Nach einem Zwischenstopp vor einigen Jahren kann dieses Add-On in Vietnam so richtig überzeugen. Rockt!
Hill 137 beispielsweise ist durchzogen von engen Gängen, Tunneln, kleinen Häuschen und Gräben, die geradezu perfekt geeignet sind, um seine Feinde mit Flammenwerfern herauszutreiben. Ein Teil der Map ist mit Napalm beschossen worden, mehr als verbrannte Erde und ein paar Bunker blieben dort nicht übrig. Bei DICE heißt die Map nicht umsonst "flame-thrower map", wie der Trailer zeigt:
Die Anzahl an Vehikeln ist in Vietnam merklich geschmälert worden. Insgesamt sechs gibt es noch, darunter US-Amerikanische Huey Helikopter, Panzer und Patrouillen-Boote. Stylisch: Neben den typischen Jeeps der Amis karren Vietnamesen in kleinen, dreirädrigen Kabinenrollern rum, die man auch gut und gerne mit TNT zupacken kann.
Kleinere technische Fehler, dafür großer Sound
Die Waffenkammer wurde, ebenso wie der Fuhrpark, entschlackt
Optisch hat sich an BC2: Vietnam nicht viel getan: Die Engine ist dieselbe und auch von den Effekten her wurde im besten Falle eine Kleinigkeit geändert. Dafür aber spannt einen alleine schon das neue Setting ein und überzeugt mit Hunderten von versteckten Tunneln, Bäumen und Sträuchern, die Deckung geben. Manch eine Map ist sogar ein wahres Sniperparadies, denn im Dschungel getarnt ist man wahrlich nicht leicht zu erkennen. Trotz allem gibt es in Vietnam Fehler. So blieben wir während dem Vorabtest mehrfach in Felsformationen hängen, oder auch mal in dem schmalen Eck zwischen einem Treppenabsatz und der Flagge. Das passiert zwar auch im Hauptspiel gelegentlich, ist aber nichts desto trotz ganz schön ärgerlich - vor allem, wenn man sich unbemerkt durch den Dschungel pirscht und einen Hinterhalt plant, dann aber auf sich aufmerksam macht, weil man sich aus zwei Felsen "raushüpfen" muss. Außerdem geschah es, wie in letzter Zeit auch in BC2 häufiger, dass man mit dem Klassenauswahlschirm spawnt und unbeweglich ist. Da hilft nichts außer ein Selbstmord - und der kostet immerhin -10 Punkte!
In Fahrzeugen gibt es jetzt fetzige Musik aus der zeit, während um einen herum alles explodiert
Von Anfang an wurde als eines der Kernfeatures der geniale Soundtrack von Vietnam beworben. Natürlich haben es zeitgemäße Töne ins Spiel geschafft. Zwei Stunden lang Songs wie "Der Ritt der Walküren" und "Fortunate Son" sind in insgesamt acht Ingame-Radiostationen zu hören, durch die man in den Vehikeln auch durchwechseln kann. Okay, klingt witzig, mag man denken... Weit gefehlt, dahinter verbirgt sich nämlich durchaus auch ein Gameplay-Element, das man so auch aus Battlefield Vietnam kennt und danach leider in der Versenkung verschwand. Denn die Spieler im Fahrzeug sind nicht die einzigen, die das Radio hören: Feinde in der näheren Umgebung sind nicht taub und die Entfernung zum Feind lässt sich auch gut und gerne über die Lautstärke abschätzen.
Für Gamerscore- und Trophyfreunde gibt es natürlich auch etwas: 10 Achievments (aufgeteils auf 250 GS) kann man in Vietnam erspielen und Gegenstände sogar für das gegenwärtige Hauptspiel freischalten.
