Borderlands 4 stellt sich uns im Test und freuen uns über die Rückkehr des Ultimativen Kammerjäger-Modus.
Auf dieser Seite
Ultimativer Kammerjäger
In der Spielwelt eröffnen sich außerdem neue wöchentliche Herausforderungen. Eine davon ist Maurices Schwarzmarkt-Automat. Der erscheint jede Woche an einem anderen Ort, mit neuem Sortiment und hat stets legendäre Items im Angebot.
Über Moxxi's Big Encore kann einmal pro Woche ein bestimmter Boss in der sogenannten "Fetten Zugabe" mit besonders herausfordernden Parametern neu versucht werden.
Und dann darf natürlich der Ultimative Kammerjäger-Modus nicht fehlen. Der hebt den Schwierigkeitsgrad auf neue Höhen, verspricht aber auch besseren Loot. Um den Modus freizuschalten, müssen wir uns zunächst einer Wildcard-Mission stellen. Dabei wird eine Mission aus der Kampagne mit herausfordernden Parametern neu gestartet. Wir hatten es zum Beispiel mit regenerativen Gegnern zu tun, die beim Ableben ein kleines Schwarzes Loch hinterlassen.
Quelle: PC Games
Während der Wildcard-Missionen wiederholen wir Story-Aufträge mit besonderen Modifikationen. Hier lösen Gegner beim Ableben kleine schwarze Löcher aus.
Nach der Mission befanden wir uns automatisch im UKM Rang 1. Derzeit gibt es im Spiel noch vier weitere Ränge. Die müssen jeweils über bestimmte Herausforderungen und eine weitere Wildcard-Mission freigespielt werden. Haben wir den Ultimativen Kammerjäger-Modus einmal freigeschaltet, können wir im Hauptmenü jetzt auch einen ganz neuen Charakter auf Stufe 30 erstellen, der direkt ins Endgame mit UKM Rang 1 einsteigt. Wir müssen also nicht jedes Mal die Story neu durchspielen, nur weil wir einen der anderen Charaktere ausprobieren wollen.
Das Spiel hat also schon jetzt jede Menge für eine hohe Langzeitmotivation zu bieten. Zusammen mit den regelmäßig geplanten Events und der bereits vorgestellten Roadmap für neue Inhalte dürften Fans hier sehr lange gut unterhalten werden.
Quelle: PC Games
Grafisch bleibt man sich auch in Borderlands 4 seinem Stil treu, verbessert aber Details und Bildschärfe.
Hübsch, aber hardwarehungrig
Optisch bekommen wir von Borderlands 4 genau das, was wir seit dem ersten Teil gewohnt sind. Der zeitlose Comic-Look mit seinen stark betonten schwarzen Rändern wird diesmal mit der Unreal Engine 5 auf den Bildschirm gebracht. Im Vergleich zum Vorgänger wirkt die Optik noch ein wenig schärfer, die Charaktere haben ein paar mehr Details abbekommen und die Spielwelt hat schicke Vegetation und tolle Beleuchtung zu bieten.
Zusammen mit der nahtlosen offenen Spielwelt hat das allerdings auch seinen Preis. Das Spiel hat einen nicht zu vernachlässigenden Hardware-Hunger. Schon auf unserem Haupttest-System mit einer GeForce RTX 4080 mussten wir einige Einschränkungen bei den Grafikdetails hinnehmen, um ein stabiles Spielerlebnis mit 60 FPS zu erreichen. Auf einem System mit einer 2080 kamen wir über die niedrigsten Einstellungen bei vielen Optionen nicht hinaus.
Quelle: PC Games
Eines der vier Gebiete der offenen Spielwelt ist das verwüstete Ödland von Carcadia, das am ehesten an die Mad-Max-Ästhetik von Pandora erinnert.
Das alles wohlgemerkt bei einer Bildausgabe in 4k. Wer noch mit Auflösungen wie 1080p spielt, hat natürlich noch deutlich mehr Spielraum, die Grafikdetails hochzudrehen. Leider kommt es gerade beim Reisen durch die offene Spielwelt immer mal wieder zu kleineren Hängern. Allerdings stand bei unserer Testversion ein angekündigter Day1-Patch noch nicht zur Verfügung. Mit dem Update sollen unter anderem solche Probleme behoben werden.
Borderlands 4 bietet in jedem Fall sehr viele Optionen, um die grafische Darstellung an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Mit DLSS, FSR, TSR und XeSS werden alle gängigen Upscaling-Technologien unterstützt. Nvidias Frame Generation ist auch mit an Bord.
