Das Leben birgt den Rhythmus und der Beat bestimmt den Alltag! Spiele im Takt der Musik um eine unterdrückte Stadt zu befreien!
Ihr habt den Rhythmus im Blut? Müsst zu jeder gut klingenden Melodie schunkeln und summen? Dann könntet ihr ein Bürger von Beat City sein - zumindest vor einiger Zeit. Dank einer gescheiterten Karriere einer Opernsängerin sieht es in der Stadt nicht mehr rosig aus und sämtliche Bürger verloren dank ihrer Machenschaften die Lebensfreude. Wird Zeit, dass hier mal einer ordentlich aufräumt und die Lebensgeister der unterdrückten Einwohner weckt - höchste Zeit für euch, THQs Rythmusspiel im Stil von "Elite Beat Agents" oder "Rhythm Paradise" zu starten und genüsslich zu tappen!
Beat City
Die Story ist wirklich schräg, denn neben der Dame Isolde Minor, welche wohl berechtigt das Bühnengeschehen verlassen musste und stattdessen mittels der Cacaphony Corporation die Bürger terrorisiert, sorgt ein außerirdischer Groovy-Wal für Furore. Mit der Macht des Beats bewaffnet machte sich dieser von einem weit entfernten Planeten auf, um der dunklen Maid das Handwerk zu legen. Keine leichte Aufgabe, wenn man in die trübsinnigen Gesichter der zahlreichen Arbeiter und Kinder blickt. Kein Funke Hoffnung schimmert in den Augen und der Lebenswille scheint fast gar gebrochen. Dessen ungeachtet findet der eigenwillige Wal dennoch einen schwungvollen und im Herzen begabten Bürger und implantiert diesem eine fette Beatbox in den Kopf - wirklich abgefahren! So sieht der gute Synchronizer, so sein Name, fast schon aus wie einer der Coneheads inklusive einem riesigen Schallgerät in der Front.
Abgefahren und bunt
Beat City
Wie die Geschichte, so auch die Präsentation, die einerseits unglaublich farbenfroh daher kommt, andererseits jegliches Standarddesign in den Schatten stellt. Die quadratischen Köpfe der Einwohner stechen sofort ins Auge, die Entwickler schufen aber ein konsequentes Abbild einer putzigen Comicwelt, welche vor allem Kids erfreuen wird. Die Story ist in zahlreichen Standbildern visuell untergebracht und umfasst im Hauptmodus knappe zwanzig ausgiebige Tage des Aufbegehrens und letztendlich der glorreichen Befreiung und damit den Sieg über die Opernsängerin Minor. Mit dem Beat im Kopf wird die Lebensfreude wieder geweckt und die trüben Gesichter aus den Straßen, dem Park und den Wohnungen verbannt.
Beat City
Spielerisch erinnert das ganze an Spiele wie "Elite Beat Agents" oder "Rhythm Paradise". Im Takt der Musik - wie sollte es bei einem Rhythmusspiel auch anders sein - müssen diverse Aktionen auf dem Touchscreen durchgeführt werden. Der Nintendo DS in Buchhaltung liefert zwar nicht gerade den üppigsten Klang, doch leider hat auch der musikalische Wert der mitgelieferten Songs von "Beat City" nicht wirklich ein gehobenes Niveau erreicht. Keinerlei bekannte Melodien oder Rhythmen scheppern aus den kleinen Boxen, so dass die mitunter recht dudelige Mucke auch nicht unbedingt per Kopfhörer genossen werden muss. Bisweilen fehlt im Soundbereich aber auch etwas die Abwechslung, was letztendlich dem tatsächlichen Gameplay ebenfalls zugeschrieben werden kann.
Beat City
Die bis zu zwanzig Minispiele erscheinen auf dem ersten Blick unglaublich abwechslungsreich. Mal werden große Eistüten für die Kids gemacht, ein anderes Mal werden die Tiere des Zoos gefüttert. Die Liebe eines Paars gilt es im Gleichschritt der Musik zu fördern genauso wie die Zufuhr von Toilettenpapier aufrecht zu halten. Auch hier beweisen die Entwickler durchaus Kreativität und aberwitzige Ideen, welche liebevoll umgesetzt wurden. Spielerisch ist ein jedes Minispiel auch nicht immer sofort zu durchschauen. Selbst das Tutorial zu Beginn einer Runde muss häufig mehrfach absolviert werden, um die Raffinessen zu erkennen und hinter das Geheimnis zu kommen. Es sind meist kleine Hinweise oder winzige Gesten der Figuren und andere Dinge, welche die Aufmerksamkeit auf sich lenken und schlussendlich euren Einsatz zeitgerecht einfordern.
