So eine Idee kann nur von jemandem wie Keiji Inafune kommen. Ein deutsches Panzer-Battalion wird auf Insektengröße geschrumpft und setzt seinen Kampf im Unterholz fort, wo es sich gegen allerlei Insekten zur Wehr setzen muss. Doch kann uns das Gameplay genau so überzeugen wie uns die Hintergrundstory erstaunt? Lest es in unserem 3DS-Kurztest.
Mitten im zweiten Weltkrieg wird ein ganzes Panzer-Battalion aus zunächst ungeklärter Ursache auf Insektengröße geschrumpft und muss sich plötzlich mit ganz anderen Gegnern auseinandersetzen. Statt gegen Panzer und Flugzeuge gilt es ab sofort nämlich gegen Ameisen, Stechmücken und vielen weiteren Insekten zu bestehen, so die skurrile Idde von Keiji Inafune.
Bugs vs. Tanks (1)
In der Praxis sieht das so aus, dass wir einen kleinen Panzer durch allerlei Gestrüpp steuern müssen, während wir verschiedene Aufgaben zu erfüllen haben. So will Essen und Trinken für die Mannschaft besorgt, ein vor dem Regen sicher Unterschlupf gefunden oder Baumaterial herangeschafft werden. Dabei bewegen wir uns aber nicht frei auf den jeweiligen Maps, sondern können nur streng vorgegebene Wege entlangfahren. Klar, dass da taktisch günstig postiert allerlei Ungeziefer nur darauf wartet uns zu verspeisen. Dagegen wehren können wir uns mit einem Maschinengewehr, welches automatisch feuert sobald ein Insekt in Reichweite kommt, sowie natürlich der Kanone unseres Panzers. Während wir den Panzer selbst mit dem Analogknubbel des 3DS lenken, steuern wir die Kanone mit den Tasten.
Je nach Insekt benötigt es verschieden viele Treffer um es auszuschalten, wobei auch die gewählte Munition eine Rolle spielt sowie die verbaute Kanone. Denn schon recht schnell sind wir in der Lage aus verschiedenen Panzern zu wählen und jeden gewünschten Turm auf jeden beliebigen Panzer zu setzen. Dabei gilt, je schwerer und stärker das Geschütz, desto langsamer wird der Panzer.
Bugs vs. Tanks (2)
Was sich im ersten Moment recht witzig anhört, gibt sich in der Praxis leider ziemlich monoton. Denn im Grunde geht es in jeder der 40 Missionen immer nur darum den Weg zu einem bestimmten Ziel zu finden oder eine bestimmte Anzahl von Irgendetwas einzusammeln. Zwar bemüht sich das Spiel redlich für Abwechslung zu sorgen, indem wir auf immer neue Insektentypen treffen und auch die Umgebung durchaus variiert, am Gameplay ändert sich aber kaum etwas. Da die einzelnen Missionen allesamt auch recht kurz geraten sind, hat man das Ende des Titels schnell erreicht.
Nicht umsonst legt es das Spiel durch seine Bewertungen darauf an mehrmals gezockt zu werden. Wobei wir nicht nur versuchen immer schneller das jeweilige Ziel zu erreichen, sondern auch diverse Sammelaufgaben zu erledigen. Denn irgendwie wurden auch die Panzer anderer Einheiten geschrumpft, die wir in den Labyrinthen finden können. Als Belohnung erhalten wir neue Lackierungen oder gleich neue Panzermodelle. Wie ernst sich der Titel dabei nimmt, sieht man besonders an den Lackierungen, denn neben Camouflage-Mustern in allen Variationen können wir unseren Panzer auch rosa anmalen und mit Herzchen versehen. Wenn das nicht süß ist.
Ein witziges Detail hat die Sprachausgabe des Titels zu bieten. Es gibt zwar nicht viel das gesprochen wird, doch das in deutscher Sprache, was man auf dem 3DS nicht oft hört. Die Texte hingegen sind allesamt in Englisch gehalten, egal ob im Menü oder den Textboxen von Joachim, Ernst und Franz (die heißen wirklich so). Die restliche Soundkulisse hingegen kommt recht unspektakulär daher. Bisschen Marschmusik im Hintergrund, das immer gleiche Schussgeräusch unserer Kanone und das Rascheln der Insekten im Unterholz ergibt zusammen einen recht dünnen Soundbrei, der aber auch nach längerem Spielen nicht zu nerven beginnt.
