Batman: Arkham Knight: Batman: Arkham Knight in der Vorschau: Fahr schon mal den Wagen vor
Special
In Batman: Arkham Knight spielt das Batmobil erstmals eine tragende Rolle. Als präzise gesteuerter Panzer, als Begleiter, als Freund. Wir haben eine Mission angespielt und uns angeschaut, was man mit der Superkarre alles machen kann - und wie sich Batman sonst so schlägt. Versteht ihr? SCHLÄGT!
Die Arkham-Reihe gehört zu den beliebtesten Produkten von Batman-Fans. Unter Zockern ist sie wegen des coolen, einzigartigen Gameplays geliebt, unter Comic-Freunden wegen der vielen Anspielungen und Side-Kicks, unter Film-Fans wegen der fast cineastischen Inszenierung. Doch allen bisherigen Teilen war eins gemein: In jedem kämpft Batman allein und mit seinen Fäusten gegen die Bösewichte Gotham Cities. Im neuesten Teil Batman: Arkham Knight (und nein, es ist nicht der Ritter Arkhams…) hat er eine hübsche Begleitung. Seinen Fahrpanzer, das Batmobil.
Quelle: Warner
Natürlich verschießt der Panzer nur Gummigeschosse.
In der Demo-Mission, die wir auf der Gamescom angespielt haben, wartet Commissioner Gordon auf der Brücke zum Ace Chemicals Werk auf Batmans Hilfe, als ein Hubschrauber auftaucht. Eigentlich will er auf Batman schießen, doch Chef-Antagonist, will die Fledermaus ganz allein kaltmachen. Stattdessen zerschießt der Heli die Brücke. Die Polizei ist damit natürlich ausgesperrt, doch was soll Batman abhalten einzudringen und die letzten Geiseln zu retten? Richtig, nichts. Er muss nicht mal mehr nach Vorsprüngen suchen, an denen er den Greifhaken befestigen kann. Stattdessen ruft Batman via Fernsteuerung seinen Wagen herbei, drückt auf den Gashebel und springt in weitem Bogen über den Graben zwischen Brückenruine und Chemie-Fabrik. Wenn nicht schon eine Sprungschanze bereit steht, über die sich das Batmobil ins Ziel steuern lässt, kann man sich einen Berg Schutt zurecht leben. Mit einem Haken kann man ein Seil befestigen und mit dem Batmobil über die Karte ziehen.
Quelle: Warner
Das Batmobil wird Batmans "spielbarer" Gefährte in Arkham Knight
Auf dem Innenhof angekommen lauert schon die erste Überraschung: Scarecrow hat dort Panzer positioniert, die Batman sofort beschießen. Wie gut, dass das Batmobil flink wie ein Fuchs ist. Auf Knopfdruck weicht das Fahrzeug Geschützen aus, fast wie in einem Dodge-Move. Der Kampfmodus gegen Panzer erfordert schon ein bisschen Feuerkraft, deshalb greift Batman auf Raketen zurück. Natürlich töten die niemanden, sie setzen nur außer Gefecht. Wir sprechen immerhin vom nichttödlichen, schwarzen Rächer! Wenn Batman in seinem Panzer menschliche Ziele beschießt, kommen deshalb auch nur Gummigeschosse aus dem Lauf. Die hauen selbst den taffsten Recken um.
Wie es sich für einen topausgerüsteten Multi-Milliardär gehört, muss Batman auch nicht selbst im Batmobil sitzen, um es zu steuern. Jederzeit kann er per Fernsteuerung (im Duktus der Serie vermutlich BatPhone genannt… BatApp, anyone?) auf den Panzer zugreifen. Als Batman die erste Geisel befreien will, die hinter Panzerglas in einem luftdichten Raum Chemikalien überwachte, tauchen plötzlich Gegner auf. Wer die auf die harte Tour ausschalten will, verlässt die Luftschleuse und wirft sich ins Gemenge. Wer schlau ist, ruft einfach den Wagen herbei und knallt die Schergen aus der sicheren Luftschleuse ab.
