CES 2020: AMD, Intel und Razer
Special
Die CES 2020 bot auch in diesem Jahr viele Neuheiten und Informationen rund um Unterhaltungselektronik für den Endkundenmarkt. Dieses Mal erwarteten viele Leute von Sony und Microsoft Details zur PS5 (Playstation5 ) respektive Xbox Series X. Aber es gab auch viele für PC-Gamer interessante Hardware-Neuigkeiten, die wir in unserem Special zusammenfassen.
AMD: Grafikkarten und CPUs
AMD sorgt zwar bei der Playstation 5 und Xbox Series X für die leistungsrelevante Hardware, verkündete auf der CES aber natürlich nur Dinge, die AMD auch unter dem eigenen Label im Handel anbietet, beziehungsweise bei Grafikkarten: Produkte, die durch AMDs Partnerhersteller angeboten werden. Unter anderem zeigte AMD die Radeon RX 5600 XT, die es ab dem 20. Januar auch im Handel zu kaufen geben wird.
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Eine News zur der neuen Grafikkarte hatten wir ja bereits vor wenigen Tagen veröffentlicht. Wie auch die PC Games berichtet, hat AMDs CEO Lisa Su zudem auch ein Engagement rund um Raytracing bestätigt, was angesichts der von Sony und Microsoft bezüglich der kommenden Konsolengeneration bereits bekanntgegebenen Raytracing-Unterstützung auch kein Wunder ist.
Quelle: AMD
Ein Teil des Radeon RX 5600 XT-Angebotes der Partnerhersteller.
Zudem gibt eine gute Chance, dass es schon relativ bald neue Prozessoren mit der Zen 3-Architektur geben wird, in jedem Falle laut Lisa Su noch im laufenden Jahr, also 2020. Die aktuellen Zen 2-Prozessoren wie der Ryzen 5 3600 sind im Jahr 2019 sehr gut bei Hardwarekäufern angekommen, so dass AMD ohne großen Druck an neuen CPUs arbeiten kann. Für Notebooks hat AMD ohnehin bereits einige Ryzen 4000er-Modelle vorgestellt, die aber noch zur Generation Zen 2 gehören. Eine weitere neue CPU hat AMD im Rahmen der CES auch bestätigt, nämlich den Ryzen Threadripper 3990X, der 64 Kerne bieten und ab dem 7. Februar für vermutlich etwa 4000 Euro zu kaufen sein wird. Eine solche CPU richtet sich freilich an Firmen, die eine ungewöhnlich hohe Kern-Anzahl für spezielle Projekte oder Server benötigen. Obgleich der Preis für private Nutzer viel zu hoch ist, ist er für Firmen wiederum sehr atttraktiv, da der Prozessor beim Preis-Leistungs-Verhältnis besser sein soll als Intels noch kommende Profi-CPUs.
Intel: Grafikarte und Prozessoren
Nachdem schon länger bekannt war, dass Intel auch an eigenen Grafikkarten arbeitet, ist auf der CES nun ein Vorserienmodell Intel DG1 aufgetaucht, und zwar bei einer Präsentation, bei der die Karte Destiny 2 darstellte. Dabei wurde klar, dass dieser Prototyp eher für Notebooks gedacht sein würde. Ob Intel es in absehbarer Zeit schaffen kann, für Gamer interessante Grafikkarten anzubieten, kann man auf Basis dieser Informationen daher nicht beurteilen.
Quelle: Razer
Razer Tomahawk Mini-PC
Bezüglich neuer CPUs verkündete Intel, dass der Nachfolger der Notebook-CPUs der Ice-Lake-Familie den Namen Tiger-Lake tragen wird - erste Notebooks mit den Prozessoren, die Wifi 6 integriert haben werden, kommen aber wohl frühestens Ende des Jahres.
Razer: Mini-PC
In Sachen Peripherie, aber auch bei Notebooks und Smartphones ist Razer bereits bekannt. Nun brachte der Hersteller einen Mini-PC mit auf die CES, den Razer Tomahawk. Das kompakte Design ermöglicht Intels NUC 9 Extreme. Bei Intels NUC ist das Konzept anders als bei üblichen PCs, denn es gibt eine PCIe-Steckkarte, die das Mainboard ersetzt und alle wichtigen Teile inklusive der CPU enthält und mit einer PCIe-Grafikkarte kommunizieren kann. Der PCIe-Slot für die Grafikkarte steckt also nicht auf der NUC-Steckkarte, die übrigens mit SO-DIMM-RAM bestückt wird, was den Speicher angeht. Bei den CPUs ist man allerdings auf eher Stromsparende Versionen der Core i-CPUs angewiesen. Der PC von Razer auf der CES beheimatete eine Nvidia GeForce RTX 2080 Ti, so dass man von guten 30 Zentimetern bei der Länge des Gehäuses ausgehen darf.
