Bionic Commando im Gamezone-Test

Test Goreminister

Bei solch beschwingter Action muss ein nächster Teil nicht wieder 20 Jahre auf sich warten lassen.

Technische Endzeitfinessen und ein Soundrack mit Ohrwurm Charakter

Bionic Commando Bionic Commando Grafisch hat sich Bionic Commando nichts vorzuwerfen. Gut, das Fußvolk scheint einmal mehr aus der Videospielgegner-Klonfabrik zu stammen und die Animationen der Bösewichte sind auch nicht immer das Gelbe vom Ei, doch dafür wird man durch die eleganten Bewegungen von Nathan entschädigt. Dieser schwingt sich grazil und anmutig durch die sehr schön in Szene gesetzten Szenerien. Die Schluchten der völlig zerstörten Stadt oder die üppigen, mit Lianen überwuchterten Wälder die wir zu sehen bekommen sind wahrlich schön umgesetzt und glänzen durch Detailreichtum. Doch vor allem wenn man sich über die Dächer der teils gigantischen Gebäude bewegt kommt man sich richtig klein vor und wird von der imposanten Größe der Bauten an vereinzelten Stellen überwältigt. Ruckler sind dem Spiel weitestgehend fremd, egal mit welcher Geschwindikeit man sich fortbewegt, doch kommt es zu größeren Gegneransammlungen und gewaltigeren Explosionen kann man ganz leichte Aussetzer in der Bildrate feststellen. Das aber nur fürs Protokoll, denn lästig ist dies nie, weswegen die Grafik schon in der oberen Liga mitspielt. Einen Sprung in die Champions League jedoch haarscharf verpasst.

Bionic Commando Bionic Commando Der Sound hingegen wird vor allem bei älteren und or allem musikbegeisterten Spielveteranen ein Grinsen auf die Lippen zaubern, da man das Thema des Originals zeitgemäß umgesetzt hat. So begrüßt uns bereits im Startmenü des Spiels eine klassiche Piano Suite des besagten Themas, während sich dies im Spiel dynamisch, orchestral und je nach Situation anpasst. Aufgrund der Ohrwurmqualität durchaus gelungen! Als weiteren Pluspunkt in Sachen Sound muss man Mike Patton, den Sänger der Band Faith No More, erwähnen. Dieser leiht Protagonist Nathan Spencer seine Stimme und hilft dadurch den Charakter kalt, berechnend aber nicht gänzlich unmenschlich wirken zu lassen. Alle anderen Synchronsprecher wurden ebenso trefflich gewält, wobei auf eine deutsche Lokalisierung verzichtet wurde und wir hierzulande lediglich Untertitel geboten bekommen, was aber kein größeres Problem darstellen sollte.

Wenig beschwingter, karger Mehrspielermodus

Bionic Commando Bionic Commando Hier die Fakten: 3 verschiedene Modi (Deathmatch/Team Deathmatch/Capture The Flag) auf 12 unterschiedlichen Karten! Richtig, das sieht nicht gerade üppig aus, bietet aber durchaus die ein oder andere beschwingte Runde. Vor allem eignet sich der Multiplayer-Spaß zum üben, so dass man in der Singleplayer-Kampagne besser mit seinem bionischen Arm zurecht kommt. Darüber hinaus? Nun, ein Deathmatch-Mode ist beinahe wie der andere, doch was Bionic Commando eben von anderen Spielen unterscheidet ist die Tatsache, dass der Arm hierbei zum Einsatz kommt und man sich teilweise sehr rasant fortbewegen oder aus der Gefahrenzone begeben kann. Ein wirklich neuartiges Erlebnis wird dem Spieler darüber hinaus alledings nicht geboten und wenn man gemein sein wollte könnte man bereits jetzt sagen: Das riecht verdächtig nach bald erscheinenden, kostenpflichtigen Download-Inhalten.

Meinung

Wertung zu Bionic Commando (X360)

Wertung:

7.9 /10
Pro & Contra
Gelungene Optikvor allem die Animationen von NathanSehr schön überarbeitete Musik des OriginalspielsGute SteuerungAdrenalinförderndeakrobatische EinlagenMotivierende AufgabenTeils imposante Umgebungen
Streckenweise sehr fiese CheckpointsLange Ladezeiten trotz Installation (68 GByte)Recht linearer SpielaufbauUninspirierter Mehrspieler-ModusRecht nebensächliche Story
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