurz ausgefallen ist.
Assassin's Creed: Bloodlines
Des Weiteren wirken die Städte vollkommen leblos, da nur sehr wenige Bürger und Gelehrte durch die Gassen laufen. Das Untertauchen in der Menge ist somit unmöglich. Andererseits ist das Untertauchen jedoch auch gar nicht nötig, da die KI der Gegner sehr zu wünschen übrig lässt. Denn meist kann Altaïr wie ein Stier durch die Stadt rennen und sogar ein Attentat in der Nähe von Wachen ausführen, ohne dass diese sich darum scheren. Sie greifen in den meisten Fällen nur an, wenn Altaïr sie anrempelt. Sind die aufmerksam gewordenen Wachen besiegt, kann Altaïr seinen Weg einfach fortsetzen, nervenaufreibende Verfolgungsjagden entfallen somit fast komplett. Lediglich in den Festungen macht es Sinn, zu versuchen, einige Wachen ungesehen zu umgehen. Trotzdem ist es meist leichter, sich einfach dem Kampf zu stellen.
Assassin's Creed: Bloodlines
Da das Spiel recht einfach ist, fallen die hakelige Steuerung und die Kameraprobleme aufgrund des fehlenden zweiten Analogsticks etwas weniger ins Gewicht, sorgen aber trotzdem des Öfteren für Frustmomente, wie z.B. in einer Sequenz, in der Ihr einen Gegner in einem extrem kurz bemessenen Zeitlimit über die Dächer verfolgen müsst, was Euch durch die bockige Kamera und dadurch verursachte Sprünge ins Leere nicht gerade erleichtert wird. Technisch macht "Assassin's Creed: Bloodlines" besonders dank der Animationen einen ordentlichen Eindruck, obwohl die grafischen Details stark heruntergeschraubt wurden und einige matschige Texturen auffallen. Mit dem Sound hätten sich die Entwickler hingegen mehr Mühe geben können, denn selbst in den wenigen actionreichen Sequenzen bleibt die Hintergrundmusik undynamisch und langweilig. Wenigstens die gute deutsche Synchronisation kann überzeugen.
