Gut ein Jahr nach der Ertveröffentlichung können nun auch Playstation 3-Besitzer nach Rapture abtauchen.
BioShock
Selbstverständlich verfügt Jack auch über ganz reguläre Schusswaffen, wie einen Revolver, eine Pumpgun oder eine Maschinenpistole. Allen gemein ist, dass sie über maximal drei verschiedene Munitionstypen verfügen, die man bedacht einsetzen sollte. Denn oft macht schon eine andere Munition den Unterschied zwischen dreimal sterben oder einem sofortigen Sieg aus. Besonders bewährt hat sich in Rapture das Vorgehen aus einer Kombination zwischen Plasmiden und regulären Waffen. Den Gegner erst mit dem Elektroschocker festzunageln um ihn daraufhin mit zwei bis drei gezielten Schüssen aus der Nähe niederzustrecken hilft bei den meisten Splicern. Die stärkeren Gegner, wie die Big Daddys zum Beispiel, verlangen schon eine etwas differenziertere Vorgehensweise. Am besten stellt man ihm mit Kontaktminen oder elektrischen Stolperdrähten eine Falle, zündet ihn dort auch noch an um ihn mit ionischem Schrot den Rest zu geben. Liegt er dann am Boden und das Little Sisters hockt weinend daneben, ist er wieder da der Konflikt; töten oder retten?
Das Geheimnis von Rapture
Moderne Kunst
Doch all die aufgezählten Funktionen sind es nicht welche die Faszination von BioShock ausmacht. Es ist das Gesamtbild welches aus dem Titel so etwas Besonderes macht. Denn erst das Zusammenspiel aus dem unglaublich stimmigen Rapture welches im Untergang begriffen ist, dem unheimlichen Hintergrund aus wissenschaftlichem Wahnsinn und menschlichem Größenwahn sowie der lyrischen Sprache der sich die Charaktere bedienen, lassen die erzählte Geschichte so bombastisch wirken und dem Spieler direkt an den Ereignissen teilhaben. Zugegeben, so manche Aufgabe wirkt etwas so, als wolle man das Spiel in die Länge ziehen, zum Beispiel wenn wir x verschiedene Gegenstände besorgen müssen um etwas bauen zu können. Doch widmen wir uns diesen Aufgaben, merken wir recht schnell, dass auch sie herrlich inszeniert sind und man oft nur an bestimmte Orte in Rapture gelockt wird um diverse Ereignisse auszulösen oder ihnen beizuwohnen. Dabei bedient sich das Spiel oft des Tricks der unzugänglichen Glaszimmer, wir können also Szenerien beobachten aber nicht eingreifen, weil sich eine unzerstörbare Glaswand zwischen uns und dem Vorgang befindet. So kann man komplett auf gerenderte Cutscenes verzichten, alles wird in Ingame Grafik präsentiert, was dem Spielfluss sehr zugute kommt.
Zur PS3-Version
BioShock
Auch anhand der PS3 kann man ein voll aufgelöstes HD-Signal in 1080p ausgeben und der optionale Dualshock 3 Controller wird ebenfalls unterstützt. Auf den ersten Blick erkennt man keinen Unterschied zwischen den beiden Konsolenversionen, beim genaueren Hinsehen aber wirkt es, als wäre die PS3 Version etwas geringer aufgelöst als die Xbox 360 Version. Dies manifestiert sich an scharfen Kanten, die plötzlich wandernde Ecken aufweisen, sowie den an manchen Stellen deutlich matschiger wirkenden Texturen. Im Netz finden sich einige Vergleichsbilder von Spielern die ganz bestimmte Szenen miteinander verglichen, trotzdem fällt es schwer festzustellen, ob die generelle Auflösung der PS3-Version niedriger gewählt wurde, oder ob nur die Texturen geringer aufgelöst wurden. Trotzdem macht Bioshock auch auf der PS3 eine hervorragende Figur und besticht nach wie vor mit dem einmaligen Design der Spielwelt.
Waren bei der Xbox 360-Version die Tagebuchaufnahmen der Bewohner von Rapture, die man im Verlaufe des Spiels einsammelt, recht leise abgemischt, so dass man sie mitunter gar nicht mehr verstand, scheint man bei der PS3-Version etwas am Mischpult gespielt zu haben. Es gibt zwar nach wie vor laute Geräusche welche die Sprache übertönen können, im Großen und Ganzen gibt's aber keine Hörprobleme mehr.
BioShock
Trotz der vielen Funktionen durch die ganzen verschiedenen Waffen und Plasmide, fiel die Steuerung doch erstaunlich gut aus. Mit der R1-Taste wechseln wir die Waffe und halten wir sie gedrückt, erscheint das Auswahlmenü. Gleiches gilt für die Plasmide links, welche mit der L1-Taste ausgewählt und mit der L2-Taste ausgelöst werden. Die beiden Sticks dienen dazu uns zu bewegen und die Blickrichtung zu steuern, eben so wie bei jedem regulärem Egoshooter, und auf den Aktionstasten liegen die Funktionen für das Interagieren, das Springen und um Eve bzw. die Waffen nachzuladen. Mehr ist nicht nötig um in Rapture zurecht zu kommen.
Die USK 18 Version
BioShock
Dem restriktiven deutschem Jugendschutzgesetz haben wir es zu verdanken, dass auch die erst für Volljährige freigegebene deutsche Version des Spiels geschnitten wurde. Zwar wurde der Titel bei weitem nicht so verstümmelt wie noch "The Darkness", ebenfalls aus dem Hause 2k Games, musste sich aber auch einige "Einschnitte" gefallen lassen. So wurde generell der Blutgehalt gesenkt, Gegner bluten weniger wenn sie verletzt werden und spritzendes Blut bleibt nirgendwo mehr kleben. Ebenso gibt es keine direkten Schusswunden mehr. Gegner brennen nicht so lange und der Elektroschocker lässt sie kürzer "zappeln". Gameplay-technisch aber wurde nichts geändert oder entfernt, so dass man die deutsche Version durchaus spielen kann ohne das Gefühl zu haben, dass einem etwas vorenthalten wird.
