Blitzkrieg: Burning Horizon im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Zur kommenden E3 hat CDV bereits angekündigt den zweiten teil von Blitzkrieg vorzustellen. Um uns die Zeit bis zum Release zu verkürzen schiebt der Publisher noch schnell ein alleine lauffähiges AddOn zu Blitzkrieg nach, welches den Untertitel "Burning Horizon" trägt und uns Hauptsächlich die Schlachten von Rommel näher bringt, sowie einige unzusammenhängende Missionen kreuz und quer auf dem Erdball.

Die Rommel-Kampagne bietet uns genau 18 Missionen, die allesamt auf recht großen Karten stattfinden und vom Schwierigkeitsgrad her nicht zu verachten sind. Einfaches verschicken der Einheiten an die Front führt keinesfalls zum Ziel, ganz im Gegenteil ist man gezwungen die Luft- und Landstreitkämpfe möglichst Hand in Hand arbeiten zu lassen, um auch nur den Hauch einer Chance auf den Sieg zu haben. Panzer wollen vergraben, das Fußvolk gehört in den Schützengraben und die Flugzeuge wollen vor dem feindlichen Flak beschützt werden. Die Missionsziele geben sich dabei angenehm Unterschiedlich und verlangen vom Spieler weit mehr als die Vernichtung der gegnerischen Truppen. So gilt es Stellungen zu verteidigen, Posten einzurichten oder Gebiete aufzuklären, um sie für den nächsten Einsatz vorzubereiten.

Im Vergleich mit Blitzkrieg fallen einem recht schnell die neuen Fahrzeuge und Geräte auf, denn über 50 Stück von diesen haben neu ins Spiel gefunden, sowie die deutlich gesteigerte Intelligenz der Computersoldaten, die um einiges aggressiver vorzugehen scheinen und auch so manchen Hinterhalt auf Lager haben. Sehr schön auch, dass man neuerdings die Fußtruppen auch einzeln anwählen kann, indem man die Gruppierung aufhebt. Das war im Vorgänger noch nicht möglich, wo man immer nur ganze Truppeneinheiten befehligen konnte. Meist jedoch wird man das auch in diesem Teil tun, einfach weil es viel praktischer ist als jeden Soldaten einzeln anzuweisen. Selbstverständlich ist es nach wie vor möglich beliebige Truppenteile zu Gruppen zusammenzufassen, um sie in der Hitze des Gefechts möglichst schnell anwählen zu können.

Das Interface und die grafische Präsentation wird Besitzern des Vorgängers sofort bekannt vorkommen, hat sich in dieser Hinsicht doch kaum etwas getan. Das Interface glänzt nach wie vor mit den vielen, kleinen Fuzzel-Icons, die man schon ganz gezielt anklicken muss, sowie der eigentlich ganz prächtigen Darstellung der Spielwelt. Besonders die einschlagenden Granaten oder Bomben hinterlassen herrliche Krater und auch die ausgebrannten Fahrzeuge können sich sehen lassen.

Gleiches gilt für die Soundkulisse, die uns die bereits bekannten Geräusche und Melodien kredenzt. Schade, dass die Präsentation rund um das Game herum etwas mager und steril ausfiel. Das Briefing per Bildschirme voller Text hätte man sicher anspruchsvoller gestalten können, es kommt in der augenblicklichen Form schon sehr trocken 'rüber.

Meinung

Wertung zu Blitzkrieg: Burning Horizon (PC)

Wertung:

7.8 /10
Pro & Contra
Über 50 neue Einheitengesteigerte Intelligenz der Computersoldatenfür ein AddOn angenehm umfangreich

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