Update zur PS5-Version
Nach Release haben wir uns nun auch die PS5-Version von Borderlands 4 noch angeschaut. Nachdem der Loot-Shooter bereits auf dem PC sehr hohe Ansprüche an die Hardware stellt, waren wir gespannt, ob es auf der Konsole ein flüssiges Spielerlebnis gibt. In den Optionen stellt uns das Spiel dabei zwei Grafikmodi zur Auswahl. Im Qualitätsmodus rendert die Engine mit erhöhten Grafikeinstellungen bei 30 Frames pro Sekunde. Der Performance-Modus peilt 60 FPS an, verzichtet dafür aber auf ein paar Details.
Für PS5 Pro ist das Spiel übrigens nicht speziell optimiert. Daher gibt es auch keine zusätzlichen grafischen Features auf der stärkeren Version der Playstation 5. Alle unsere nachfolgend beschriebenen Beobachtungen, beziehen sich auf eine Darstellung des Spiels auf einem 4K-fähigen Bildschirm beziehungsweise Fernseher. Auf beiden PS5-Varianten schaffen die beiden Grafikmodi dabei, was sie sollen. Sie halten ihre jeweils angestrebte Bildwiederholrate sehr zuverlässig. Uns sind allgemein so gut wie keine Ruckler aufgefallen, wie wir sie bei der PC-Fassung häufiger beobachtet haben.
Quelle: PC Games
PS5: An den Häusern im Hintergrund fällt eine mangelnde Render-Reichweite auf.
Das hat allerdings seinen Preis. Denn verglichen mit der PC-Version muss Borderlands 4 auf der Konsole deutlich sichtbare Abstriche bei der Bildqualität hinnehmen. Das macht sich besonders durch das stark auffällige Upscaling bemerkbar, wodurch das Bild an vielen Stellen sehr unscharf und krümmelig wirkt. Schlechter schneidet die Konsolenversion auch bei der Renderqualität in der Ferne und dem Nachladen von Texturen ab. Gelegentliche Pop-ups sind da zu beobachten.
Unspielbar wird das Spiel dadurch jedoch nicht und es hat durchaus noch immer seine Momente, in denen es optisch wirklich glänzen kann. Man sollte sich vor dem Griff zur PS5-Version lediglich bewusst sein, dass die klare Bildqualität der PC-Fassung nicht ganz erreicht wird. Wem das nicht so wichtig ist, bekommt auch auf der Konsole einen hervorragenden Loot-Shooter. Dessen Koop-Modus lässt sich auf der PS5 (und Xbox Series) zudem auch im Splitscreen für zwei Spieler erleben.
Quelle: PC Games
PS5: Im Splitscreen-Koop können auf einer Konsole zwei Spieler zusammen auf Beutejagd gehen.
Sobald ein zweiter Controller an der Konsole angeschlossen ist, kann dieser Spieler einfach im Hauptmenü der laufenden Partie beitreten. Wer noch keinen eigenen Kammerjäger hat, wählt beim Beitritt bequem einen der vier Charaktere aus. In den Optionen habt ihr dann noch die Auswahl, ob der Bildschirm horizontal oder vertikal geteilt werden soll. Vier Spieler können im Splitscreen leider nicht spielen, aber die Gruppe kann zusätzlich mit anderen Spielern über das Internet aufgefüllt werden.
Borderlands, wie es sein soll
Es gibt noch viele kleine und größere Details, auf die wir bisher nicht eingegangen sind. So hat uns sehr gefallen, dass sich die Entwickler wirklich sehr viele Gedanken über Komfortfeatures gemacht haben. Unter anderem haben wir uns über das nach Spielerfeedback noch hinzugefügte Gegner-Radar gefreut, das wir bei unserer ersten Anspielgelegenheit noch schmerzlich vermisst haben. Zwar wäre uns weiterhin eine richtige Minimap statt des Kompasses deutlich lieber gewesen. Aber mit dem Kompromiss aus Kompass und Radar können wir auch ganz gut leben.
Am Ende macht Borderlands 4 die entscheidenden Dinge richtig, die man von einem Borderlands erwartet. Es ist ein Loot-Shooter und gerade das Looten und Shooten funktioniert so großartig, dass wir eigentlich gar nicht aufhören wollen. Mit Unmengen von Waffen auf Unmengen von Gegner zu ballern und dabei Unmengen an Loot einzusammeln, ist seit jeher die DNA von Borderlands. Ein Spielspaß-Loop, der auch nach 16 Jahren einfach nicht alt wird und in Borderlands 4 wieder einmal perfekt umgesetzt wurde.
Meinung
Borderlands 4 wird von Gearbox Software entwickelt und von 2K Games vertrieben. Der Loot-Shooter erscheint am 12. September 2025 für PC, Playstation 5 und Xbox Series S/X. Transparenzhinweis: Für die Erstellung dieses Artikels wurde die Releasefassung von Borderlands 4 durch Publisher 2K Games zur Verfügung gestellt.
