Cairn im PCG-Test: Schritt für Schritt nach oben - und manchmal einen Schritt zurück
Test
Einfach klettern, klettern, klettern - leichter gesagt als getan. Wir haben die Klettersimulation Cairn für euch getestet und verraten, welche Stolpersteine euch erwarten.
Manchmal fühlt sich eine schwierige Aufgabe wie ein riesiger Berg an, den man ganz allein erklimmen muss. So ist das auch bei der Klettersimulation mit Survival-Elementen namens Cairn, bloß dass es sich bei Mount Kami wirklich um einen Berg handelt.
Euer Ziel ist der Gipfel, doch der Weg dahin ist nicht nur gefährlich, sondern auch ziemlich holprig. Wir verraten euch, warum nicht nur der Protagonistin, sondern auch dem Spiel immer wieder die Puste ausgeht.
In diesem Artikel
Aava gegen den Rest der Welt
Den eindrucksvollen Berg, den man ein bisschen mit dem Mount Everest vergleichen kann, wollt ihr in der Rolle der erfahrenen Kletterin Aava besteigen, die sich allein auf eine gefährliche Reise begibt. Über ihre Beweggründe erfahren wir zunächst nicht viel, doch es wird schnell klar, dass Aavas Umfeld nicht allzu begeistert von ihrem risikoreichen Solo-Trip ist.
Während sie fleißig emporklettert, erreichen sie immer mal wieder Nachrichten. Die hört sie sich zwar jedes Mal an, antworten tut sie allerdings nie. Dabei erfahren wir vor allem von ihrer Freundin, dass sie sich Sorgen macht und Aavas Entscheidung nicht nachvollziehen kann.
Es wirkt fast so, als würde Aava vor etwas weglaufen. Doch da wir außer ein paar Kommentaren zu sich selbst beziehungsweise zu dem Climbot - einem Roboter, der sie begleitet - nicht viel über sie erfahren, bleiben ihr Charakter genau wie ihre Beweggründe ein Geheimnis.
Ganz abschotten kann sie sich aber auch auf einem Berg nicht, denn auf ihrer Reise trifft sie gelegentlich auf andere Menschen. Vor allem einen jungen Mann namens Marco sehen wir immer mal wieder, und der scheint sich von Aavas grummeliger Art auch nicht so leicht abschrecken zu lassen.
Eine erschreckende Erinnerung an die Gefahr des Berges sind dagegen die leblosen Kletterer, denen wir gelegentlich begegnen. Doch nicht mal die Leichen können Aava von ihrem Vorhaben abbringen.
Wir möchten euch natürlich keine großen Punkte der Story vorwegnehmen, deswegen sei nur gesagt: Wir hatten erwartet, dass sie in eine andere Richtung geht und dadurch auch tiefgründiger wird. Im Endeffekt ist sie jedoch mehr eine eher nebensächliche Begründung dafür, wieso sich die Protagonistin auf diese Reise aufmacht.
Die unprofessionellste professionelle Kletterin der Welt
Das Überleben auf Mount Kami ist hart. Deshalb solltet ihr euch auch gut auf den Aufstieg vorbereiten. Redaktionskollege Carlo hat Aava sehr treffend als "unprofessionellste professionelle Kletterin" beschrieben, und das aus gutem Grund: Sie zieht ohne Schuhe und mit einem Rucksack los, in dem sich kaum mehr als eine Flasche Wasser und ein bisschen Schokolade befindet.
Quelle: PC Games
In eurem provisorischen Lager könnt ihr kochen, eure Finger tapen, schlafen beziehungsweise Sit-ups machen und zerbrochene Haken reparieren.
Da ihr neben eurer Lebensleiste allerdings auch über Anzeigen für Hunger, Durst und Kälte verfügt, braucht ihr zum Überleben dann doch ein kleines bisschen mehr Ressourcen. Zum Glück müsst ihr nicht den ganzen Berg auf einmal erklimmen, sondern geht in Etappen vor. Dabei findet ihr dann auch immer mal wieder neue Vorräte.
Kletterpassagen wechseln sich mit Plateaus ab, auf denen ihr auch mal ein paar Schritte mit festem Boden unter den Füßen zurücklegen könnt. Gelegentlich trefft ihr dann auf andere Menschen, Tiere oder Überreste aus der Vergangenheit, die zum Beispiel in Form von Briefen von den Schicksalen anderer Kletterer berichten.
In regelmäßigen Abständen findet ihr zudem Speicherpunkte, bei denen ihr euer Lager aufschlagen und euch ein wenig ausruhen könnt. In dem Biwak, wie eure provisorische Unterkunft genannt wird, könnt ihr aber nicht nur schlafen - oder Sit-ups machen, wenn eure Lebensleiste voll ist -, sondern euch auch auf die nächste Etappe vorbereiten.
Quelle: PC Games
So holprig das Klettern manchmal auch ist, für den Ausblick lohnen sich die Strapazen. Ob Sternenhimmel oder Regenbogen, manchmal lohnt es sich, einen Moment innezuhalten.
Eure Hände solltet ihr regelmäßig neu mit Tape umwickeln, damit ihr besseren Halt habt und euch nicht verletzt. Außerdem bietet der Campingkocher nicht nur die Chance auf eine halbwegs frische Mahlzeit, sondern eignet sich auch hervorragend zum Vorbereiten von Vorräten, die ihr dann in euren Rucksack stopfen könnt.
Zudem kann der Climbot zerbrochene Haken reparieren, wenn ihr genügend Einzelteile mit zurückgebracht habt, sowie Kreide für besseren Halt aus eurem Abfall herstellen.
Eure Werte solltet ihr gut im Auge behalten, denn sobald ihr zu viel Hunger oder Durst bekommt oder zu stark friert, wird Aava bewusstlos. Passiert das beim Klettern ohne Sicherung, verspricht dieser Fehler eine hochgehende Zahl auf dem Todes-Tracker, den das Spiel netterweise im Menü für euch parat hält.
Viele Nahrungsmittel könnt ihr übrigens roh verzehren, wir empfehlen euch aber dringend, sie lieber im Lager zu kochen, um die Nährwerte zu steigern. Füllt außerdem bei jeder Gelegenheit eure Wasserflaschen auf, entweder an Teichen oder kleinen, unscheinbaren Quellen in den Felswänden. Aava wird es euch danken. Auf der nächsten Seite lest ihr mehr über die Klettermechanik und die Stolpersteine, die euch im Weg liegen.
