Autobahn Raser 4 im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Und sie läuft und läuft und läuft, die Autobahn Raser Serie von Davilex. Diesmal allerdings liegt der Schwerpunkt nicht mehr bei den Autobahnen, sondern, wie uns der Untertitel verrät, bei den Innenstädten. Es kann nämlich in Berlin, München und Hamburg durch die Stadt gefetzt werden, wobei man so manche Sehenswürdigkeit wiedererkennt, die zwar nicht an den richtigen Stellen stehen, aber wen stört das schon bei 200 Sachen? Das Gameplay besteht hauptsächlich aus dem Wettkampf, in dem man sich mit drei anderen Fahrern um den ersten Platz streitet. Bereits freigeschaltete Strecken können im Einzelrennen absolviert werden um seine Zeiten zu optimieren und zu zweit kann man ein Duell starten, welches sich selbst erklären sollte. Bleibt noch die Verfolgungsjagd, in der man in bester Need for Speed Manier vor der Polizei zu flüchten versucht. Diese kommt übrigens mit den richtigen deutschen Polizeiautos daher, welche allerdings mit einer amerikanischen Sirene ausgestattet wurden. Was das für einen Sinn macht muss man nicht verstehen, wahrscheinlich ist es nur lustig gemeint.

Leider gestaltete sich der Test nicht gerade einfach, da sich manche Modi standhaft weigerten zu starten. Das Einzelrennen zum Beispiel endete grundsätzlich auf dem Desktop statt auf der Strasse. Mit etwas Geduld, mehrmaligem Neustart und Stoßgebeten Richtung Davilex aber kamen wir auch in den Genuss dieses Modi. Mal sehen ob es für dieses Problem demnächst einen korrigierenden Patch gibt. Läuft das Rennen dann endlich, wird man mit einer hübschen Grafik die recht gut detailliert ist, belohnt. Dafür scheint man die Framerate auf einen festen Wert eingefroren zu haben, die irgendwo bei 15 Bilder die Sekunde liegt. Selbst auf einem 1,6 GHz Testrechner mit GeForce4 Grafikkarte bei minimalen Details und einer ebenfalls minimalen Auflösung von 640x480 wurde das Geschehen nicht schneller. Auf die Dauer geht das ziemlich auf die Augen. Hier hätte etwas Optimierung sicherlich nicht geschadet.

Die Steuerung gibt sich extrem Arcade like, womit man nicht unbedingt das auf der Packung empfohlene Lenkrad benötigt, sondern sogar mit einem digitalen Joypad recht gute Ergebnisse erzielt. Negativ anlasten muss man dem Game die vier vorgegebenen Konfigurationen, aus denen man sich die Gewünschte auswählt, denn ein freies Belegen der Tasten und Sticks ist nicht möglich.

Ein Lob hingegen verdient der Soundtrack, der wunderbar in die lokalen Radiosender eingebunden und umgesetzt wurde. Die Musikstücke siedeln sich alle in der Ecke Tekkno/Trance an und sind relativ aktuell. Dazu gesellt sich ein engagierter Radiosprecher, der uns die Stellungen der Radaranlagen verrät oder einfach nur über die Bierpreise auf dem Oktoberfest lästert. Auch die Motorensounds sind im Grunde recht gut gelungen, lediglich der Turbo hätte schon etwas mehr Biss verdient, auch optisch, denn das kleine Feuerzüngelchen am Auspuff wirkt eher lächerlich als powerfull.

Meinung

Wertung zu Autobahn Raser 4 (PC)

Wertung:

6.2 /10
Pro & Contra
Toller Soundtrack
Das Game beendet sich gerne von selbstdie Framerate ist zu niedrig und die Steuerungsoptionen sind unausgereift

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