Take-Downs und Rätsel
Quelle: Warner
Batmans neue Take-Down-Moves schalten bis zu drei Gegner sofort aus.
Im Nahkampf hat Batman natürlich nichts verlernt. Noch immer teilt er besonders combofreudig aus und Faustkämpfe spielen sich so fließend wie ein Rhythmus-Musikspiel. Dazugelernt hat der Flattermann trotzdem. So kennt er einen neuen Take-Down-Move, der das Batmobil mit einbezieht. Hat man einen Feind weichgeklopft und schafft es, im richtigen Moment den erforderlichen Button zu drücken, kickt Batman den Gegner in die Luft. Das Batmobil gibt ein, zwei Schüsse aus dem Gummigeschoss-MG ab und zack liegt der Widersacher bewusstlos am Boden. Natürlich geht das nur, wo das Batmobil auch ich in Sichtweite ist.
Cool ist auch Batmans neuer Stealth-Take-Down. An einer Stelle schleichen wir uns durch unterirdische Rohre an eine Gruppe von vier Soldaten auf Patrouille. Auf Knopfdruck kann Batman nach oben springen, die Gunst des Überraschungseffekts nutzen und einen Gegner K.O. schlagen. Währenddessen ist die Zeit verlangsamt. Guckt man sich um und findet einen zweiten Feind, springt Batman direkt über und haut den auch um. Bis zu drei solcher sofortigen Take-Downs lassen sich aneinanderreihen. Als die "Bullettime" aufhört, sehen wir also zu, wie drei Gegner plötzlich umfallen und nur noch einer übrig bleibt. Der Kampf mit ihm ist dann natürlich kein Problem mehr.
Quelle: Warner Bros.
Batmans Gegner haben dazugelernt - dafür darf der Flattermann nun auch die fallengelasseen Waffen aufheben.
Neben Kämpfen will Arkham Knight natürlich auch das Oberstübchen anstrengen. Immer wieder muss Batman deshalb Rätsel lösen. Schon bei der Suche nach den Geiseln auf dem Gelände von Ace Chemicals greift der Flattermann daher auf Technik zurück. Ein spezieller Baterang scannt Geräuschkulissen, die man manuell ausfindig machen muss – alle vier zu finden, ist ein kleines, simples Minispiel.
Es geht aber auch komplizierter. Später im Level müssen wir einen Zugang zu einem Bunker finden. Batman sprengt dafür einfach einen Teil der Wand heraus. Doch ganz so einfach ist es nicht. Ein Aufzug versperrt den Weg. Also: Batmobil holen, Gegengewicht des Aufzugs an den Haken nehmen und den Aufzug dadurch "rufen". Sobald Batman eingestiegen ist, lässt man ihn per Fernsteuerung runter. Solche und viele andere Umgebungsrätsel zwingen einen immer wieder zum "Um-die-Ecke-Denken". Gerade wenn das Batmobil nicht mehr im Blickfeld ist, heftet man es schnell als sinnlos ab und vergisst es. Doch so manches Rätsel lässt sich nur meistern, wenn Batman wirklich all seine Spielzeuge zusammen nutzt.
Grafisch hat Batman: Arkham Knight einiges auf dem Kasten. Dass hier noch die alte, aufgepimpte, verbesserte Engine werkelt, sieht man dem Spiel auf Playstation 4 überhaupt nicht an. Gerade im Regen, der zu Beginn der Demo auf uns niederplätschert, sieht Arkham Knight unwahrscheinlich gut aus. Wer aber genauer hinsieht, findet schon manch eine Unschräfe und Ungenauigkeit bei Details. Vor allem im offenen Gelände liegt so etwas wie ein Unschärfeeffekt und leichtes Bildrauschen über den den Texturen von Gotham. Dadurch wirkt das Bild aber fast noch atmosphärischer und cineastischer.
