Bioshock Infinte hebt ab: Booker DeWitt ist auf der Suche nach dem mysteriösen Mädchen Elizabeth. Was es mit ihr, der schwebenden Stadt Columbia und dem Despoten Comstock auf sich hat, erfahrt ihr in unserem Review. Weshalb Bioshock Infinite zu einem der besten Spiele des Jahres gehört natürlich auch!
Als Shooter solide, als Geschichte ausgezeichnet
Quelle: GamezoneBioshock Infinite im Gamezone-Test: Screenshots von der PC-Version (22)Wenn man Bioshock auf sein reines Gameplay herunterbricht, wird man vielleicht etwas enttäuscht sein. Booker sucht Elizabeth, befreit sie und folgt ihr dann auf der Suche nach einem tieferen Sinn. Auf dem Weg tötet er Polizisten, Soldaten und Revolutionäre. Mit der Zeit wird das ein wenig eintönig. Schnell hat man sich eine Taktik zurechtgelegt, meist eine Kombination verschiedener Kräfte. Wasser und Strom passen gut zusammen, aber auch Öl und Feuer. Hat man einmal durchblickt, wie man Gegner angehen muss, ist die Umsetzung auf den Schwierigkeitsgraden Leicht und Normal nur noch reine Formsache. Probleme kriegt man lediglich an einigen wenigen Stellen. Dafür zieht der Schwierigkeitsgrad auf Schwer und im freischaltbaren 1999-Modus rasant an. Letzteren bekommt man nach dem ersten Durchspielen als Auswahl. Darin muss man fortan ohne Navigationshilfe, sehr viel weniger Munition und Medizin und ein verändertes Spawnsystem auskommen. Wer stirbt und sich die Wiederbelebung durch Elizabeth nicht leisten kann, wird eiskalt zurück ins Hauptmenü geworfen. Jeder Schritt will also durchdacht sein. Wenn er daneben geht, ist Game Over.
Was einen an Bioshock fesselt, ist dennoch nie das Shooter-Erlebnis selbst. Es ist die Geschichte, die einen dazu bringt, stundenlang vor der Konsole zu sitzen. Und sie ist es absolut wert. Gerade das fesselnde Ende verspricht viel Raum für Überlegungen und setzt auch eine Brücke zu den Vorgängern. Wer Infinite durch hat, wird auch die anderen Spiele besser verstehen.
Die schöne Fassade bröckelt auf den Konsolen
Quelle: GamezoneBioshock Infinite im Gamezone-Test: Screenshots von der PC-Version (27)Bioshock Infinite schafft es spielend, einen durch seine fantastische Umgebung in den Bann zu ziehen. Als man zum ersten Mal die Stadt betritt, dudelt im Hintergrund noch friedliche Musik. Alles wirkt heil, unverdorben. Das macht sich auch in der Optik bemerkbar. In den ersten Stunden glänzt die Stadt noch. Aber schnell merkt man, auch aus den Gesprächen: So unverdorben sind die Leute gar nicht. Entsprechend verändert sich das Stadtbild später. Da kann die Xbox 360 nicht mehr mithalten. Insgesamt wirkt die grafische Darstellung, vor allem in Hinblick auf Licht- und Schatteneffekte großartig. Aber wer sich auf den Konsolen Details ansehen möchte, kommt an die Limits der Grafikleistung. Schalter sind schwammig und manche Texturen so niedrig aufgelöst, dass man einzelne Pixel an einer Hand abzählen kann.
Meinungen
Wertung zu Bioshock Infinite (X360)
Wertung:
9.0/10
Wertung zu Bioshock Infinite (PC)
Wertung:
9.1/10
Wertung zu Bioshock Infinite (PS3)
Wertung:
9.0/10
Pro & Contra
tolle Steampunk-Spielweltfantastische Dialogelebhafte Spielwelt, in der man Zivilisten auch einfach bei ihren Gesprächen zuhören kannmit Elizabeth eine perfekte Begleiterinviele Waffen inklusive Ausbaustufenunterschiedliche Vigorkräfte wie Blitzschläge, Feuer, Wasser und Co.eine epische Geschichte mit Brainfuck-Elementen zum Schlussalternative Enden durch Hardcore 1999-ModusStimmung und Atmosphäretolle deutsche Synchronistationpolitische Aussagen schaffen es, den Spieler frei von vorgefertigten Meinungen zum Nachdenken anzuregen
Backtracking bei optionalen Missionszielenauf Leicht und Normal stellenweise viel zu einfachüber weite Strecken weiß man überhaupt nicht, um was es in Bioshock Infinite geht (dafür ist die Aufklärung dann umso wirksamer!)auf Xbox 360 und PS3 ruckelt es bei Speichervorgängendeutliche Texturschwäche auf Konsolen im Vergleich zur PC-Version