Bioshock im Flashback: 10. Geburtstag des modernen Klassikers

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Bioshock im Flashback: 10. Geburtstag des modernen Klassikers
Quelle: PC Games

Atmosphärisch herausragend, spielerisch abwechslungsreich und eine spannende Geschichte. Noch heute ist Bioshock ein ganz besonderes Erlebnis. Vor zehn Jahren erschien der Ausnahme-Schooter, der bis heute fasziniert. Wir blicken im Jubiläumsspecial darauf zurück, was den Klassiker so ausgezeichnet hat.

Die Zukunft der Bioshock-Reihe ist derzeit mindestens ungewiss. Mastermind Ken Levine und das Entwicklerstudio Irrational Games, inzwischen umbenannt in Ghost Story Games, widmen sich anderen, noch nicht näher bekannten Projekten. Rechteinhaber und Publisher Take-Two hat sich auch über vier Jahre nach Bioshock Infinite nicht eindeutig zur Zukunft der Serie geäußert. Es ist also durchaus möglich, dass es nie wieder ein Spiel in diesem einzigartigen Universum geben wird - durchaus ein Verlust für die Spielelandschaft. Der Grund für diesen wehmütigen Blick in die Zukunft ist das anstehende zehnjährige Jubiläum der Reihe. Immerhin können wir diese Gelegenheit nutzen, um noch einmal zurück zu schauen, was Bioshock so großartig gemacht hat.

Stadt ohne Zwänge und Moral

Die Geburtsstunde des "besten Shooters seiner Zeit" war am 21. August 2007 in Nordamerika und wenige Tage später auch in Europa. Erstmals, seit drei Jahre zuvor Half-Life 2 für Begeisterungsstürme gesorgt hatte, trat mit Bioshock wieder ein Shooter auf den Plan, der ähnliches Potential in sich barg und es auch ausschöpfte.

Überraschende Wendung: Die Story bleibt auch dank genialer Twists bis zum Ende spannend. Quelle: PC Games Überraschende Wendung: Die Story bleibt auch dank genialer Twists bis zum Ende spannend. In der Rolle von Jack überlebt ihr Mitte der 60er-Jahre eine Flugzeugabsturz im Atlantischen Ozean und rettet euch in einen Leuchtturm. Dieser entpuppt sich als Zugang zur Unterwasserstadt Rapture, einem einstigen Utopia für gesellschaftliche Aussteiger, die sich ohne Restriktionen von Regierungen selbst verwirklichen wollten. Doch der Glanz dieses Paradieses ist schon lange verblasst. Die Gebäude verfallen zusehends und die noch vorhandenen Einwohner sind durch den übermäßigen Konsum einer mysteriösen Substanz namens Adam dem Wahnsinn anheim gefallen.

In eurem Bestreben diesen feindseeligen Ort zu überleben und igendwie einen Ausweg zu finden entspinnt sich eine spannede Geschichte in einer herrlich düsteren Atmosphäre. Grafik, Sound und der allgemeine Spielablauf gehen eine nahezu perfekte Symbiose ein. Die Handlung wird dabei hauptsächlich durch hervorragend vertonte Audiotagebücher und Funksprüche erzählt. Mit großartigen Wendungen fesselt Story über den gesamten Spielverlauf ohne je große Durchhänger zu haben.

Unser Testvideo von 2007

Völlig vollgespliced

Doch nicht nur bei Story und Atmosphäre war Bioshock etwas besonders. Auch spielerisch stach der Ego-Shooter aus seinem Genre heraus. Denn im Grunde fühlte sich das Spiel trotz First-Person-Ansicht mehr wie ein Action-Adventure an. Dafür sorgten unter anderem ein stellenweise eher gemächliches Tempo, die vielen Audiologs und zahlreiche andere spielerische Gameplay-Elemente wie das Hacking-Minispiel. Mit letzteren übernehmt ihr die Kontrolle über Kameras, Geschütztürme und andere technische Helfer.

Magisch: Neben Waffen nutzt Held Jack auch sogenannte Plasmide, um sich zur Wehr zu setzen. Quelle: PC Games Magisch: Neben Waffen nutzt Held Jack auch sogenannte Plasmide, um sich zur Wehr zu setzen. Im Kampf setzt ihr neben klassischen Schusswaffen wie Pistole, Maschinengewehr und Schrotflinte auch sogenannte Plasmide ein. Dabei handelt es sich um genetische Veränderungen, die ihr eurem Helden verabreicht. Jack lernt dadurch zum Beispiel Feuer, Blitze oder Eis von seiner Hand auf Gegner niedergehen zu lassen. So werden im Spiel diverse Taktiken und Vorgehensweisen ermöglicht.

Richtig fordernd werden die Kämpfe dabei vor allem gegen die schwer gepanzerten Big Daddys. Die zunächst friedlichen Riesen werden wütenden, ernsthaften Gegner, sobald man sich einer der Little Sisters nähert, die sie beschützen. Vermeiden könnt ihr diese Konfrontation nicht wirklich. Denn nur über die kleinen Mädchen kommt ihr an das wertvolle Adam heran, mit dem ihr Fähigkeiten wie Plasmide verbessert.

Ein moderner Klassiker

Durch seinen sehr eigenen Stil, entging Bioshock bis heute einem Schicksal, das viele ältere 3D-Spiele ereilt: es ist optisch sehr gut gealtert. Auch heute noch wirkt die Unterwasserwelt von Rapture sehr ansehlich. Wer es doch noch etwas hübscher haben will, kann zu der inzwischen erschienenen Remaster-Version greifen. Spielerisch und Atmosphärisch hat das Spiel eh nichts von seiner Faszination verloren. Wer das Spiel noch nie gespielt hat, sollte sich dieses Erlebnis also trotz seines Alters nicht entgehen lassen.

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