Astro Bot ist Balsam für die Seele und ASMR für die Hände - Der ultra-knuffige PlayStation-Hüpfer im Test!

Test Stefan Wilhelm
Astro Bot ist Balsam für die Seele und ASMR für die Hände - Der ultra-knuffige PlayStation-Hüpfer im Test!
Quelle: Sony

Heiliger Dualsense, fühlt sich das genial an! Der kleine Astro Bot hat uns im Test ordentlich durchgerüttelt, aber wie viel Spiel steckt diesmal hinter der beeindruckenden Technik?

Wenn wir uns an den Launch der PS5 zurückerinnern, dann fallen uns direkt ein paar Dinge ein: Wie wir morgens nervös auf den Paketboten gewartet und gehofft haben, dass nichts schiefgelaufen ist. Eine zweite Chance auf die Konsole zum Originalpreis würden wir nämlich viele Monate lang nicht bekommen. Oder wie wir nach dem Auspacken erstmal Platz in unserem Entertainment-Regal schaffen mussten, um den Plastikriesen überhaupt unterzubekommen.

Die schönste Erinnerung an diesen Tag haben wir aber zweifelsfrei dem kleinen Astro Bot (jetzt kaufen 54,99 € ) zu verdanken. Mit Astro's Playroom durften wir uns von der eindrucksvollen Technik im neuen Controller überzeugen - und nebenbei ein extrem charmantes, wenn auch kurzes Jump and Run genießen.

"Bitte, bitte macht ein ganzes Spiel daraus!" hieß es da von allen Seiten, und vier Jahre später hat Sony unsere Wünsche endlich erfüllt: Das japanische Team Asobi bringt Astro Bot in einem großen, vollwertigen Spiel zurück. Und es ist ein Kracher geworden, den wir kaum aus der Hand legen können!

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ASMR für die Hände

Unsere Hände sind es nämlich auch, die sich als erstes in Astro Bot verliebt haben, und das hat einen einfachen Grund: Das haptische Feedback hier ist das beste, das wir je in die Finger bekommen haben.

Im Kern spielt sich Astro Bot genau wie sein kleiner Vorgänger: Wir hüpfen und schweben als knuffiger Roboter durch meist lineare Jump-and-Run-Parcours, kloppen einfache Gegner weg und setzen viele witzige Gadgets ein, um Hindernisse zu überwinden. Und wie glaubhaft sich das alles auf die Vibrationsmotoren und Trigger des Controllers überträgt, ist ein absoluter Hochgenuss.

Wir spüren jede Veränderung des Untergrunds beim Drüberlaufen, jeden Regentropfen auf unserem Schirm, alle Blätter, Edelsteine und Zuckerstreusel, durch die wir uns wühlen wie ein super-glücklicher Hund durch einen Laubhaufen.

Die Entwickler wissen genau, wie klasse sich ihr Spiel anfühlt, und kippen uns immer wieder Massen beweglicher Kleinteile vor die Nase, die keinen anderen Zweck erfüllen, als uns ein Grinsen ins Gesicht zu zaubern. Die ASMR-tauglichen Soundeffekte tun ihr Übriges.

Die vielen Gastauftritte bekannter PlayStation-Figuren sind absolute Highlights. Quelle: Sony Die vielen Gastauftritte bekannter PlayStation-Figuren sind absolute Highlights. Auch die adaptiven Trigger kommen wieder ausgiebig zum Einsatz, um etwa die Zündung eines Triebwerks, das Abfeuern einer Waffe oder das Paddeln des Pinguin-Rucksacks zu simulieren. All das macht einen großen Teil des Reizes aus, auch, wenn die Haptik nur selten mit einer Gameplay-Herausforderung verknüpft wird.

Ab und zu müssen wir einen versteckten Schalter in der Wand erfühlen, sonst kommen die Features aber nur zum Einsatz, um das Spielgefühl zu verstärken, und das klappt hervorragend.

Pixar-Qualität zum Mitspielen

Technisch gibt sich Astro Bot keine Blöße. Die Ladezeiten sind kaum zu spüren, die Performance blitzsauber und optisch findet es genau die richtige Mitte zwischen bunt und edel. Dass die Levels, Figuren und Animationen vor liebenswerten Details nur so strotzen, haben wir nach Astro's Playroom schon erwartet, und wir wurden nicht enttäuscht. Genauso wenig wie vom Soundtrack: Der sorgt in jedem Level für die passende Stimmung und ist verboten catchy. Features wie die physikalische Simulation von Flüssigkeiten, die teils auch ins Gameplay integriert wird, sind einfach nur faszinierend anzusehen - sowas kennen wir sonst nur aus Tech-Demos!

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