Baron Wittard – Das dunkle Geheimnis von Utopia im Gamezone-Test

Test BigJim

... ist trotz gewisser Mängel ein gutes Adventure geworden, welches sogar ein alternatives Ende bietet.

Der Rätsel-Baron

Baron Wittard – Das dunkle Geheimnis von Utopia Baron Wittard – Das dunkle Geheimnis von Utopia Das nicht-lineare Spielprinzip zwingt den Spieler zu ständiger Aufmerksamkeit. Übersehen wir beispielsweise Gegenstände oder laufen daran vorbei, dann fehlen uns später wichtige Objekte oder Hinweise, so dass es irgendwann im ganzen Spiel nicht weiter geht. Erschwerend kommt hinzu: Längst nicht alle Dokumente lassen sich aufnehmen bzw. ins Inventar verfrachten. Und eine klassische Hilfefunktion fehlt. Wer also nicht gerade über ein fotografisches Gedächtnis verfügt, der ist gut beraten, Papier und Stift bereit zu halten, um so bestimmte Dinge zu notieren. Die Ausstattung unseres Reporters ist ohnehin recht bescheiden. Im Prinzip verfügt er nur über vier Dinge: Eine Taschenlampe, ein Handy (nicht immer einsetzbar), eine Kamera - und natürlich seine scharfe Beobachtungsgabe. Und diese Sachen reichen auch vollkommen aus, um das Grusel-Abenteuer erfolgreich zu meistern. Dies umso mehr, als dass die Rätsel eigentlich nicht sonderlich schwer sind. Jedenfalls nicht für Kenner des Genres. So müssen wir auch diesmal Teile zu einem Ganzen zusammenfügen (Puzzle), Schalter umlegen, Handräder bedienen, Stromverbindungen in der richtigen Reihenfolge herstellen oder Symbole und Zahlenreihen entschlüsseln und auf bestimmte Fragestellungen anwenden. Schachfreunde unter den Adventure-Fans werden übrigens mit einer besonders kniffligen Aufgabe konfrontiert. Mehr wollen wir an dieser Stelle selbstverständlich nicht verraten.

Nicht schön, aber interessant

Baron Wittard – Das dunkle Geheimnis von Utopia Baron Wittard – Das dunkle Geheimnis von Utopia Bedientechnisch genügt Baron Wittard genre-üblichen Standards. Ein Lupensymbol erscheint, sobald wir Gegenstände näher betrachten können. Der Mauszeiger verwandelt sich in eine Hand, wenn der Spieler mit einem Objekt interagieren kann. Eingesammelte Gegenstände und wichtige Hilfsmittel lassen sich am unteren bzw. oberen Bildschirmrand einblenden/abrufen. Positiv: Unser Charakter verfügt über eine 360-Grad-Rundumsicht, muss sich also nicht pausenlos von einem Bildausschnitt zum nächsten klicken. Optisch kann der Baron leider nicht restlos überzeugen, denn die Grafik wirkt ziemlich altbacken. Abgesehen von den (wenigen) Zwischensequenzen, flackerndem Licht, Räder, die sich bei Benutzung erkennbar drehen und ein paar blinkenden Knöpfchen erscheint die Spielwelt aufgrund der meist fehlenden Animationen starr und wenig ansprechend. In der Parkanlage beispielsweise hört man zwar kleine Bäche plätschern, aber der Teich sieht aus wie mit Lehm anstatt mit Wasser gefüllt. Andere Räumlichkeiten (Restaurants, Büros usw.) fallen in ihrer Darstellung schon etwas detaillierter aus. Wenig auszusetzen gibt es am Sound. Die Figuren und damit Stimmen im Spiel lassen sich zwar an einer Hand abzählen, aber die deutschen Synchronsprecher leisten gute Arbeit. Schade nur, dass es unserem Alter Ego offensichtlich komplett die Sprache verschlagen hat. Denn der bleibt praktisch stumm, was es dem Spieler schwer macht, sich mit dem Helden zu identifizieren. Der Sound ist allgemein gelungen. Sphärische Klänge oder das manchmal hörbare Herzklopfen des Hauptcharakters tragen nicht unerheblich zum insgesamt stimmigen Grusel-Szenario bei.

Meinung

Wertung zu Baron Wittard – Das dunkle Geheimnis von Utopia (PC)

Wertung:

7.6 /10
Pro & Contra
Interessante Storygute deutsche Synchronisationnicht-lineares Gameplayabwechselungsreiche Rätselfairer Preis (ca. 20 €)
Etwas altbackene Grafik (nur wenige Animationen)keine richtige Identifikation mit dem Hauptcharakter möglich
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